Archiv des Autors: Ricccardo Lorenz

Nationalpark Krka

Mit 72 Kilometern Länge ist die Krka der längste zentraldalmatische Fluss und dank der 20 Kilometer zwischen Knin und Skradin, die der Nationalpark Krka einnimmt, wohl auch der spektakulärste Europas. Unzählige durch geomorphologische Prozesse entstandene Stromschnellen, Trassen, Bassins, Wasserfälle und andere Karst- und Tuffphänomene prägen den Verlauf des Flusses und bieten an jedem Punkt einen neuen, spannenden Blickwinkel auf den Einfallsreichtum der Natur.

Jenseits der Nationalparkgrenzen fließt die Krka in den See Prokljansko, der bis nach Sibenik reicht und mündet dann schließlich in die Adria. Die Verwaltung des Parks hat sich die wissenschaftliche, kulturelle, erzieherische und bildende“ Aufgaben auf die Fahnen geschrieben, sieht den Park aber auch als Erholungsgebiet, so dass hier nicht nur die Pflanzen- und Tierwelt gedeiht sondern auch Menschen aufblühen.

Nationalpark Krka 3

Nationalpark Krka

Um den aktuellen Stand und die Schönheit der Naturerscheinungen möglichst lange zu bewahren, ist es nötig, dass sich alle Besucher an gewisse Regeln halten und den Schutz der Umwelt engagiert vertreten. So wird selbstverständlich erwartet, dass Niemand die gekennzeichneten Wege verlässt (nicht nur wegen der im Unterholz seit dem Krieg liegenden Tretminen), seine Verpackungen und sonstigen Müll sachgerecht entsorgt und selbstverständlich nicht wildert, die Tiere anderweitig stört oder Pflanzen schädigt.

Auch offene Feuer sind verboten und wer zu kommerziellen Zwecken filmen möchte sollte sich vorher bei der Parkverwaltung um eine Drehgenehmigung kümmern. Im Park bieten sich zwei verschiedene Besichtigungsrouten an. An den beiden Parkeingängen Skradin und Lozovac kann man für jeweils 30-95 Kuna (je nach Saison) die Eintrittskarte in den Park und das ethnografische Museum erwerben, wobei ab Skradin eine halbstündige Bootsfahrt, in Lozovac ein Bahn-Shuttleservice inklusive sind.

Wer vier Stunden über den größten See des Parks gefahren werden und auch die Klosterinsel besichtigen möchte, sollte weitere 100 Kuna pro Person einplanen – Kinder erhalten allerdings oft Rabatte.

 

Informationen über die Nationalpark Krka

 

Geschichte zum Nationalpark Krka

Die vielen kleinen Dörfer im und um den Nationalpark herum sowie die ehemalige Mühle zeigen, dass die Krka und ihre Ufer zwar schon immer Menschen in ihren Bann zog, der Schutz und die Bewahrung der Natur aber eine relativ neue Idee ist. Im Jahr 1948 wurde der Flussverlauf zwischen dem Bilusic buk und dem Skradinski buk erstmals als “seltenes Naturgut” und “bedeutendes Landschaftsgebiet” eingestuft. Damit war der erste Schritt zur Gründung eines späteren Nationalparks getan.

Zunächst wurde die geschützte Fläche bis zu Krcic jenseits der Krka-Quelle und zur Sibenik-Brücke hinter Skardin erweitert, so dass in manchen Büchern die Gründung des Nationalparks auf das Jahr 1955 datiert wird. Und obwohl es schon damals energische Initiativen für den Erhalt dieser Landschaft gab, war der Status des Parks keineswegs gefestigt. Mit neuen industriellen Möglichkeiten veränderte sich auch der Blick auf den Fluss. Es wurde überlegt, Wasserkraftwerke an den Ufern der Stromschnellen oder oberhalb der Wasserfälle zu errichten. Kompromissbereit wurde zwischen dem wirtschaftlichen Nutzen und der Verantwortung gegenüber der Natur – sowie natürlich auch dem Prestige und Tourismus, den ein Nationalpark mit sich bringt… – abgewogen und das Gebiet schließlich begrenzt: Das Wasserkraftwerk Miljacka II steht weit oben in der Nähe der Quelle, unmittelbar hinter ihm beginnt das Schutzgebiet.

Nationalpark Krka 5

So lagen damals fünf Wasserfälle außerhalb des Parkgebiets und manche Besucher sahen auch die schönste aller Schluchten dort. 1985 wurde das Gebiet um die beiden imposantesten Seen und Wasserfälle, zwei drittel des Gesamtflussverlaufs sowie die umgebenden Hänge, Steilwände und Wälder zum Nationalpark erklärt. 1997 erhielt der Park dann mit 110 Quadratkilometern von der nordöstlichen Grenze an der Krka-Mündung der Butisnica bis zur Skradin-Brücke im Südwesten seine heutige Form, wobei gerade mal 9 Quadratkilometer davon mit Wasser bedeckt sind. Das Wasserkraftwerk befindet sich noch immer im Park und in Betrieb, muss aber den Naturschutzregeln konform operieren. Zu den Bedingungen für die Einrichtung eines Nationalparks gehört, dass ein größeres Gebiet außergewöhnliche Naturerscheinungen aufweist, diese ursprünglich und vom Menschen weitestgehend unbeeinflusst entstanden sind und fortbestehen und es müssen mehrere Naturphänomene auf diesem Raum erscheinen. Mit seinem charakteristischen Flussverlauf, dem Artenreichtum in Flora und Faune sowie der schroffen und doch eleganten Felsstruktur erfüllt der Krka-Nationalpark diese Kriterien spielend – daran werden auch tausende Besucher pro Jahr und ein Kraftwerk nichts ändern!

 

Sehenswertes

Nationalpark Krka Kroatien 2

Die Wasserfälle sind das Markenzeichen und die Hauptattraktion des Nationalparks Krka. Insgesamt reihen sich 17 Barrieren, dutzende kleinere und ein handvoll großer Wasserfälle aneinander, die zusammen auf der ganzen Länge des Parkareals 46 Höhenmeter überwinden. Auf seiner Reise durch das Plateau erstreckt sich die Krka mal auf eine Breite von über 100 Metern, fräst dann wieder fjordähnliche Schluchten in den porösen Stein. Während das Wasser außerhalb des Parks oft grau und trübe wirkt, fließt es hier – angereichert durch Minerale – in schillerndem grün über die Travertinbrücken. Einen besonders schönen Blick auf die Wassermassen hat man von der Brücke oberhalb und dem Holzsteg unterhalb der Hauptfälle aus. Hier steht man frontal vor dem rauschenden Nass und weiter unten hat man Gelegenheit, mit dem ganzen Körper in die Fluten einzutauchen – hier an den Badestellen hat sich der reißende Strom allerdings schon längst in einen ruhigen See verwandelt. Im Folgenden werden besonders sehenswerte und berühmte Wasserfälle, Sehenswürdigkeiten, Seen und Krka-Formationen beschrieben.

 

 

Butisnica-Mündung

Häufig liest man, dass der Natinalpark Krka dort seine Grenze hat, wo die Butisnica in die Krka mündet. Tatsächlich verhält es sich aber exakt anders herum: Die Mündung der Butisnica wurde künstlich 1,5 Kilometer Richtung Osten verlegt um den Ort Knin vor eventuellen Überschwemmungen zu schützen. Auf jeden Fall beginnt hier, Vier Kilometer von der Quelle der Krka entfernt, das Naturschutzgebiet und man sieht schon bei der Anreise die malerischen begrünten Hänge, die mal als Tal, mal als Schlucht den Fluss in seiner Bahn halten. Wenn man viel Zeit hat, kann man in der Nähe die Burg Knin besichtigen, aber die meisten sind von den ersten Impressionen des Parks so gefesselt, dass sie so schnell wie möglich noch mehr von der Natur sehen möchten!

 

Bilusic Buk

Der erste Wasserfall befindet sich 12 Kilometer von der Quelle entfernt. Hier fällt das Wasser über zwei Stufen fast 20 Meter in die Tiefe nachdem die obere Trasse künstlich gesenkt wurde, um Stauungen in der Nähe der Stadt Knin zu verhindern. Dies wiederum führte dazu, dass das Wasser eines Sees abfloss und an ihn nur noch eine leichte Verbreiterung des Flusses kurz vor dem Bilusic Buk erinnert.

 

Brljansko jezero

In dem 1300 x 400 Meter große See Brljansko findet das Wasser zu einer trügerischen Ruhe, bevor es den gleichnamigen, 15m hohen Wasserfall herabstürzt. An den Ufern wachsen Kiefern und Eichen und Linden die mit ihrem saftigen Grün einen gelungenen Kontrast zu dem Flaschenglasfarbigen Wasser darstellen. Wer Glück hat, kann in dem Gestrüpp auch Otter und Dachse entdecken!

 

Manojlovac

Die höchstgelegene Kaskardenformation beinhaltet zugleich auch einen der höchsten Wasserfälle. Bis zu 32 Meter in der Höhe messen die Stufen, die insgesamt fast 60 Meter überwinden. Hier fließen mehrere kleine Wasserarme und Abzweigungen zu einem großen Wasserfall zusammen und Beobachter sind immer wieder verzückt davon, wie auf wenigen Metern aus dem romantischen Geplätscher und sanften Gegurgel ein brausender Wasserfall wird. Unterhalb der Wasserfälle befindet sich eine 200 Meter tiefe Schlucht, die man von der Straßenkreuzung knapp oberhalb der Manojlovac-Fälle am spektakulärsten fotografieren kann.

 

Rosnjak

Nur einen Kilometer hinter Manojlovac liegt der Wasserfall Rosnjak, der sich von allen anderen des Parks unterscheidet: Hier wurden nicht die typischen Trassen, Bassins und Stufen geformt sondern das Wasser fällt nach einer scharschen Kante ungehindert in die Tiefe, fließt danach auf selber Ebene weiter. Auch wenn der Wasserfall nur 8,4 Meter hoch ist, wirkt er durch die ihn umgebenden steilen Gebirgswände sehr spektakulär.

 

Miljacka

Diese Stufenstruktur misst 23,8 Meter in der Höhe und liegt nur wenige hundert Meter hinter Rosnjak. Die Schlucht wandelt sich hier allmählich in ein Tal, die ehemals fast senkrechten Wände flachen ab und machen diese Kaskade leicht zugänglich. Aus diesem Grund wurde hier 1906 auch eins der ersten Wasserkraftwerke Europas erbaut. Die enorme Größe des Krafwerks lässt sich daran ermessen, dass in ihm permanent die Wassermenge gebraucht wird, die innerhalb eines halben Jahres durch die Krka fließt.

 

Kloster Krka

Das Manastir Krka, das eigentlich den Namen Sveti Arhandel trägt, wurde 1402 erstmals erwähnt. Damals schenkte Jelena Subic, die Schwester des Kaisers Dusan das nach einem Erzengel benannte Gebäude orthodoxen Mönchen. Seither überblickt es die Krka an dem Tal Arandelovac und betont zusätzlich die sowieso schon friedliche und besinnliche Atmosphäre dieses Ortes. Die zahlreichen und komplizierten Umbaumaßnahmen waren allerdings erst Ende des 18. Jahrhunderts abgeschlossen, so dass sich in den Gemäuern ein eigenwilliger Stilmix aus byzantinischen und mediterranen Elementen etablierte. Gegenüber des Klosters auf der Ostseite der Krka stehen die letzten Reste mittelalterlicher Burgen, drei Kilometer entfernt liegt das Örtchen Kristanje – sonst lenkt aber ringsum nichts von der meditativen Versenkung und der Schönheit der Natur ab.

 

Arandelovac

Zwei Kilometer hinter Miljacka, wenn die rauschende und sprudelnde Krka sich wieder beruhigt, befindet sich ein idyllisches grünes Tal. Besonderes Schmuckstück dieser Landschaft ist das Kloster Manastir Krka, das hier zwischen dem 14. Und 18. Jahrhundert erbaut wurde. Wegen des hohen Mergelanteils im Boden tritt an dieser Stelle besonders viel Süßwasser in den Grund ein und eine submediterrane Pflanzenwelt gedeiht unter der fast ewigen Sonne. Dass dies hier ein besonders friedlicher und lebenswerter Ort sei fanden auch schon die Familien Bogetic und Martinusic, die hier im 14. Jahrhundert ihre Burgen errichteten von denen heute leider nur noch Ruinen übrig sind.

 

Roska

Die Barrieren am Ende des sechs Kilometer langen Sees beruhigen den Lauf der Krka so sehr, dass sie hier fast wie ein stehendes Gewässer aussieht. Die gerade noch so offene Tallandschaft verengt sich hier mit schroffen, grauen Felsen, an deren 150m hohen Wänden sich allenfalls Adler wohl fühlen können. Weit oben schauen Wanderer neugierig und vorsichtig über die Klippen, von unten blicken Bootsausflügler an den senkrechten Steinformationen empor. Dann kommt plötzlich wieder Schwung in den Wasserlauf und Roski slap schließt sich mit seinen unzähligen kleinen Stufen, Inseln, Barrieren und Fällen an. Über 27 Höhenmeter weitet sich die Krka hier von einem schmalen Canyon auf einen 450m breiten See aus.

 

Roski slap

Am Roski slap fließt die Krka durch zwischen steilen Felswänden hindurch über spitze Steine und grobe Felsen. Wie in einem natürlichen Stause wird das hier hineinpreschende Wasser gefangen, umhergewirbelt, zurückgeworfen und erst nach vielen Eskapaden am anderen Ende des Verlaufs wieder in Ruhe entlassen. Zuvor bilden sich auf einer Länge von 600 Metern Stromschnellen und kleine Wasserfälle, die die Natur selbst ald kreatives, geschmackvolles Wesen erscheinen lassen. Überall glitzert und donnert das Wasser, es schäumt und zischt, strudelt und scheint förmlich zu tanzen. Am Ufer wächst dichtes Grün auf grauem Fels, im Wasser sieht man an den besonders flachen Stellen den rötlichen Mergel durchblitzen, der das Grundwasser hier in das Flussbett leitet. Insgesamt zählt man am Roski slap 12 Kaskarden, die – so behauptet es zumindest der Volksmund – keineswegs natürlich entstanden sind. Tatsächlich sollen die roten Felsen unter Wasser nämlich Ziegeldächer, die grauen Schwellen Mauern sein und der ganze Grund des Roski slap die legendäre, versunkene Stadt Roski selbst, die hier in legendärer Zeit wohl vielleicht auf trockenem Grund gestanden haben mag, auf jeden Fall aber an extrem ungeschickter Stelle gebaut worden wäre.

 

Medu gredama

Hinter dem Roski slap verengen sich die Ufer der Krka wieder zu einer Schlucht – der Medu gredama. Dieses Landschaftsbild erstreckt sich über ca. 500 Meter, wobei die Schlucht zwischen 50 und 100 Metern breit und die Felswände bis zu 15 Metern hoch sind. Die Struktur der geschichteten Felsschichten ist hier einmalig: eine Höhle mit drei Öffnungen, die Suplja per bietet einen unvergleichlichen Ausblick auf die Landschaft. Hierher und zum oberen Rend des Plateaus gelangt man am besten zu Fuß von Bristane aus, aber auch vom Boot aus ist der Anblick dieses Krka Abschnitts beeindruckend und sehenswert. Wer eine Rundfahrt auf dem an die Schlucht anschließenden Visovacko jezero bucht, wird gewöhnlich auch hierher gebracht.

 

Visovacko jezero

Der größte See des Nationalparks bemisst bis zu einem Kilometer in der Breite und wird von zwei Wasserfällen eingerahmt. Die Uferstruktur ist im oberen Teil durch sanfte, wenig steile Hänge geprägt. Hier haben sich mehrere Dorfgemeinschaften angesiedelt, die unter dem Namen Miljevci eine landwirtschaftliche Gemeinschaft bilden. Drei Kilometer hinter der Schlucht Medu gredama liegt die interessante Klosterinsel Vesovac, die zu den Hauptattraktionen des Nationalparks zählt. Am Ufer gegenüber wachsen uralte Stein- und Flaumeichen. Weitere 6 Kilometer flussabwärts schließt sich der spektakuläre Travertin-Wasserfall Skardinski buk an.

 

Visovac

Im nördlichen Teil des 12 Kilometer langen Sees Visovacko jezero liegt die einen Hektar große, zum Teil künstlich aufgeschüttete Insel Visovac mit dem Franziskanerkloster aus dem Jahr 1445 darauf. Ursprünglich lebten hier im 14. Jahrhundert Augustinermönche in einem kleinen, rustikalen Kloster. Doch als die Bedrohung durch das türkische Heer 1440 zu groß wurde, flohen sie. Nur fünf Jahre später übernahmen bosnische Franziskaner die Insel und erbauten ihr eigenes Kloster. Von hier aus hatten die Mönche einen wunderschönen Ausblick auf Weinberge und Ölbaumhaine, den sie allerdings kaum genießen konnten, waren sie doch dem Studium philosophischer Schriften verpflichtet. Diese Bücher – unter anderem die Fabeln Aesops in einer Version von 1487, altkroatische Schriften und handgeschriebene Manuskripte werden heute noch in der Bibliothek aufbewahrt und ausgestellt. Außerdem steht hier auch eine im 16. Jahrhundert ergänzte Kirche, die zur Zeit der türkischen Invasion den Flüchtlingen Schutz und Hoffnung bot. Heutzutage leben nur noch acht Mönche auf der Insel. Wie ihre Glaubensbrüder vergangener Jahrhunderte meditieren und studieren sie in der Abgeschiedenheit des Eilands – genießen aber auch den regelmäßigen Kontakt zur Außenwelt in Form von interessierten und taktvollen Besuchern. Zu der Insel gelangt man am besten mit einem der Ausflugsboote, die täglich um 10:30, 12:30 und 14:30 zu der vierstündigen Besichtigungsfahrt über den See aufbrechen. So haben wenigstens Besucher ausreichend Gelegenheit, die Landschaft jenseits der Insel auf sich wirken zu lassen! Wer allerdings nur eine Stippvisite in den alten Gemäuern machen möchte und auf die Rundfahrt gern verzichtet, kann am Ufer stehend mit Rufen und Winken die Aufmerksamkeit der Mönche auf sich ziehen. Wenn man bemerkt wird, wird man von einem der Brüder abgeholt und übergesetzt.

 

Cikola

Beim Skardinski buk tritt ein weiterer Nebenfluss in die Krka ein – die Cikola. Auch dieser Fluss ist hier auf die Breite und Ruhe eines Sees angestaut, so dass die letzten drei Kilometer seines ursprünglichen Flussbettes heute überschwemmt darliegen und man ihn kaum noch als Fluss erkennt. Vielmehr sieht es von oben betrachtet so aus, als stünde man hier vor einem einzigen, boomerangförmigen See. Folgt man der Cikola flussaufwärts kann man ebenso schöne und fast so beeindruckende Naturformationen finden, wie an der Krka. Im Ursprungsbereich findet sich sogar ein kreisrunder, 150m breiter See, der Torak, in dem in 30 Metern Tiefe das Wasser einer Karstquelle entspringt.

 

Skradinski Buk

Der wohl schönste Travertin-Wasserfall Europas liegt zwischen der kleinen Stadt Skradin und dem Ort Lozovac und wird mehrmals täglich von den Ausflugsbooten der Parkverwaltung angefahren. Aus gutem Grund: Die 800 m lange 17-Stufige Felsformation, über die das Wasser hier fließt ist nicht nur eine Augenweide sondern der Legende nach auch Heimat von Elfen, Kobolden und Wassergeistern. Diese formten und veränderten ihre Heimat in früheren Zeiten nach ihrem Gutdünken, heute schiebt man die wandelhafte Struktur des Skradinski Buk eher den Jahreszeiten und der Erosion zu. Bei der Schneeschmelze donnern hier bis zu 300 Kubikmeter Wasser pro Sekunde über den Karstgrund und die Felsen, und selbst im Sommer, wenn die hier in die Krka mündende Cikola trocken liegt, sind es durchschnittlich noch immer 50. Dieser imposante, gewaltige und doch romantische Wasserfall dient nicht nur als Kulisse für zahlreiche Urlaubsfotos und Postkartenmotive sondern erfreut auch Badegäste und Strandbesucher, die sich am Ufer dem Vergnügen hingeben, beim Schwimmen mal etwas anderes als endlose Horizonte oder kleine Inseln zu sehen.

 

Süßwassergrenze

Am Fuße des Skardinski Buk-Wasserfalls fließen die Wassermassen aus der Quelle der Krka und das von der Adriamündung herüber geschwemmte Meerwasser zusammen. Bei niedrigem Wasserspiegel geschieht dies unmittelbar unter dem Wasserfall, im Frühling, wenn das Schmelzwasser den Pegel anhebt, erst ein paar Kilometer weiter Flussabwärts. Dabei vermischen sich die Wasser nicht etwa, sondern das leichtere und weniger dichte Süßwasser bildet eine obere Schicht von zunächst 2-7 Metern, darunter spült das Meerwasser in entgegen gesetzter Richtung. Die Süßwasserschicht nimmt jedoch im weiteren Verlauf der Krka ab und im Mündungsbereich fließt fast nur noch Salzwasser in die Adria.

 

Skradin

In dem malerisch gelegenen Städtchen, das den meisten als Ausgangspunkt für Ihre Erkundung des Krka-Nationalparks dient, erinnert heute nicht mehr viel an die turbulente Geschichte: Schon die Illyrer wussten von einer kleinen Stadt an den großen Wasserfällen zu berichten, dem Städtchen Scardona. Sie erzählen von wohlhabenden Fischern und reichen Händlern. Diese Berichte mochten die Slawen auf ihrer Wanderung neidisch gemacht und angelockt haben, auf jeden Fall wurde der Ort bald zerstört. Erst die frühkroatischen Könige, die hier in der einmaligen Landschaft ihre Pfalz erbauten, ließen die Gegend wieder erblühen. 1522 wurde Skradin von den Türken erobert, bald darauf von den Venezianern hart umkämpft und strategisch ausgebaut und war bis 1830 sogar Bischofssitz. Heute stellt sich der Ort als Erholungs- und Ausflugsstadt dar. Wer ein bischen Zeit hat sollte sich ruhig in der Stadt umsehen – denn während rings um den Obstmarkt und die Marina ein recht lebhaftes Treiben herrscht – Touristen kaufen Bootstickets oder kehren von den Ausflügen zurück, Restaurantbesitzer versuchen durch laute Rufe Gäste für ihre Spezialitäten zu gewinnen, an der Strandpromenade flaniert man im Glanz der Yachten auf und ab – sind die hinteren Straßen des Ortes oft menschenleer. Verschachtelt und unübersichtlich winden sie sich im schatten grober Häuser mit den charakteristischen roten Dächern den üppig begrünten Hügel hinauf. Hier wohnen die 700 Einwohner und hier stehen die Ferienhäuser der wohlhabenden Sibeniker und eine Pfarrkirche aus dem 17. Jahrhundert gibt es auch zu sehen.

 

 

Weitere Sehenswürdigkeiten

 

Ethnografisches Museum

In einer ehemaligen Mühle am oberen Katarakt befindet sich heute das ethnografische Museum des Nationalparks. Hier erfährt man, wie die Bewohner der umliegenden Dörfer und Höfe in der Vergangenheit gelebt und gewirtschaftet haben. Ein Besuch lohnt sich nicht nur, weil im Parkeintritt auch gleich die Gebühr für die Museumskarte mitbezahlt wird: Hier findet man neben dem regulären Mahlbetrieb auch eine clevere “Öko-Waschmaschine”: Das Flusswasser schwappt in ein rundes Steinbecken, wird durch nachdrückende Wassermassen herumgewirbelt und wieder herausgepresst, die in Körben in das Becken gehängte Wäsche reinigt sich fast von selbst! Draußen stehen landwirtschaftliche Geräte an denen man sehen kann, das der Arbeitsalltag mit der Wäsche längst nicht sein Ende fand und auf schmalen Pfaden und Holzbohlenstiegen geht es bergauf zu einem der schönsten Aussichtspunkte des Parks. Wer sich fit genug fühlt, sollte diesen kleinen Spaziergang unternehmen und bloß nicht seine Kamera vergessen! Das Museum ist in der Saison täglich von 08:00 – 22:00 geöffnet.

 

Festungen

Im Mittelalter war die Region um den Fluss Krka von verfeindeten und sich bekriegenden Adelsfamilien geprägt. Während die Landbevölkerung ihre Ziegen hütete, die Weinberge bestellte und Öl produzierte bauten die Adelshäuser imposante und wehrfähige Burgen, deren Ruinen heute noch entlang des Flussverlaufs zu sehen sind. Flussabwärts sieht man noch außerhalb des Parks die Burg Knin, im Nationalpark folgen Tronsenj, Bogocin und Neceven, etwas weiter südliche Bogocin und Vilingrad. Von all diesen ehemaligen Prachtbauten sind nur noch die Grundmauern erhalten und sie alle teilen das selbe Schicksal: Im 14. Jahrhundert erbaut, eventuell von einer mächtigen kroatischen Familie erobert, im Jahr 1522 vom türkischen Heer vereinnahmt bis die Osmanen 1686 abziehen mussten. Einzig die weiter Richtung Adria befindlichen Festungen Kamicak, wo der berühmte Kardinal und Vormund eines Königs Juraj Utjesinovic im Jahr 1482 geboren wurde, ist älter: Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert. Und Kljucica, die Kampfburg aus dem Jahr 1330 in der Nähe von Skardin ist heute von all den Festungen noch am besten erhalten. Doch auch wenn die Zeit den Stein zerstört und den Gemächern ihre Dächer genommen hat sind die Burgen doch immer noch Indikator und Anlaufstelle für eins: Den besten Ausblick über das Krka-Tal. Sie stehen immer an den höchsten Stellen mit beeindruckendem Panorama-Blick und während hier früher nach feindseligen Truppen Ausschau gehalten werden musste kann man heute den Blick einfach nur genießen!

 

Flora

Bevor der Krka-Park zum Naturschutzgebiet erklärt wurde, lebte eine größtenteils Bäuerliche Gesellschaft in seiner Umgebung. Ziegen wollten geweidet und Häuser mussten gebaut werden, so dass der ehemals dicht Wald nach und nach weitgehend abgeholzt wurde und erst in den letzten Jahren am unteren Krka-Verlauf wieder aufgeforstet wird. So stellt sich die Flora des Parks zwar nicht mehr als die authentische dar, die sie wäre, wenn das Gebiet tatsächlich unberührt von Menschen wäre, aber dafür eine viel abwechslungsreichere, interessantere.

Denn das Verschwinden der Bäume machte Platz für zahlreiche kleinere Pflanzen, die sich im Schatten der Wipfel wohl kaum hätten ausbreiten können. So bietet sich heute ein dschungelhaftes Dickicht, das zu 60% der mediterranen Flora entspricht aber auch zu 20% Einflüsse aus der südeuropäischen Pflanzenwelt aufweist.

 

Nationalpark Krka Kroatien 3

Nationalpark Krka – Flora

Die weiteren 20% der Bäume, Sträuche und wuchernden Stauden sind weit verbreitet und nicht nur spezifisch in einer Region zu finden. Insgesamt wurden bereits 860 bekannte Pflanzenarten dokumentiert.

Dieser Artenreichtum ist primär durch die großen Wasserflächen der Seen möglich, die die Hitze des Sommers auch weit in die Wintermonate hinein speichern und so für ein mildes Klime sorgen, außerdem den Boden in der Dürrezeit ausreichend mit Süßwasser tränken. Gerade am Südende der Seen gedeiht eine gesunde Sumpfvegetation, die sich besonders schön in großzügigen Seerosenflächen und Schilfufern zeigt.

Besonders verbreitet
Bäume:

 

Sumpfpflanzen:

 

Fauna

Wer im Krka-Park nach kuscheligen, pelzigen Tierchen wie in einem Disney-Wald Ausschau hält, verpasst das Interessanteste: Säugetiere sind hier zwar nicht besonders verbreitet, dafür kann man aber 220 Vogelarten, mindestens 18 verschiedene Fische und unzählige Amphibien entdecken. In der Luft, auf dem Boden, zu Wasser und an den Pflanzen schwirren, fliegen, kriechen, hüpfen, klettern, schwimmen und leben überall die originellsten Exemplare und die abschließende Bestandsaufnahme der Biologen ist noch lange nicht in Aussicht. Bisher weiß man immerhin, dass eine der vier Lachsfamilien ausschließlich hier in der Krka lebt, insgesamt schätzt man die Süßwasserfischarten auf bis zu 12, womit die Krka im europäischen Vergleich einen der vorderen Plätze einnimmt. Vor allem im Frühling und Herbst sind die Steilwände und die Baumwipfel des Parks rege belebt. Zugvögel lassen sich hier auf ihrer Reise zwischen den Hemisphären nieder, auch seltene Adler kann man hier bei der Beutejagd oder dem Bau ihres Horsts beobachten.

Wenn die Sonne untergeht erfüllt ein helles zirpen die Luft – die Fledermäuse werden aktiv und machen sich auf die Jagd nach all de Insekten, die am nächsten Tag keine Besucher mehr stechen werden. Auch sonst hat man von der Tierwelt rings um die Krka nichts zu befürchten: Zwar kann es vorkommen, dass eine Schlange den Wanderweg kreuzt, doch sind diese für Menschen ungefährlich und auch Raubtiere wie Dachs und Schakal haben weit schmackhafteres auf dem Speiseplan stehen als humanoide. So ist die Fauna des Nationalparks Krka für Biologen ein Phänomen und beliebtes Forschungsgebiet, für die regulären Besucher aber ausschließlich eine Augenweide – sofern sie den Blick von den anderen Naturschönheiten überhaupt abwenden können!

Besonders verbreitet

Fische:

 

Amphibien:

 

Reptilien:

 

Schlangen:

 

Vögel:

 

Säugetiere:

 

Seltene Tiere:

 

Nationalpark Krka – Geo

Neben regulären Touristen halten sich meistens auch einige Geomorphologen im Nationalpark Krka auf. Diese können aber die Aussicht und die Schönheit der Natur nicht uneingeschränkt genießen, bereitet ihnen die Krka doch einiges Kopfzerbrechen. Noch immer ist nicht eindeutig geklärt, warum es gerade hier zu gerade diesen Prozessen kam, die sich nach ihrer mehrtausendjährigen Entstehung so zeigen, wie wir sie heute sehen und schätzen. Die bisher gesammelten Indizien skizzieren zwar ein interessantes Bild, aber vollständig wird man das Rästel um den Krka Park vielleicht nie lösen können.

 

Karst

Bekannt ist, dass in ganz Dalmatien der Karst vorherrscht. Durch diesen porösen Boden wird der Fluss in seinem
gesamten Verlauf nicht nur durch Regen- und Quellwasser sondern auch durch Flüssigkeit aus dem Erdinneren gespeist.

Nationalpark Krka Kroatien 4Diese Wasser treten zum Vrschein, wenn ihnen in dem sonst so durchlässigen Untergrund plötzlich eine Schicht Mergel “im Weg steht”.

Sie tragen Mineralien und Partikel in das Flussbett hinein, die sich wiederum an kleinen Pflanzen und Stauungen ablagern, wodurch im Verlauf der Jahrhunderte Bassinwände und Barrieren aus Tuffstein und Travertin entstehen.

Fließt das Wasser nun über diese Barrieren, erscheint es je nach ihrer Höhe als Stromschnelle oder als Wasserfall. Wächst die Barriere so stark an, dass im Fluss nicht genügend Wassermassen sind um den oberen Kamm zu überschwemmen, entsteht ein See. Dabei wirken die Erosionskräfte des Wassers und die Ablagerungen einander permanent entgegen, so dass insgesamt eine recht stabile Landschaft entstanden ist, die – vorausgesetzt dass alle Parkbesucher die Umweltschutzvorkehrungen beachten und sich das globale Klima nicht dramatisch ändert – auch in den kommenden Jahrhunderten noch so erhalten bleiben werden.

 

Erosion

Und dabei scheint es heute schwer vorstellbar, wie sich in einer Region, die für ihre Dürre im Sommer berühmt ist, bis zu 200m tiefe Seen und Schluchten bilden konnten. Heutzutage wird der Wassergehalt im Krka-Park zwar durch Schleusen reguliert und so das ganze Jahr über recht konstant gehalten, diese Technik entstand aber natürlich erst, nachdem die Landschaft voll ausgeformt war. Man geht davon aus, dass sich gegen Ende der letzten Eiszeit die Struktur herausbilden konnte, da die Hänge damals unbewachsen und somit anfälliger für Erosion waren. Als dann durch das gute sonnige Klima und das Mineralreiche Süßwasser bedingt erste Algen und Moose wuchsen, festigte dies auch den Boden und das Flussbett stabilisierte sich. An den Hängen sprossen ebenfalls immer mehr und vielfältigere Pflanzen, so dass sich die Krka auch nicht ohne weiteres verbreitern konnte. An einigen Stellen entstanden zwar doch über 100m breite, relativ flache Flussstrecken doch den Großteil des Verlaufs bilden klar umrissene Steinstrukturen, die der Krka nur nach oben hin Platz zur Ausdehnung bieten, was wiederum die beeindruckende Tiefe erklärt.

 

Mündung

Eine Besonderheit der Krka ist der hohe CaCO2 Gehalt des Wassers. Diesem ist es zu verdanken, dass der Fluss nicht in dem lockeren Tuffsteingrund versickert sondern bis ins Meer fließt. Übrigens ändert sich der Mineralgehalt des Flusses in seinem Verlauf auch anderweitig dramatisch: Während an der Quelle in der Nähe von Knin natürlich Süßwasser aus dem Boden tritt ist die Krka schon Kilometer vor der Adria-Mündung mit Salzwasser gefüllt. Grund dafür sind eben oben beschriebene Erosionen, die das Flussbett im See bei Sibenik weit unter Meeresbodenniveau haben sinken lassen während gleichzeitig der Meeresspiegel vor ca. 10000 Jahren dramatisch anstieg, so dass das salzige Meerwasser hineingespült wird und sich mit dem Flusswasser vermischt. In diesem Sinne könnte man von den 20km der Mündung der Krka eigentlich auch als schmale Bucht des Mittelmeeres sprechen. Andere wiederum betrachten die Krka weniger unter naturwissenschaftlichen Blickpunkten sondern schätzen einfach ihre Schönheit und nennen sie eine “Oase in der Sommerhitze Kroatiens” – das ist nun geologisch und biologisch falsch, aber auch wenn wir nicht genau wissen, wie sie entstanden ist, sind sich auch alle Geomorphologen und Hydrologen einig, dass wir es hier mit einer “paradiesischen Landschaft” zu tun haben!

 

 

Nationalpark Krka – Bilder

 

Krka Nationalpark Nationalpark Krka

Ausblick Krka Nationalpark Krka Nationalpark Ausblick

Krka Nationalpark Wasserfall Nationalpark Krka Wasserfall

Krka Nationalpark Brücke Nationalpark Krka Kroatien

 

 

 

 

Nationalpark Krka – Video

 

 

Anfahrt zum Nationalpark Krka

Den in Norddalmatien liegenden Krka-Nationalpark mit seinen Wasserfällen erreicht man von Sibenik über die Straße nach Drnis fahrend. Nach ca. 10 km muss man die Straße in Richtung Skradin nach Norden verlassen, um dann nach Lozovac oder noch ca. 8 km bis Skradin zu fahren. Wer zum Roski-Wasserfall möchte, muss weiter bis Drnis fahren. Dort zweigt dann die Straße zum Roski-Wasserfall ab.

Wer mit seinem Boot zum Nationalpark fahren möchte, kann dieses über den Fluss Krka nur bis Skradin, denn die Einfahrt in das Nationalparkgewässer ist nicht erlaubt.

 

 

Eingänge zum Nationalpark Krka

  • Eingang 1: Skradin – Direkt vor dem Ort Skradin befindet sich ein Parkplatz und die Abfahrtsstelle der Taxiboote. Die Taxiboote bringen in der Saison zwischen 10:00 und 18:00 Uhr die Besucher kostenlos zum Eingang unterhalb des Skradinski buk. Eintrittskarten können zuvor an der Hafenpromenade im Touristenbüro gekauft werden oder später am Eingang zum Nationalpark. Auf der Fahrt zum Eingang passiert man die Skradinbrücke. Alternativ führt nördlich des Canyons auch ein schöner Wanderweg zum Nationalparkeingang.
  • Eingang 2: Lozovac – Mit seinem Fahrzeug erreicht man einen Parkplatz oberhalb der Skradinski buk bei Lozovac. Ein Bus bringt die Besucher über eine schmale Stichstraße mit zahlreichen Kehren zum oberen Nationalparkeingang. Ab Endstation des Buszubringers führen mehrere Fußgängerrouten an den Wasserfallstufen vorbei.
  • Eingang 3: Roski Slap – Diesen am gleichnamigen Wasserfall gelegenen Eingang erreicht man mit dem Auto über Siritovci. Er empfiehlt sich jenen Besuchern, die den Nationalpark per Bootsfahrt oberhalb des Roski-Slap erkunden möchten, was bei einem Tagesbesuch ab der Skradinski buk zeitlich kaum machbar ist.

 

 

Krka National Park – Map

 

 

Bergwandern Kroatien

Bergwandern Kroatien

Das Reiseland Kroatien bietet Urlaubern weitaus mehr als traumhafte Badestrände und reizende Küstenorte, schließlich erhebt sich unweit der Küste eine faszinierende Bergwelt, die sich im Rahmen ausgedehnter Wanderungen wunderbar entdecken lässt. Beim Wandern durch das Hinterland Kroatiens erschließen sich dem Urlauber Naturparks mit artenreicher Flora und Fauna, sowie ein guter Einblick in das ländliche Leben. Routen wie der Höhenweg Anica Luka oder der Weg des Heiligen Simeon in Istrien zeugen von der Vielseitigkeit der Wandermöglichkeiten in Kroatien.

Bergwandern Kroatien

 

Absoluter Geheimtipp für Wanderer ist wegen der atemberaubenden Fernsicht der rund zehn Kilometer lange „Weg des Heiligen Simeon“. Er hat in der mittelalterlichen Stadt Gracisce, sieben Kilometer südöstlich von Pazin, seinen Ausgangs- und Endpunkt. Wandern in Istrien wird Ihnen sicher unvergesslich bleiben! Bevor Sie sich jedoch auf den gut markierten Weg machen, sollten Sie zunächst einmal den malerischen Ort selbst erkunden.
Gracisce steht vollständig unter Denkmalschutz. Besonders sehenswert: Die spätgotische Kirche der Muttergottes am Hauptplatz mit Säulenhalle aus dem 17. Jahrhundert. Hier haben die Frauen traditionsgemäß früher nach glücklichen Geburten Pilgernägel in die Steine der Kirche eingeschlagen, die noch heute sichtbar sind. Wandern in Istrien und Sie lernen altes Brauchtum und moderne fröhliche Menschen kennen, die sehr gastfreundlich sind.
Unser Tip: Fewo Istrien- Kroatien-Holiday

Besonders interessant und vielfältig sind die zahlreichen Höhlen, sicher einige Hundert. Wandern in Istrien, wenn Sie möchten, auch durch Kalksteingebirge die sehr sehenswert sind. Klimatisch überwiegt der mediterrane Einfluss, was wegen der Meeresnähe verständlich ist, aber im Höhengürtel können Schneewehen an schattigen Stellen bis zum Mai liegen bleiben. Sie erleben Natur pur in dieser abwechslungsreichen Gegend.

Die Pflanzenwelt Istriens ist sehr vielfältig und gründlich erforscht. Der untere Teil des Osthanges wird von Kastanienwäldern beherrscht und dank der großen Feuchtigkeit findet man dort auch eine üppige mediterrane Vegetation. Wandern in Istrien – durch Lorbeerhaine oder im mittleren Gürtel überwiegend durch Eichenwälder ist ein Erlebnis. In einer Höhe von 900 m erleben Sie anmutige Blumenwiesen mit Primeln, Narzissen, Affodill, Krainischen Lilien, Knabenkraut und sogar Enzian.

Anfänger können bereits in der Nähe von Zagreb, Ogulin, Rovinj, Pazin, Split und Omiš anfangen, auch auf den Inseln Mljet, Brač und Vis kann man ebenfalls in die Höhe steigen. Leidenschaftliche Wanderer können zwischen 400 organisierten Wanderrouten wählen, wovon einige zu den anspruchsvollsten Routen Europas zählen. Topdestinationen warten auf den Gebirgen Paklenica, Velebit, Učka, Dinar, Mosor und Biokovo, worunter der 350 m hohe Felsen namens “Anića kuk” die größte Attraktion ist.

Kultur Kroatien

Kultur Kroatien

Wenn man die Kultur Kroatiens beschreiben sollten, muss man feststellen, dass alle ihre Spuren hinterlassen haben – Römer, Türken und Habsburger. Besucher können das Erbe von der Antike bis zum Klassizismus, vom Barock bis zur Renaissance bewundern.

Kultur Kroatien-Wasserfall
Das Adriatische Meer ist die Wiege einer alten Zivilisation, deren materielle Zeugnisse langsam aus der Tiefe adriatischer Höhlen und aus den azurblauen Tiefen des Meeres ans Tageslicht kommen. Die Kultur Kroatiens lässt sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen (z. B. Funde in Höhlen auf der Insel Hvar, auf der Insel Palagruza usw.).

Die günstige geographische Lage Kroatiens brachte es mit sich, dass bereits die alten Griechen im 6. Jahrhundert v. Chr. Schiffsverkehr mit den Illyrern unterhielten und hier ihre Kolonien gründeten (z. B. Pharos – das heutige Starigrad auf der Insel Hvar, Issa – das heutige Vis auf der gleichnamigen Insel).

Später kamen die Römer, die nicht nur Paläste und Sommerhäuser bauten, sondern auch intensiv die Meere befuhren. Davon zeugen viele unterseeische Fundorte, die es verstreut auf dem Grund des Meeres – von Pula bis Cavtat – gibt. Wo auch immer man taucht, stößt man auf die Reste antiker, gesunkener Schiffe und ihrer Ladungen.

Mit der Ankunft der Slawen im Gebiet des heutigen Kroatiens begann eine neue Periode, die durch ständige Kämpfe um die Vorherrschaft und die Verteidigung gegen verschiedene Feinde gekennzeichnet war.

Im 18. Jahrhundert kam Napoleon, der nach kurzer Herrschaft von Österreich abgelöst wurde. Im Lauf der folgenden Jahrhunderte kämpfen Österreich und Italien um die Vorherrschaft an der Ostküste, was in der „Viska bitka“, der Schlacht um Vis, im Jahre 1866 kulminierte. Zeugnisse dieser berühmten Zeiträume finden sich auf dem Festland, aber auch unter Wasser und zwar in Form von Wracks und Überresten der Schiffsladung.

Es folgte die Herrschaft der österreichisch-ungarischen Monarchie. Häfen und Wellenbrecher werden gebaut und verstärkt, Handel und Schiffbau blühen.
Während der zwei Weltkriege war die Adria eines der wichtigeren Schlachtfelder, wovon eine große Zahl von Wracks zeugt, von denen noch heute Überreste zu sehen sind.

 

 

Kroatien – Mittelalterliche Kultur

Anfang des 7. Jahrhunderts siedelten sich die Kroaten im Gebiet ihrer heutigen Republik Kroatien an. Im frühen Mittelalter, nach zahlreichen Abwehrkriegen, lag der kroatische Staat zwischen verschiedenen Zivilisationen.

Kultur Kroatien ZirjeIm 9. Jahrhundert wurde das kroatische Territorium von der Grenze zwischen dem fränkischen Reich und Byzanz durchschnitten, im 11. Jahrhundert von der Grenze zwischen der katholischen und orthodoxen Kirche und vom 15. bis zum 19. Jahrhundert trafen dort das westliche Christentum und der osmanischen Islam aufeinander.

Vom 9. bis zum 12. Jahrhundert war Kroatien ein unabhängiges Fürstentum und später ein Königreich, was durch zahlreiche Denkmäler belegt wird. Die anhaltenden Kämpfe mit Venedig, Byzanz und den Türken drängten das kroatische Volk näher an die ungarischen und österreichischen Dynastien heran, was zu neuen, kleineren und größeren Kämpfen um die territoriale Souveränität und Unabhängigkeit führte. Seine volle staatliche Unabhängigkeit erlangte Kroatien im Jahre 1990.

Die zahlreichen mächtigen Reiche und Staaten, die auf diesem Gebiet herrschten, hinterließen Ihre Spuren, was einige charakteristische und kulturelle Denkmäler belegen. Die Küstenstädte entstanden größtenteils in der Antike und im Mittelalter. Die Stadt Pula besitzt heute noch ihr sehr gut erhaltenes römisches Amphitheater, den Bogen der Sergianer und den Augustustempel. In Split, befindet sich der Palast des römischen Herrschers Diokletian aus dem 4. Jahrhundert, der später in eine mittelalterliche Stadt umgebaut wurde und heute unter dem Schutz der UNESCO steht. Dies sind die größten Denkmäler antiker Kultur an der kroatischen Küste.

Die Euphrasius-Basilika in Poreč ist das schönste erhaltene Bauwerk frühbyzantinischer Kunst am Mittelmeer und entstand im 6. Jahrhundert. Die Mosaike der Euphrasius-Basilika stehen in ihrer Schönheit und Baukunst denen in der Kirche San Vitale in Ravenna in nichts nach und zählen zu den wichtigsten Beispielen der Mosaikkunst in Europa.
Der Komplex dieser dreischiffigen Basilika ist auch global gesehen ein wichtiges Kulturdenkmal, welches im Jahre 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

Die Romanik prägt die Erscheinung der Städte Krk, Rab und Trogir. Trogir ist die am besten erhaltene romanisch-gotische Stadt in Zentraleuropa. In der mittelalterlichen, von Mauern umgebenen Innenstadt gibt es ein gut erhaltenes Schloss und Burgen aus der romanischen-gotischen Renaissance- und Barockperiode zu besichtigen.
Das wichtigste Bauwerk ist die Kathedrale von Trogir mit ihrem Portal aus dem Jahre 1240. Sie ist das Werk des Meisters Radovan und zählt zu den wichtigsten Beispielen romanisch-gotischer Kunst in Kroatien.

Kultur - Palaca Jadran JJadrolinija Rijeka

 

Die Renaissance prägte den Charakter von Osor, Pag, Šibenik, Hvar, Korčula und Dubrovnik. Dubrovnik wurde schon im 13. Jahrhundert nach Plänen angelegt und ist bekannt für seine hervorragend erhaltenen Renaissancemauern, Burgen, öffentlichen Gebäude, Kirchen, Paläste und adligen Sommerhäuser.

All diese Bauwerke sind während der Zeit Dubrovniks als unabhängige Republik entstanden. Die Stadt musste hohe Steuern an das türkische Reich zahlen, um seine Unabhängigkeit zu bewahren, ungestört mit Hilfe von Handel und Seefahrt wachsen und seinen verdienten Wohlstand zur Verschönerung der Stadt nutzen zu können. Heute steht die ganze Stadt unter dem Schutz der UNESCO.

Von den anderen Kulturdenkmälern sollte man auf jeden Fall die große Anzahl altkroatischer Kirchen erwähnen, die ihr ursprüngliches Aussehen bewahrt haben und aus der Zeit der Volksherrscher stammen. Besonders wertvoll sind die erhaltenen Steinreliefs mit den gesponnenen Ornamenten. Außerordentlich gut erhalten ist auch die hölzerne Tür des Meisters Buvina an der Kathedrale von Split, welche mit Bildern aus dem Leben Jesu verziert ist und zu Beginn des 13. Jahrhunderts entstand.

Die moderne Kunst ist eng verbunden mit dem historischen Kultur- und Bauerbe, da sich Schlösser, Atrien und Plätze der antiken Städte im Sommer in Bühnen der schon traditionellen Festivals und internationalen Aufführungen verwandeln: Das Sommerfestival in Dubrovnik, die Filmfestspiele in Pula, der Sommer in Split, die Musikabende in Zadar und Osor, die Tage des kroatischen Theaters…

Manchmal kann man zu klassischer und Techno-Musik auch traditionelle Instrumente hören. Oder es erklingt zu geschulten Stimmen auch der Gesang einheimischen Männer aus den Männerchören (klape), die es auch in kleinsten Küstenorten gibt.

Naturpark Telascica

Naturpark Telascica

Die Bucht Telašćica befindet sich im zentralen Teil der östlichen Adriaküste, im südöstlichen Teil der Insel Dugi Otok. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Schönheit, Reichtum und der Bedeutung wurde diese Bucht, umgeben von 13 Inseln und Inselchen, und sechs Inseln in der Bucht im Jahr 1988 zum Naturpark ernannt. Dank ihrer äußerst wertvollen Fauna, geologischen und geomorphologischen Erscheinungen, wertvollen Gemeinden des Meeresbodens und interessanten archäologischem Erbe, hat es den Status von geschütztem Gebieten sogar noch im Jahr 1980 bekommen.


Naturpark Telascica

 

Das Gebiet des Naturparks Telašćica ist reich an Kontrasten, mit stillen und ruhigen, gelegenen Stränden auf einer Seite und mit wilden steilen Klippen auf der anderen Seite. Es ist das Gebiet der Aleppo-Kiefern und Eichen auf der einen Seite und der entblößten felsigen Landschaft auf der anderen Seite, mit Weinbergen und Olivenhainen aber auch das Gebiet der degradierten Form von Flora die ausgetrocknete Habitate überdeckt. Drei grundlegende Phänomene sind die Merkmale dieses Gebiets: die einzigartige Bucht Telašćica als der sicherste, schönste und größte natürlicher Hafen in der der Adria mit 25 kleinen Buchten und 69 km gegliederte Küste , die Felsen von Dugi otok oder die so genannte „Stene“ die sich bis auf 161 Meter über dem Meer erheben und 90 m in die Tiefe fallen, und schließlich der Salzsee „Mir“ mit heilenden Eigenschaften. Eine der schönsten Inseln ist Katina und die außergewöhnlichste ist sicherlich Taljurić. Die Gesamtfläche des Naturparks ist 70,50 km2 und 25,95 km2 auf Dugi otok und den benachbarten Inseln und 44,55 km2 auf See. In der Umgebung findet man bearbeitete Wiesen und auf den Hügeln eine reiche Mediterrane Vegetation mit etwa 500 Pflanzenarten und ebenso reicher Fauna. Die Unterwasserwelt hat mehr als 300 Pflanzen und 300 Tierarten.

Telascica an den Klippen tauchen gehenDie Eigenschaften des Klimas dieser Region sind mehr als 2500 Sonnenstunden im Jahr, die durchschnittliche mittlere Temperatur im Januar ist höher als 7 ° C und im Jahresdurchschnitt höher als 16 ° C. Im Winter hat das Meer etwa 13 ° C und im Sommer etwa 23 ° C. Die Tatsache das Telašćica seit alten Zeiten eine besiedelte Region war bezeugen die Reste der römischen Bauten in Mala Proversa, sowie eine Reihe von vorromanischen Kirchen, vor allem die Kirche des Hl.Johannes in Stivanja polje.

Die Tatsache dass gerade in diesem gebiet die Anfänge des Fischfangs in Kroatien liegen, bezeugt die erste geschriebene Erwähnung von Fischfang aus dem 10.Jahrhundert. Im Naturpark ist es möglich auf vielen attraktiven Plätzen in der Nähe der Klippen tauchen zu gehen und an interessanten Plätzen spazieren zu gehen, wobei man den schönen Blick vom Aussichtspunkt Grpašćak nicht verpassen sollten. Dieses und noch vieles mehr, zog und zieht die Besucher in die Bucht Telašćica immer wieder an, die als ein Naturpark der Republik Kroatiens zu einer hohen Kategorie der geschützten Gebiete gehört.

In der Nähe vom Naturpark Telašćica befinden sich drei kroatische Nationalparks: Nationalpark Kornati, Nationalpark Paklenica und Krka-Nationalpark und dazu noch zwei Naturparks; Naturpark Vrana und Velebit.

Der Naturpark Telašćica ist ein kroatischer Naturpark, der sich an der Südspitze der Insel Dugi Otok (kroatisch für „lange Insel“) befindet. Der Naturpark ist praktisch eine Erweiterung des bereits vorhandenen Nationalparks Kornati und unter anderem berühmt für seine hohen Klippen und den Salzsee Mir („Frieden“). Er ist vom Hafen Zadar aus bequem zu erreichen. Einst wurde der Hafen von Telašćica auch Porto Tajer genannt.
Der Verwaltungssitz des Naturparks befindet sich in Sali auf der Insel Dugi otok. Der Naturpark grenzt im Süden unmittelbar an den Nationalpark Kornaten.

 

 

Naturpark Telascica Kroatien

 

 

Naturpark Telascica Bilder

Naturpark Telascica Telascica an den Klippen tauchen gehen

 

 

 

Naturpark Telascica Informationen

 

Die Bucht

 

Die Telašćica Bucht, nach der der gesamte Naturpark den Namen bekommen hat, befindet sich auf dem südöstlichen Teil der Insel Dugi otok. Sie ist etwa 8 km ins Land eingezogen und auf ihrer Südseite auf ihrem breitesten Teil ist sie etwa 1,6 km breit. Naturpark Telascica BuchtDieser Teil der Bucht, der nach süd-östlicher Richtung schaut, ist offen zu den benachbarten Inseln Kornati. Die Bucht selbst ist sehr gegliedert mit 25 Buchten, Kaps und 5 Inseln. Dank seiner Lage ist es vor den Böen des Nord-Ost-Windes vom Festland und vom Süd-Wind vom offenen Meer geschützt.

Aufgrund dieser Eigenschaften, ist Telašćica eine der größten und am besten geschützten natürlichen Häfen an der Ostküste der Adria. Der Name „Telašćica“ kommt wahrscheinlich aus dem lateinischen Namen „tre lagus“ was soviel wie „drei Seen“ bedeutet. Es besteht aus drei Teilen, die voneinander durch Verengungen getrennt sind. Diese drei Teile sind Tripuljak, Farfarikulac und Telaščica.

Diese drei Buchten sind tatsächlich morphogene Karst Dolinen, die unter dem Meer vor rund 10 000 Jahren nach dem letzten Enteisen genannt Wurm-Eiszeit, gelangten. Der Boden der Bucht ist meist mit Gemeinden von blühendem Seegras und Lebensräumen reich an Tierarten bedeckt die sehr wichtig und für die Reproduktion vieler Fischarten sind.

 

 

Der See

 

Der See „Mir“ befindet sich im südwestlichen Teil des Naturparks Telašćica. Der See befindet sich in einem engen Bereich des Landes zwischen der Bucht Telašćica und offenem Meer. Nach der letzten Eiszeit stieg der Meeresspiegel bis zu etwa 120 Metern, wobei sich karstige Depression mit Meer ausgefüllt hatten die in sie durch zahlreiche unterirdische Spalten eindrangen, die besonders zahlreich an der Nordseite sind.

Naturpark Telascica See

Die Meeresquellen sind während der Flut leicht zu erkennen. Die Länge des Sees beträgt etwa 900 m und er ist 300 m breit. Die maximale Tiefe beträgt 6 m. Der See ist salzig, weil es durch unterirdische Kanäle mit dem Meer verbunden ist. Der Salzgehalt ist in der Regel höher als im umliegenden Meer wegen der ausgeprägten Verdunstung und Geschlossenheit des Sees. In dem See „Mir“ wurden sehr kleine Änderungen des Meeresspiegels bemerkt da die Spalten die den See mit dem Meer verbinden, von sehr niedriger Durchlässigkeit sind. Während der Stürme kommt es auf dem südöstlichen Teil des Sees zu Überschütterung des Meeres in den See. Die Küste des Sees ist meist flach und steinig mit zahlreichen Depressionen, während nur im äußersten nordwestlichen Teil wenige Anhäufungen von Sand bemerkbar sind. Der Seeboden ist in den flachen Bereichen felsig und in tieferem Bereich ist es mit Ton und auf einen südöstlichen Teil mit feinen grauen Silt (Heil-Schlamm) bedeckt.

Temperatur-Amplituden des See sind sehr ausgeprägt (im Sommer bis 33 º C und im Winter bis 5 ° C) und dadurch ist der See wärmer als das umliegende Meer und im Winter kälter wegen der Flachheit des Sees. Der Salzgehalt des Sees ist über den Durchschnitt wegen der Verdunstung. Diese extremen Bedingungen sind die Ursache der biologischen Armut im See. Abgesehen von den Planktonen, gibt es nur wenige Arten von Meerestieren in dem See. Dazu gehören: Algen, Meergrundel, Meeräschen, Seebarsch, verschiedene Arten von Muscheln, Schnecken, Krebse und eine besondere Art von Aal (von den Einheimischen „kajman“ oder „bižat“ genannt) der bis zu 3 kg wachsen kann.

 

 

Strmac

 

 "Stene" von Dugi otokAuf der offenen Meer-Seite der Bucht Telašćica, steigen vertikale Felsen die den bedeutendsten Felsen in der Adria, die berühmten „Stene“ von Dugi otok formen. Die Klippen strecken sich vom Kap Mrzlovica im Nord-Westen bis zu den Hängen des Veli vrh im Südosten wo sie eine Höhe von 161 m auf Grpašćak ereichen. Dieses Gebiet hat eine reiche und interessante Flora und Fauna wobei man auch Delphine neben den Klippen sehen kann. Auf den Klippen unter dem Meeresspiegel leben verschiedene Korallen, einschließlich der bereits reduzierten roten Korallen. Die Felsen über dem Meer sind auch interessant, da auf den steilen Felsen die Ragusa-Flockenblume wächst und sie der nördlichste Lebensraum der Wolfsmilch (Euphorbia dendroides) Pflanze sind. Die Klippen sind auch der Nistplatz von dem Wanderfalke (Falco peregrinus) wobei man auch den Eleonora’s Falcon (Falco eleonorae) sehen kann. Da es im Naturpark einer großen Zahl von Einzelwesen von dieser Art gibt, wurde Telašćica auf die Liste der Wichtigen Vogel Gebieten aufgenommen (IBA). Zwei endemische Arten der Landschnecke leben auch auf den Klippen: Delima edmibrani i Agathylla lamellose. Die Delima edmibrani wurde bisher nur innerhalb der Grenze des Naturparks gefunden, so kann davon ausgegangen werden das sie eine endemischen Tierart des Parks ist, d.h. eine stenoendemische Art des Parks. Die Ragusa-Flockenblume ist eine seltene endemische Arte. Man findet sie nur in Kroatien an einigen Standorten mit einer seltenen Population: in der Nähe von Cavtat und auf den zentralen und südlichen Inseln von Dalmatien. Zwei Unterarten dieser Art finden sich im Naturpark Telašćica: Centaurea Ragusina ssp. Ragusina wächst auf den Klippen und in der Bucht Čuška dumboka und Centaurea Ragusina ssp. Lungensis wächst nur auf den Steilhängen der Klippen. Entlang der Felsen in der Meerestiefe, findet man die Gorgonien Korallen Eunicella cavolinii und Paramuricea clavata, und Schwämme wie die Axinella cannabina Art. Der Meeresboden von den Klippen in einer Tiefe von ca. 20 m, wird von einer Ansammlung von Algen wie die Halimeda tuna, Acetabularia acetabulum, Padina pavonica und vielen anderen dominiert.

In größeren Tiefen finden sich Kolonien der roten Korallen Corallium rubrum, eine Art die vom Aussterben bedroht ist. Auf dem Gebiet der Klippen leben mehrere Arten von Seeigel, eine große Anzahl von verschiedenen Arten von Fisch und Krabben.

In den Unterwassernischen der Klippen, in halb dunklen Höhlen, leben verschiedene Schwämme, Nesseltiere, Korallen….

 

 

Interessantes – Naturpark Telascica

 

Der Großer Tümmler – der ständige Gast des Naturparks „Telašćica

 

Der Naturpark Telašćica bietet seinen Besuchern, neben vielen anderen Aktivitäten, auch die Möglichkeit des Aufenthalts in unberührter Natur. Auf diese Weise entstehen das Bewusstsein über die Bewertung der Umgebung und der Wunsch nach dem Schutz von natürlichen Schönheiten in diesem Gebiet.

Delphine im Naturpark Telascica

Die Besucher haben auch manchmal die einzigartige Gelegenheit die Gesellschaft von Delphinen innerhalb des Parks zu genießen. Dieses unwiederholbare Erlebnis wird von meisten Besuchern mit Kameras und Fotoapparaten festgehalten, um die Erinnerung an einen schönen und besonderen Tag zu bewahren.

Der Großer Tümmler (Tursiops truncatus) ist ein ständiger Gast des äußeren wie auch des inneren Bereichs des Parks. Sie sind die letzten Säugetiere in der Adria. Andere Arten von Delphinen und Walen halten sich in diesem Gebiet nur zeitweise auf. Es wird geschätzt dass es 220 Einzelwesen des großen Tümmlers in der Adria gibt.

Die Delphine sind eine geschützte Tierart in Kroatien seit 1995, aber das ist nicht genug. Ohne das Bewusstsein und das Kennen von Verhaltensregeln kann keine geschriebene Schutzregelung genug effizient sein: Delphine dürfen nicht verfolgt werden und Boote darf man nicht zu ihnen richten. Man sollte sich ihnen sehr langsam nähern und sich parallel mit ihrer Bewegungsrichtung halten und überraschende Änderungen von Richtung und Lärmstärke vermeiden. Das Beste wäre Ihren Motor auszumachen. Neben den Delphinen sollte sich nur ein Boot im Kreis von 100 m befinden und im Kreis von 200 m nicht mehr als drei. Beim verlasen des Gebiets von Delphinen, sollten Sie nur stufenweise beschleunigen und das erst wenn die Delphine etwa 100 m entfernt sind.

 

Endemische Arten

 

Endemische Arten sind Organismen, die im bestimmten geografischen Gebiet und nirgendwo sonst auf der Welt leben. Es gibt eine breite Palette von endemischen Arten auf Land und im Meer im Naturpark Telašćica. Es gibt 4 endemischen Pflanzen wie zum Beispiel: aurinia sinuata (Steinkräuter), Centaurea Ragusina ssp. lungensis (Ragusina-Flockenblume), Corydalis acaulis und Tanacetum cinerariifolium (Dalmatinische Insektenblume). Diese Pflanzen sind ebenfalls streng geschützt. Es gibt 59 Arten von Pflanzen im Park die gesetzlich geschützt sind (Tabelle).

Die vielleicht außergewöhnlichste endemische Pflanze in diesem Bereich ist Centaurea Ragusina ssp. lungensis (Steinkräuter), die nur auf den Felsen von Dugi otok, wo sie zusammen mit einer Untergruppe von Centaurea Ragusina ssp. Ragusina, zu sehen ist.

Zwei Arten von endemischen Landschnecken aus der Familie der Schnecken mit Schale können auf den Felsen gefunden werden und diese sind: Delima edmibrani und Agathylla lamellosa. Delima edmibrani kann man nur innerhalb der Grenzen des Parks finden, so kann sie als eine stenoendemische Art des Naturparks gesehen werden.

Zwei endemische Arten aus der Familie der Laufkäfer (Carabidae) wurden registriert: die Art Molops dalmatinus, die bisher nur an einigen wenigen Orten in Kroatien gefunden wurde und die Art Laemostenos dalmatinus.

Im Meer findet man eine Vielzahl von Mittelmeer endemische Arten wie die Blütenpflanze Posidonia oceanica, die Edle Steckmuschel Pinna nobilis, die Rasenkoralle Cladocora caespitosa, die Weichkorallen – gorgonian Paramuricea clavata und viele andere Arten.

 

Geschützte Arten

 

bedrohte OrganismenIn Kroatien gibt es gesetzliche Regelungen durch die bestimmte Arten von Organismen geschützt sind („Verordnung über die Verkündung der wildlebenden Arten der geschützten und streng geschützten (NN 7 / 06)). Von allen lebenden Organismen im Park, sind 63 Pflanzenarten und 135 Tierarten geschützt.

 

Bedrohte Arten

 

Die Zahl der bedrohten Arten wächst von Tag zu Tag. Ökosysteme verlieren Stabilität durch den Klimawandel, Verschmutzung, invasive Arten und menschliche Tätigkeit. Um den Grad der Gefährdung eines bestimmten Organismus feststellen zu können und zur Kategorisierung der Arten je nach ihrer Bedrohung, wird eine Liste, die so genannten Rote Liste, erarbeitet. Diese Liste zeigt welche Arten oder Unterarten von Organismen vom Aussterben bedroht sind und in welchem Umfang und wie schnell sie bedroht werden.

Kategorien der Bedrohung, nach den Kriterien des Weltverbands für den Naturschutz (IUCN,) sind:

  • ausgestorben (EX)
  • regional ausgestorben(RE)
  • kritisch gefährdet (CR) (sehr hohes Risiko für das Aussterben)
  • gefährdet(EN) (sehr hohes Risiko das Aussterben)
  • verletzbar (VU) (hohes Risiko für das Aussterben)
  • bedroht(NT) (keine Gefahr von Aussterbung aber bald)
  • nicht genügend Daten über die Art (Daten mangelhaft, DD) (nicht genug Informationen zur Angabe einer effizienten Schätzung der Bedrohung)

Die grundlegende Regelung sieht vor, dass alle Arten während des Prozesses der Bewertung der Bedrohungslage in der entsprechenden Kategorie zu zuordnen sind. Positionierung einer Art in eine höhere Kategorie bedeutet ein erhöhtes Risiko der Aussterbung. Hier finden Sie eine Liste der verschiedenen Gruppen von pflanzlichen und tierischen Organismen, die auf der roten Liste von Kroatien stehen, und die Arten von Organismen die in Kroatien gesetzlich geschützt sind.

 

Asbestopluma hypogea

 

Auf dem Boden der Halhöhle auf der Insel Garmenjak Veli, auf der Außenseite der offenen See-Seite der Insel Dugi otok in einem engen „Brunnen“, auf einer Tiefe von24 m wurde im Jahr 2000 der „Fleisch fressende“ Schwamm“(Asbestopluma hypogea) gefunden (Bakran-Petricioli und Petricioli). Das ist der zweite Fund dieser Art auf der Welt. Deshalb ist der Wert solch eines Fundes innerhalb des Parks besonders zu betonen wie auch die Bedürfnis von Schutz und Erhaltung ihres Habitats.

Schwämme sind eigentlich wie Filter und durch das filtrieren von Meerwasser nehmen sie Nahrungsmittel (kleine Plankton-Organismen – Bakterien, Kieselalgen, Dinoflagellaten) und Sauerstoff ein.

Der Körper dieses kleinen Schwammes (Gesamtlänge bis zu 2 cm)das lange Fäden hat, befindet sich auf einem dünnen Stiel und ist mit mikroskopischen Hakenähnlichen Nadeln bedeckt, die zum Teil außerhalb des Körpers hervortreten. Das Hauptnahrungsmittel von diesen Schwammen sind kleine Krebse die sich zwischen den Fäden verwickeln. Da die Oberflache des Körpers und der Fäden wegen der Haken-Nadeln sehr klebrig ist, je mehr sich die Krebse währen desto mehr verwickeln sie sich.

Danach folgt der Überraschungsteil: die Fäden werden kurzer, die Zellen der Schwamme migrieren und überdecken die Beute und verdauen sie langsam (innerhalb von 10 Tagen). Der Schwamm nimmt wieder seine Form an und der unverdaute Teil des Krebses wird abgeworfen. So eine Mahlzeit reicht dem Schwamm für einige Monate. Diese Weise von Ernährung ist sicherlich eine Anpassung an das Leben im tiefen Meer, wo die Nahrung sehr selten und kaum verfügbar für sitzende Organismen wie Schwämme ist.

 

 

Flora und Fauna

 

Heilpflanzen

 

Seit alten Zeiten haben Menschen in diesem Gebiet Pflanzen mit medizinischen Eigenschaften gesammelt und verwendet. Durch die Entdeckung neuer pharmazeutischer Eigenschaften von Pflanzen wird die traditionelle Medizin zunehmend anerkannt und als Ergänzung zur modernen Medizin benutzt. Die Vegetation des Naturparks Telašćica ist reich an wilden Kräutern. Hier sind einige der häufigsten medizinischen Pflanzenarten, die sich innerhalb des Parks befinden.

 

Flora

 

Im Bereich des Naturparks Telašćica wurde im Jahr 2008. eine Inventarisation der vaskulären Flora durchgeführt. Die Flora des Naturparks Telašćica besteht aus 531 Arten von Pflanzen. Von den endemischen, die nur 0,9% der gesamten Art ausmachen, ist die Unterart der Centaurea Ragusina ssp. lungensis die hervorstehende Art, die in der Bucht Čuška dumboka und auf den Steilhängen der Klippen wächst. Im Bereich des Parks gibt es 32 Arten die ins Rote Buch der vaskularen Flora eingetragen sind.

Die interessanteste Pflanzenart im Park ist eine kroatische endemische Art der Flockenblume (Centaurea Ragusina) die hier mit den Unterarten vorkommt:

  • Centaurea ragusina ssp. ragusina L. – Blätter haben keine integralen Kanten
  • Centaurea ragusina ssp. lungensis – Blätter haben integrale Kante

Die Unterart Centaurea Ragusina ssp. lungensis erstreckt sich im Park an den Klippen von oben bis unten und erscheint in zwei Formen:

  • Centaurea Ragusina ssp. lungensis Padelini (Ginsb.)
  • Centaurea Ragusina ssp. lungensis Baumgartner (Ginsb.)

Neben den üblichen Küsten-Arten wie Steineichen, Mastixstrauch (smrdela) und Olivenbäumen, zu erwähnen sind auch einige der weniger häufigen Arten der Selbst-Gewachsener Flora wie Wolfsmilch (Euphorbia dendriodes), kositrenica (Ephedra foeminateucrium fruticans) und andere. Dies ist die nördlichste Grenze des Wachstums der Wolfsmilch. Von den Adriatischen endemischen Pflanzen sind folgende zu sehen: Pyramiden-Glockenblume (Campanula pyramidalis), Flockenblume (Centaurea ragusin), šupaljka (Corydalis acaulis), Gitter-Strandflieder (Limonium cancellatu), Dalmatinischer Lotwurz (Onosma visianii), Salbei (Salvia bertolinii), žednjak (Sedum rohlenae), lastavina (Vincetaxicum croaticum) usw. Eine interessante Besonderheit sind 8 Arten von wilden Orchideen (Cephalantera longifolia, Ophrys bertolonii, O. incubacea, O. lutea, O. Scolopax ssp. cornuta, Orchis quadripunctata, O. tridentate und Serapias parviflora)

 

Meeresflora

 

Naturpark Telascica MeeresblütenpflanzenDie Meeresflora besteht aus Algen und Meeresblütenpflanzen. Sie sind ein sehr wichtiges Teil im Ökosystem des Meeres. Sie sind verantwortlich für die Produktion von Sauerstoff und sie dienen als Schutz und Nahrung für viele Tiere. Je nach den Bedingungen im Meer (Tiefe, Temperatur, Salzgehalt, Menge von Licht ….) entwickeln sich verschiedene Arten von Algen und Meeresblütenpflanzen. Durch die Forschungen über die biologische Vielfalt des Meeresbodens des Naturparks Telašćica wurden 318 Arten von Algen, von insgesamt 658 Arten die in der Ost-Adria gefunden wurden, und 3 Arten von Meeresblütenpflanzen aufgezeichnet. Die meist vertretene sind die roten Algen mit 199 Arten, gefolgt von den braunen Algen mit 72 Arten und die grünen Algen mit 47 Arten. Die Struktur der Flora Ansammlungen, hängt von der Art der Oberfläche ab auf der sie sich weiter entwickeln. Auf felsigem Meeresboden in kleinen Tiefen, findet man eine ganze Reihe von Algen, während auf sandigen und schlammigen Meeresboden überwiegend Meeresblütenpflanzen zu finden sind. Von vielen Arten der Algen sind die verschiedenen Arten der Alge Cystoseira und der roten Alge die sich herausragen, was ein Merkmal der Inseln auf dem offenen Meer in der Mitteladria und des offenes Mittelmeers ist. Die interessanteste Alge in diesem Bereich ist die kalkhaltige Alge Goniolithon byssoides, die im östlichen Mittelmeer verbreitet ist.

In der Adria kann man sie auf der Nord-West-Grenze des Bereichs finden aber sehr selten. Der reichste Lebensraum dieser Alge ist an den süd-östlichen Klippen der Insel Dugi otok und den benachbarten stürmischen Inseln. Die Arten von Algen die im flachen Meer an der Küste des Naturparks man am häufigsten finden kann, sind: Padina pavonica, Dictyota dichotoma, Laurentia obtusa, Cystoseira sp., Acetabularia mediterrane und die Meeresblütenpflanzen Cymodocea nodosa und Zostera noltii. In der Bucht selbst sind die Seegraswiesen bedeckt mit Meeresblütenpflanzen Posidonia oceanica und Cymodocea nodosa viel bedeutsamer.

 

Fauna

 

Die Fauna im Naturpark Telašćica ist sehr reich und vielfältig. Auf dem Gebiet des Parks wurden so weit 486 Tierarten registriert. Insekten (189 Arten) und Vögel (110 Arten) nehmen einen großen Teil der Gesamtzahl. Ein Teil der registrierten Tierarten sind gefährdet und durch das Gesetz geschützt. Die interessantesten Vögel die man im Park sehen kann sind Raubvögel. Während man durch den Park wandert kann man sie auf den steile Klippen der Insel Dugi otok die zum offenen Meer schauen, sehen. Fledermäuse leben versteckt in den Höhlen und das größte Säugetier dass man im Park sehen kann ist das Mufflon wahrend die Schlangen meist ungiftig sind.

 

Säugetiere

 

ESEL

 

Der Dalmatinischer- oder Küsten- dinarischer Esel ist eine Kroatisch autochthone Rasse. Eine der ursprünglichen und de geschützten Arten in Kroatien und ein Teil unseres nationalen Kultur- und- Naturerbes. Der Esel hatte immer einen wichtigen Platz im Leben des Menschen und unterstützte ihn im täglichen Leben. In unserer Region ist er ein wichtiger Teil der Tradition und Brauchtums. In der Vergangenheit diente der Esel als Lasttier, und war überaus nützlich in unzugänglicher felsiger Landschaft. Aber heute, durch die Entwicklung der modernen Technologie die das tägliche Leben vereinfachen, verliert der Esel mehr und mehr an Bedeutung und Status den er einst hatte. Menschen verwenden ihn weniger und er wird immer weniger notwendig. Auf Dugi otok, sowie in anderen Teilen von Kroatien, wo die Tradition der Nutzung der Esel existiert, werden sie langsam verlassen. Das Problem tritt auf, wo und wie man richtig die verlassenen Esel unterbringen kann.

Aus diesem Grund ist in den letzten paar Jahren der Naturpark Telascica zu einem Zufluchtsort für verlassene Esel auf Dugi otok geworden. Hier führt und lässt die lokale Bevölkerung ihre Eseln. Der Park wird derzeit von 14 Eseln bewohnt, von denen sind 8 Männchen und 6 Weibchen. In den letzten 3 Jahren sind 3 Fohlen zu Welt gekommen. Sie alle bewegen sich frei auf dem Gebiet von der Bucht Mir bis zu dem südlichen Ende der Insel. An meisten bleiben sie im Bereich der Mir Bucht und rund um den Mir See.

Sie sind an die Nähe der Menschen gewöhnt und es ist leicht sich ihnen zu nähren. Sie sind sehr neugierig und mögen sehr gerne Süßes, deswegen kann man sie im Sommer in der Nähe des Sees sehen wie sie den Inhalt der Taschen durchwühlen, während die Eigentümer schwimmen. Seien Sie vorsichtig falls Sie sich ihnen nähern, obwohl Eseln zahme Tiere und an Menschen gewöhnt sind, können auch sie ihre schlechten Momente haben. Genießen Sie ihre Nähe, machen Sie ein Bild von ihnen und nehmen Sie schöne Erinnerungen mit sich aus dem Park.

 

FLEDERMÄUSE

 

Es gibt 8 Arten von Fledermäusen im Bereich der Telašćica. Während des Tages halten sie sich dunklen Orten wie Löcher in alten Bäumen, Höhlen und Halb-Höhlen auf. Die größte Kolonie die bis Heute gefunden wurde, ist in der Höhle Golubinka mit dem Meer-Eingang der sich unter den Felsen befindet, wo etwa 2000 Einzeltiere der Wimperfledermaus (Myotis emarginatus) zusammen mit etwa 1000 Einzeltieren der Grossen Hufeisennase (Rhinolophus ferrumequinum)leben. Eine ziemlich große Zahl von einigen anderen Arten, wie die Europaische Buldoggfledermaus (Tadarida teniotis) und das Graue Langohr (Plecotus austriacus) wurden registriert.

 

ANDERE SÄUGETIERE

 

Es gibt nicht viele andere Arten von Säugetieren auf der ganzen Insel Dugi otok, einschließlich Telašćica. Insgesamt 13 Arten von Säugetieren wurden registriert. Einige von ihnen sind die Haus-Maus (Mus musculus), die Ratte (Ratus norvegicus), die Feldmaus(Microtus arvalis) und der Steinmarder (Mustela foina). Vor einiger Zeit lebte auf der Insel auch der Feldhase (Lepus europaeus), der wahrscheinlich wegen der großen Zahl der Marder auf der Insel jetzt ausgestorben ist. Neben diesen autochthonen Arten, findet man auch Mufflons (Ovis musimon) die auf die Insel gebracht wurden aber jetzt ganz natürlich auf den Weiden im nördlichen Teil der Insel leben. Während des Tages findet man sie in den Wäldern und Macchia, und während der Nacht und am Morgen kommen sie auf die Weide.

 

Vögel

 

Naturpark Telascica RaubvoegelDie zurzeit vorliegenden Daten weisen darauf hin, dass 110 Vogelarten in Telašćica registriert wurden, auch wenn man der Ansicht ist, dass man hier noch mehr Arten registrieren könnte. Die interessantesten unter ihnen sind Raubvögel. Auf den Klippen auf der offenen Meer-Seite der Insel nistet der Wanderfalke (Falco peregrinus). Neben ihm kann man hier auch den Eleonorafalken (Falco eleonorae) sehen obwohl er diesen Bereich nur überfliegt und auf Malta nistet. Der Lannerfalke (Falco biarmicus) und der Turmfalke (Falco tinnunculus) können auch hier gesehen werden. Zahlreiche Segler fliegen in Herden über die Bucht und fangen Insekten in der Luft; der Alpensegler (Apus melba) und der Fahlesegler (Apus palidus). Die Segler werden auch von den Einheimischen unterscheidet, so wird der Mauersegler čiopa oder caparin genannt und der Fahlsegler kosirić oder jargić.

In der Nacht sind auf Telašćica die Rufe der Uhu (Bubo bubo) zu hören. Es ist unsere größte Eule, die bis auf 70 cm groß werden kann und die Spannweite ihrer Flügel ist 170 cm.

Die Bachstelze (Motacilla alba) die auf der Insel Dugi otok čobanica (Hirtin) oder čeperinka genannt wird, hält sich neben Schafen auf, da sie sich von Zecken und andere kleinen Insekten die sich um die Schafe aufhalten, ernährt. Das Rotkelchen (Erithacus rubecula), ein kleiner Singvogel mit Orangen-roter Brust und Gesicht, kann hier auch gesehen werden.

Rund um die Bucht sind auch zahlreiche Möwen (Larus cachinans – Yellow-legged Gull) zu sehen. In einigen Orten auf der Insel wird er kakalo genannt, wegen seiner charakteristischen Rufe. Außerdem können auf der Insel schwarze Vögel mit langem Hals gesehen werden wie sie niedrig über dem Meer vorbei fliegen und diese sind die Krähenscharbe. Zwei Arten finden sich in dem Gebiet des Parks: die Krähenscharbe (Phalacrocorax Aristotelis) und der Große Kormoran (Phalacrocorax carbo).

Sehr oft ist ein Vogel zu sehen, der wie ein azur-blauer Pfeil, Blitzschnell an der Küste entlang oder über den See fliegt. Es ist der Eisvogel (Alcedo atthis). Dies ist unser einziger Vogel mit hellen blau-grünen Oberkörper und kastanien-rotem Unterkörper.

 

Amphibien

 

Von den Amphibien gibt es zwei Arten von Fröschen – Europäische Laubfrosch (Hyla arborea) und die Wechselkröte (Bufo viridis). Dies ist eine kleine Zahl, aber es ist nicht erstaunlich, da dieses Gebiet relativ trocken ist und diese beiden Arten tolerieren trockene Bedingungen.

 

Reptilien

 

Auf dem Gebiet des Parks wurden bis heute 10 Arten von Reptilien registriert. An den Häusern kann man oft den Europäischen Halbfinger auch als Hausgecko bekannt (Hemidactylus turcicus) sehen der ausschließlich ein Nachttier ist. Nur 5 Arten von Schlangen wurden auf der Insel Dugi otok: Leopardnatter (Elaphe situla), Europäische Katzennatter (Telescopus falax), Balkan-Zornnatter (Coluber gemonensis), Europaische Eidenchsennatter (Malpolon monspessulanus) und Ringelnatter (Natrix natrix). Keiner von ihnen ist für den Menschen giftig. Von den Reptilien auf der Insel sind es die Eidechsen die man am häufigsten sehen kann und zwar die Adriatische Mauereidechse und die Ruineneidechse (Podarcis melisellensis und Podarcis sicula) und dazu noch die große Panzerschleiche (Ophisaurus apodus). Der interessanteste biologische Fund der Reptilien auf Dugi otok ist das Blödauge (Typhlops vermicularis). Es ist eine extrem seltene unterirdische Art die in Kroatien nur einmal in der Nähe von Sali in 1977 gesichtet wurde.

 

Invertebraten

 

Die Invertebraten des Landteils des Naturparks Telašćica werden erst erforscht. In bisherigen Erforschungen wurden 339 Arten von Invertebraten registriert: 58 Tag und Nacht Schmetterlinge und 16 Libellen. Von den anderen Invertebraten registriert sind 65 Arten von Weichtieren, 39 Arten von Käfer, 20 Arten von Gleichflügler(Homoptera), 65 Arten von Wanzen (Heteroptera), 16 Arten von Tausendfüssler (Myriapoda), 53 Arten von Spinnen (Aranea), 1 Art von Werbeknechte (Opiliones) und 2 Arten von Skorpionen (Scorpiones) und 4 Arten von Pseudoskorpionen (Pseudoscorpiones).

Von den Land-Invertebraten hort man im Sommer Zikaden hören. Sie wohnen auf Pinien und zwitschern den ganzen Tag. Im Frühjahr und Frühsommer sind zahlreiche Schmetterlinge zu sehen. Die häufigste ist der gelbe Kleopatra Schmetterling (Gonepteryx cleopatra).

 

 

Kulturelles Erbe – Naturpark Telašćica

 

Archäologische Funde

 

GRABHÜGEL (HÜGELGRAB) IN DER ČUH REGION

 

In der breiteren Region von Čuh, findet man eine Vielzahl von kleinen und großen Grabhügeln. Auf dem Hügel Gominjak, Südwest von der Čuh Region sind zwei große Hügel und zwischen ihnen in der Mitte des Hügels ist ein weiterer Grabhügel in länglicher Form. Seit alten ZeitenNaturpark Telascica 29 hatten Schäfer auf einem der Hügel einen Aussichtspunkt der Schutz vom Nord-Wind gab und von wo sie ihre Schafherde beobachten könnten.

ILLYRISCHER GRAB IN ČUH

Im Jahre 1957 wurde ein illyrischer Grab im nord-westlichen Teil des Feldes Čuh gefunden. Es bestand aus vier vertikal positionierten Platten mit Deckeln. Das Grab war in Nordwest – südöstlicher Richtung orientiert. In ihm wurde ein Skelett in geschrumpfter Position, auf der rechten Seite liegend mit dem Kopf zum Norden gerichtet gefunden. Zwei spirale Armbänder, eine dekorative Nadel und Fragmente von Tontöpfen wurden daneben gefunden. Anhand der Gegenstände die im Grab gefunden wurden, wurde festgestellt, dass sie von der 2. bis 5. Phase der Eisenzeit der Liburnischen Kultur oder aus dem 8. bis 5. Jahrhundert stammen.

KALKÖFEN UND STEINBRÜCHEN

Auf dem östlichen Teil der Insel Dugi otok findet man Spuren von Steinhaufen, so genannten Kalköfen, in denen Feuer genutzt wurde, um Kalk zu bekommen. Viele dieser Haufen findet man insbesondere in der weiteren Region von Čuh, in der Bucht Čušćica an der Süd-Westküste, in der Bucht süd-westlich von Mala Proversa und viele verschwanden wahrscheinlich durch den Anbau von Grundstücken. Es gibt zahlreiche Spuren von Kalkofen östlich der Bucht Jaz und in der Bucht Tripuljak.

Die Existenz von Kalkofen weist darauf hin, dass es in diesem Bereich zur der Zeit viel Wald gab, das als Brennstoff und Holz für Feuer genutzt wurde um ungelöschten Kalk zu bekommen. Viele dieser Kalkofen entstanden aus der Notwendigkeit für den Bau der römischen Villa Mala Proversa, und dann später für Konstruktionen über einen langen Zeitraum im breiteren Teil der nord-westlichen Telašćica und auch in und um Sali.

Auf dem Gebiet des Parks findet man auch alte Steinbrüche. Dies ist die süd-östliche Seite der Insel Veli Garmenjak, die Bucht Kobiljak am Fuße von Ribarska straža und Punta Turčina.

VILLA RUSTICA

Die Ruinen eines römischen Gebäudes findet man in der Passage Mala Proversa. Im Jahre 1951 auf der Seite des Kaps der Insel Dugi otok wurden die Fundamente eines großen Gebäudes ausgegraben. Das Meerenge Mala Proversa war nicht schiffbar in der römischen Zeit, da es zu dieser Zeit noch eine schmale Landenge zu 1 m über dem Meeresspiegel war. An der Stelle bauten die Römer ein Komplex von Gebäuden, dass wahrscheinlich mehr als 90 m lang war. Es war von großer Dimensionen mit Komfort was bis dahin nur Wohnhäuser in den größeren Städten hatten (z. B., Bad mit warmem und kaltem Wasser).
Die Villa wurde in der besten Zeit der römischen Architektur in Dalmatien im 1. Jahrhundert gebaut. Es wird davon ausgegangen, dass die Römer in dieser Zeit, als die Insel Dugi Otok, Katina und Kornat noch immer nur eine einzige Insel waren, einen Kanal ausgruben (durch die Villa), der zu einer stärkeren Seeströmung in beiden Richtungen führte und Fische anzog. Kleinere Schiffe waren in der Lage, durch den Kanal zu passieren. Es wird vermutet, dass in der Nähe des Kanals ein Vivarium (Gehäuse im Meer für die Aufbewahrung von lebenden Fischen) war. Am Ende der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde die Passage Mala Proversa erweitert und vertieft, so dass es heute 34 m breit, 4,80 m tief und über 100 m lang ist.

 

Sakrale Objekte

KIRCHE DES HL. ANTONIUS

Die kleine Kirche des Hl. Antonius Abbas (später dem Hl. Antonius von Padua gewidmet)) in Dugo Polje stammt aus den frühesten christlichen Zeiten wahrscheinlich aus dem 4. oder 5. Jahrhundert. Sie diente ihrem Zweck bis 1844 als sie gründlich beraubt wurde von dem bekannten Haiduke Kutleša. Danach wurde sie vorübergehend aufgegeben und ohne Dach gelassen. Die Einwohner von Sali bauten eine neue Kirche auf dessen Ruinen im Jahr 1913 und widmeten sie dem heiligen Antonius von Padua. Jedes Jahr am Tag des Heiligen am 13. Juni findet eine feierliche Messe statt. Außer der feierlichen Masse wird auch eine Prozession mit der Statue des Hl. Antonius durchgeführt von der Kirche zu Lokve in Njarici und zurück durchgeführt.

In der unmittelbaren Nähe der Kirche wurden Liburnische (illyrische) Gräber aus 1800. – 1000. v. Chr. Gefunden.

KIRCHE DES HL.JOHANNES

Als die Zahl der Einwohner in Tilag immer größer und die ehemalige Kirche von Hl. Viktor auf Citorij zu klein wurde, wurde eine größere auf der Nord-östlichen Seite des Feldes Stivanja gebaut. Sie wurde in 1064 von dem Adeligen Grubina aus Zadar gebaut und er schenkte es dem Kloster des Hl. Grisogonus in Zadar. Es ist wahrscheinlich, dass die Kirche, wie auch die Mehrheit der vorromanischen Denkmäler auf alten Ruinen gebaut wurden und der Name CELLA (in historischen Dokumenten) was ein kleines Kloster bedeutet, darauf hinweist dass neben der Kirche anderen Räume wie ein Eingangsbereich gab , von denen erhebliche Ruinen gefunden wurden, sowie möglicherweise die Ruinen eines römischen Gebäudes.

DIE KIRCHE DES HL.VICTOR AUF CITORIJ

Die Ruinen der Kirche von St. Victor befindet sich auf einem Hügel genannt Citorij, am südöstlichen Ende des Bergs Stivanja. Gebaut wurde sie auf einem sanften Südhang des Plateaus, 92 Meter über dem Meeresspiegel mit Blick auf das offene Meer. Im Jahr 2008. durchführte das Archäologische Museum von Zadar eine Forschung der Ruinen der Kirche was zu vollständiger Klarheit über den Charakter des Gebäudes führte. Auf der Grundlage von älteren Fußboden in der Kirche, und den beweglichen Elementen (Keramik, Bronze-Kreuz und Stücken aus Glass) und dem Grundriss, wurde festgestellt, dass die Kirche aus der frühchristlichen Zeit, d.h. der zweiten Hälfte des 5. oder Anfang des 6. Jahrhunderts stammt. Die Renovierung erfolgte in dem späten 10. Jahrhundert.

Zu dieser Zeit wurde die Kirche mit neuen Möbeln aus Stein ausgestattet, deren Fragmente in früheren Forschungen gefunden wurden. Die Keramik aus der frühen Bronzezeit die an der Stelle entdeckt wurde, ist ein Beleg dafür, dass sich vor dem Bau der Kirche auf der gleichen Stelle ein Hügelgrab aus der Bronzezeit befand. Diese Kirche ist das älteste sakrale Gebäude aus frühchristlicher Zeit und der innere Teil der Telašćica bekam den Namen der Hafen vom Hl. Victor.

 

Fischfang

 

Die Bewohner dieser Gegend beschäftigten sich mit Fischfang seit ihrer Ankunft in alten Zeiten da ihnen die reichen Fischgründe der Telašćica und der Kornati Inseln zur Verfügung standen. Der Fischfang ermöglichte ihnen Ihre Familien zu ernähren und sich in dieser Gegend niederzulassen. Die älteste Erwähnung des Fischfangs in Kroatien ist ein Dokument mit dem Titel DAROVNICA aus den Jahren 986 – 999, mit dem die Adligen von Zadar ihr Recht auf Fisch auf den Inseln Molat und Dugi otok auf das Kloster von Hl. Grisogonus in Zadar übergaben. Es gibt Dokumente aus dem 11. Jahrhundert in denen Fischer aus Telašćica bei Namen erwähnt wurden. Das sind unsere ältesten bekannten Namen von kroatischen Fischern.

In Telašćica existierte zu dieser Zeit die erste organisierte Fischfang Gesellschaft in Dalmatien, die mit Schleppnetzen Blasenmakrele fang. Seit der Mitte des 12. Jahrhunderts gab es eine Form des Gebens und manchmal auch eine Form des obligatorischen Gebens des gefangenen Fisches an die Kirche im Namen der Vergebung für die „Sünde, des Fischfang an Sonn- und Feiertagen“. Fisch wurde in einer Reihe von Buchten und unterschiedlichen Unterseeterrains gefangen, wo die Fischer ihre Schleppnetze in Richtung Küste herausziehen könnten. Seit alten Zeiten wurden Fischarten wie Blasenmakrele, Makrele, Holzmakrele, gestreifte Meerbarbe, Ringebrasse, Zweibindenbrasse, Kalmar, Tintenfisch, gemeiner Pikarel und andere Fische, vor allem Grundfischarten gefangen.

Um Missverständnisse bei der Nutzung von Fischgründen zu vermeiden, hatten Fischer ein eigenes Regime und System seit alten Zeiten ausgemacht. Das Regime wurde am Anfang der Fischfang-Saison durch Auslosung festgelegt. Die Fischer haben ihre Boote vor allem in Buchten Jaz, Tripuljak und Magrovica, aufbewahrt wo man Heute noch Spuren von trocken gebauten kleinen Pfeiler und kleinen Mauern an der Küste finden kann.

„Das Meer ist ein von Gott gegebenes Ackerland,
das man nicht graben muss,
auch nicht beackern, nicht düngen, noch säen,
aber nur vernünftig ernten“.

Petar Lorini

 

 

Natürliches Erbe

 

Klima Merkmale

 

Die Merkmale des mediterranen Klimas sind in den meteorologischen Indikatoren vorgelegt die auf Grund der Überwachung der klimatischen Parameter erhalten wurden.

Der Jährliche Verlauf der Lufttemperatur weist auf ausgeprägte maritime Eigenschaften hin, mit relativ angenehmen durchschnittlichen Temperaturen im Januar (6,4 ° und 7,1 ° C) und Juli (24,1 ° C) mit relativ geringen Jährlichen Amplituden (17,7 ° und 17,0 ° C). Temperatur-Extreme sind im Juli und Januar. Im Durchschnitt sind es insgesamt 12 Tage pro Jahr an denen die Temperatur über 30 º C steigt.

Die Jährliche Zahl der Tage mit Regen ist sehr klein, nur 87, was im Hinblick auf die Besucherzahlen im Park sehr wichtig ist (in Zadar, z. B. 111 Tagen). Der Mangel an Regen in den Sommermonaten, sowie die erheblichen Jährlichen Schwankungen führten zu Entwicklung einer Vegetation, die auch solche Bedingungen widerstehen konnte. Die Jährliche Wind-Kurve zeigt die Wiederholungs-Häufigkeit der Winde aus dem NO (17%), NW (15%), und dem SO-Quadranten (14%), d.h. Bora, North Wind (Meeresbrise) und Schirokko.

 

Geographische Merkmale

 

Telašćica ist eine Bucht auf dem süd-östlichen Teil der Insel Dugi otok. Sie ist 8200 m lang und 150-1500 m breit mit einer gestammten Küstenlangen von 68,78 km. Innerhalb der Bucht gibt es 5 kleine Inselchen, eine Klippe und 25 kleine Buchten. Differenzierte Formen des Küsten-Reliefs innerhalb der Bucht (zahlreiche Kaps, Inseln, enge Passagen, Buchten mit überwiegend steiniger Küste) zusammen mit drei Teilen die durch schmale und flache Passagen getrennt sind, formen sie außergewöhnliche Naturerscheinung.

Der Naturpark ist auf der nord-westlichen und nord-östlichen Seite mit landschaftlich identischen Formen begrenzt, wobei sich Karst-Gipfeln und Ebenen im Bereich von Sali, Zaglav und Žman und dem Fels von Dugi otok abwechseln. Das ist der größte und bekannteste Felsen an der adriatischen Küste und er stellt einen ausdrücklichen Gegensatz zu den sanften Buchten von der Telašćica Bucht selbst. Der Fels streckt sich vom Kap Mrzlovica im Nord-Westen bis zu den Steilhängen von Veli vrh im Süd-Osten, wo er eine Höhe von 161 m auf Grpašćak erreicht. In süd-westlicher Richtung ist das offene Meer, in süd-östlicher ist das Gebiet des Naturparks Kornati und in östlicher Richtung ist der Žut Teil der Kornati Inseln mit einem Teil der Gewässer von Srednji Kanal.

Auf dem offenem Meer gehören zu dem Naturpark die Inselgruppe Garmenjak, Sestrica und die Insel Mala Aba, und im Bereich von Luka Proversa die äußerst attraktiven Gewässern am Eingang des Nationalparks Kornati, die Inselgruppe Buča und Gornje Abe.

Der Naturpark erstreckt sich vom Meeresspiegel zu einer maximallen Höhe auf Mrzlovica (198 m), Brčastac (198, 5 m) und Čelinjak (198, 5 m). Die maximale Tiefe erreicht 85 m.

 

Geologische Merkmale

 

Die Telašćica Bucht besteht aus drei Teilen, die wie drei Seen aussehen die von einander durch Verengungen geteilt sind und wonach die Bucht ihren Namen bekommen hat (lat. tri lagus – drei Seen, daher Telagus und dann später Telašćica). Morphogenisch gesehen, sind diese drei Buchten eigentlich Karst Dolinen die mit dem Rest des Adria- Gebietes nach der letzten Würm-Eiszeit ins Unterwasser in den letzten 10000 Jahren gelangten. Felsen der unteren und oberen Kreidezeit vertreten vor allem durch die Dolomiten und dolomitischen Kalkstein sind die geologischen Grundlagen des Naturparks „Telašćica“. Dolomiten von der Alb-Cenoman, vom Übergang von der unteren zu oberen Kreidezeit, sind die ältesten Sedimente und sie erfassen den nord-westlichen Teil des Parks (Brčastac, Gominjak, Čecelinjak, Gladuše). Dolomiten des Alb-Cenomans werden, mit Kontinuität von Kalkstein und Dolomit der Cenoman-Turon Zeit im Wechsel gefolgt. Sie sind strukturell positioniert, vor allem im Teil des Bergsattels auf der Insel Dugi otok, deren Kern durch ältere Dolomiten vertreten ist und sie erfassen das Gebiet auf der Strecke von Magrovica – Stražice – Ozdven-V. Dočić und der Küsten-Strecke im Bereich Mavra. Eine getrennte, parallele Zone die sich vom Nord-Westen fortsetzt, erstreckt sich weiter entlang der Küste von Mrzlovica über den Stivanja Berg und Grpašćak bis zu Prisika. Innerhalb dieser Zone ist auch der größte Teil der Klippe.

Der größte Teil der Oberfläche des Parks ist mit Turon-Senon Sedimenten, vor allem mit biogenem Kalkstein bedeckt, was auch der strukturelle Teil der Falte des Bergsattels ist.

Geschätzte Tiefe der unteren Kreidezeit Sedimenten ist über 200 m, der Cenoman-Turon über 350 m und des Turon-Senon biogenes Kalksteins ca. 600 m. In Bezug auf Raum, erfassen diese Sedimente den größten Teil der Küsten-Strecke von Telašćica, das Gebiet der Halbinsel von Prisika bis zum Kap Vidilica, alle kleinen Inseln in Telašćica, in Proversa und in Tajero, die breitere Zone von Dugonjive, Čuh und andere. Von den jüngeren Sedimenten kommt das Paläogen nicht vor, nur Quartäre Sedimente der Roterde (Terra rossa). Diese feinkörnigen Sedimenten, die durch Hydro-chemische Prozesse auf der Basis von Carbonat entstanden sind, haben sich in Reliefnischen als festes Material in mehreren Meter dicken Schichten abgelagert und sind auch die wichtigsten auf den Feldern (Čuh, Dugonjiva, Krševo, Dugo, Arnjevo , Stivanje, Gmajno und der Rest).

 

Meeresfauna

 

Im Meer des Naturparks Telašćica wurden 58 Arten von Schwämmen (Porifera), 46 Arten von Nesseltieren (Cnidaria), 1 Art von Käferschnecken (Polyplacophora), 66 Arten von Schnecken (Gastropoda), 48 Muschel-Arten (Bivalvia), 3 Arten von Kopffüßern ( Cephalopoda), 1 Art von Igelwürmern (Echiuroidea), 35 Arten von Röhrenwürmer (Polychaeta), 37 Krebstiere (Crustacea), 39 Arten von Moostierchen (Bryozoa), 24 Arten von Stachelhäutern (Echinodermata), 16 Arten der Manteltiere (Tunicata), 92 Arten von Knochenfischen (Osteichthyes) und 3 Arten von Knorpelfischen (Chondrichtyes) registriert.

Die viele attraktiven Taucher-Lokalitäten ziehen die Aufmerksamkeit auf sich durch Vielfalt an Farben und den Reichtum der verschiedenen Pflanzen- und Tierarten. Das ist es auch was diesen Ort sehr interessant macht. Es gibt viele Meereshöhlen auf dem Meeresboden, von denen einige imposante Eingänge unter dem Meer haben. Sie sind Lebensräume für andere seltene Arten, wie der Fleisch fressende Schwamm. Abgesehen davon, in den Felsenspalten lebt die rote Koralle, eine Art die es in der Adria früher viel häufiger gab, aber aufgrund ihres langsamen Wachstums und der Überfischung ist sie heute sehr selten. Wunderschönen Steinkorallen wachsen in Ansammlungen in der Bucht Telašćica.

Der häufigste Fisch in der Bucht ist die Zweibindenbrasse, auch wenn andere Fische auch zahlreich in Art und Anzahl der Einzelwesen sind. Große Meeresfische, wie Thunfisch und Bonito, können auch in die Bucht gelangen, so haben Fischer in früheren Zeiten von einem Hügel, genannt Fischer-Wache, beobachten ob sich Thunfische in der Bucht befinden und danach die Bucht mit großen Netzen zugemacht, damit sich der Fisch für längere Zeit in der Bucht aufhält.

 

SÄUGETIERE

 

Der Große Tümmler ist das einzige Meeressäugetier, das man in diesem Bereich sehen kann. Im Winter kann man Gruppen von Delfinen neben den Felsen schwimmen sehen und einige wissen auch wie sie in die Bucht gelangen. Die Mittelmeer-Mönchsrobbe lebte früher auch hier.

 

REPTILIEN

 

Reptilien sind in der Regel im Meer nur von Schildkröten vertreten und in der Adria kann man 3 Arten von Schildkröten finden. Im Naturpark wurde bisher nur eine Art entdeckt, die Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta).

 

FISCHE

 

Bis heute wurden 407 Fisch-Arten in der Adria registriert, aber es wird angenommen, dass die Zahl noch größer ist. Zwei Gruppen unterscheiden sich: die Knochenfische (Osteichthyes) und die Knorpelifische (Chondrichtyes). Osteichthyes haben ihr Skelett gebaut von Knochen, während der Skelett von Chondrichtyes nur von Knorpel gebaut ist. Fische haben gut entwickelten Sinn für Hören, Riechen und Sichtweite. Die häufigsten Fische die man sehen kann sind: Schriftbarsch (Serranus Scriba), Goldstrieme (Sarpa Salpa), Zweibindenbrasse (Diplodus vulgaris), Mönchsfisch (Chromis Chromis), Meerjunker (Coris julis)…

Schriftbarsch (Serranus Scriba) ist eine häufige Art in der Adria die auf dem Meeresboden bedeckt von Algen und Meeresblütenpflanzen lebt. Er ernährt sich von kleinerem Fisch, Krebsen und Weichtieren. Diese Art hat entwickelte männliche und weibliche Geschlechtsorgane.

Goldstrieme (Sarpa Salpa) zeichnet sich durch einen länglichen Gold-Streifen. Die jungen Fische ernähren sich von Krebstieren und Algen und ältere Fische ernähren sich von Algen. Es ist interessant, dass diese Art von Fisch ihr Geschlecht ändert, abhängig von der Größe. Am Anfang sind sie Männlich und wenn sie eine bestimmte Größe erreicht haben, ändern sie ihr Geschlecht zu Weibchen.

Zweibindenbrasse (Diplodus vulgaris) verfügt über einen charakteristischen schwarzen Ring am Ende des Schwanzes und einen schwarzen Fleck auf der Spitze der Rückseite. Er ernährt sich von kleinen Krebstieren, Weichtieren und manchmal Algen.

Mönchsfisch (Chromis Chromis) ist kastanien-dunkel gefärbt mit dunklen länglichen Streifen. Kleine Fische dieser Art können sogar dunkelblau-violett sein. Junge Fische leben in schattigen Bereichen. Es ist interessant, dass es die Männlichen sind die die Fisch-Rogen bewahren und mit ihren Flossen darüber schwingen um Fremde fern zu halten.

Meerjunker (Coris julis). Es gibt einen großen Unterschied im Aussehen zwischen Männchen und Weibchen dieser Spezies. Männliche Fische haben mehr fröhliche Farben und eine schöne Verzierung. Sie haben auch einen Orangen Streifen auf der Seite. Nachts oder wenn sie Angst haben können sie sich im Substrat vergraben.

Seepferdchen (Hippocampus sp.). Diese ungewöhnliche Fischart ist gesetzlich geschützt und sie dürfen nicht gefangen werden. Sie leben zwischen Algen und auf Wiesen der Meeresblühender Pflanzen an die sie sich mit ihrem Schwanz festhalten. Es ist typisch für diese Art, dass die Weibchen ihre Eier in einer speziellen Tasche auf dem Bauch des Männleins legen und er sie weiter behütet bis sie sich völlig entwickeln, bis zur „Geburt“.

 

NESSELTIERE

 

Nesseltier sind alles bekannte Tiere wie Seeanemonen, Korallen, Gorgonien…

Zu Nesseltieren gehören Korallen, Scyphoza (uns bekannt als Quallen) und Hydrozoa. Ihre Entwicklungsphasen haben zwei Formen: Polypen und Quallen. Polypen sind auf dem Meeresgrund befestigt und repräsentieren die asexuelle Phase des Entwicklungszyklus und die Qualle ist die mobile schwimmende sexuelle Phase. Ein Merkmal des Nesseltiers ist, dass sie spezielle Zellen (die so genannte Cnidocyste) haben, die in sich Nesselfaden haben. Dieser Nesselfaden wird zur Befestigung von Tieren, zur Verteidigung, Lähmung, Tötung und Fangen der Beute ausgestoßen. Aus diesem Grund verbrennen uns die meisten dieser Tiere wenn wir sie berühren.

  • Eunicella cavolinii
  • Paramuricea clavata
  • Crveni koralj – Corallium rubrum
  • Žarnjak – Parazoanthus axinelle

Wachsrose (Anemonia sulcata). Dieses braun gefärbte Nesseltier, lebt im Bereich unter der Ebbe-Grenze und kann als Lebensmittel verwendet werden.

Purpurrose (Actinia equine) lebt an der Küste unter dem Einfluss von Ebbe und Flut. Sie ist Rot gefärbt und ernährt sich von Plankton.

Rasenkoralle (Cladocora caespitosa) ist die einzige Koralle in der Adria die ein Korallenriff bilden kann. Sie baut Gebüsch-ähnliche Ansammlungen die bis zu 50 cm groß werden können.

 

STACHELHÄUTER

 

Stachelhäuter sind eine bestimmte Gruppe von Organismen, weil sie nur im Meer zu finden sind und keine Land-Verwandten haben. Zu dieser Gruppe von Organismen gehören Seeigel, Seegurken, Seesterne und Schlangensterne. Im Erwachsenen-Stadium leben alle von ihnen auf dem Meeresboden und als Larve schweben sie in einer Meereskolonne. Ihr gemeinsames Merkmal ist auch, dass sie Stacheln haben.

Der Seeigel Paracentrotus lividus und Arbacia lixula sind sehr ähnlich, können aber nach Farbe sehr unterschiedlich sein, weil der Paracentrotus lividus dunkel violett bis braun sein kann und A. lixula schwarz. Sie leben auf dem felsigen Meeresboden und ernähren sich von Algen. Auf Gebieten wo sie sich von Algen ernähren, könnten sie einen völlig nackten Stein hinterlassen. Sie benutzen ihre Stacheln zur Fortbewegung und zur Verteidigung. Auf dem Meeresboden, im Gebiet der Felsen, lebt der Tiefsee Seeigel Cidaris cidaris.

Seegurken (Holothuria tubulosa) ernährt sich von organischer Substanz aus dem Sediment. Bei Gefahr verteidigt sie sich durch Auswerfen ihrer Verdauung die sie regenerieren kann.

 

WEICHTIERE

 

Weichtiere sind eine sehr heterogene Gruppe von Organismen und die bekanntesten sind: Schnecken, Kopffüßer, Muscheln und Käferschnecken. Viele Muscheln haben eine feste Schale oder Muschel, die ihren weichen Körper schützt, während bei einigen von ihnen dieser feste Teil im Inneren des Körpers gefangen geblieben ist und zur Stärkung der Struktur des Körpers dient.

Kreiselschnecke (Monodonta turbinata). Diese Schnecke lebt auf den Felsen, im Gebiet von Ebbe und Flut und ernährt sich von Algen und Detritus. Während der Ebbe schließt sich ihre Schale luftdicht mit einem Deckel, so dass sie nicht ohne Wasser bleibt.

Napfschnecke (Patella sp.) Diese Schnecke lebt auf den Felsen, im Gebiet von Ebbe und Flut und ernährt sich von Algen. Während der Ebbe hält sie sich mit Füßen fest am Boden. Sie kann die Schwingungen der Feinde die sich nähern fühlen und dann hält sie sich fest am Boden.

Tonnenschnecke (Tonna galea) ernährt sich von Stachelhäutern und anderen Weichtieren, so dass sie durch die Freigabe ihrer Speicheldrüsen, eine Schwefelsäure von 4% auslöst die die Schalen ihrer Beute auflöst. Sie ist ein sehr wichtiges Raubtier des Ökosystems in dem sie lebt. Die Schale dieser Art hat eine Tonnen-ähnliche Form, sie ist sehr groß und relativ zerbrechlich. Sie kann bis zu 30 cm groß werden, so dass die Tonnenschnecke eine der größten Schnecken in der Adria ist. Aufgrund der attraktiven Erscheinung und ihrer Größe, wird sie oft gefischt und als Souvenir verkauft. Die Zahl dieser Schnecken sinkt in den letzten Jahren mehr und mehr. Seit 1994 ist die Tonnenschnecke streng Gesetzlich geschützt!

Wanderfadenschnecke (Cratena Peregrina) lebt in Tiefen bis 10 Meter. Sie lebt als Larve bis zu einem Jahr und im erwachsenen Stadium lebt sie ein oder zwei Monate bis sie sich vermehrt und dann stirbt.

Tintenfisch (Octopus vulgaris) gehört zu einer Gruppe von Kopffüßern. Er hat 8 Beine, zwischen denen sich ihr Mund mit einem Papagei-ähnlichem Schnabel befindet. Er ernährt sich von Krabben, Muscheln und Fischen. Der Tintenfisch ist ein Meister der Tarnung. Er hat ein sehr gut entwickeltes Nervensystem, das ihm einen schnellen Wechsel der Pigmentierung und der Farbe des Körpers erlaubt, um sich an die Umgebung anzupassen um weniger auffällig zu sein. Wenn er angegriffen wird, läst er eine schwarze Tinte frei und damit, zumindest für eine kurze Zeit, verwirrt er den Feind.

Käferschnecke (Chiton olivaceus) ist ein Stachelweichtier, der auf Felsen im Gebiet von Ebbe und Flut lebt. Sie ernährt sich von Algen und anderen Organismen von den Felsen auf denen sie lebt.

 

SCHWÄMME

 

Schwämme sind die primitivsten mehrzellige Organismen mit sehr einfacher Körper Organisation. Ihr Körper besteht aus einer Vielzahl von Löchern, Poren und Kanäle, durch die das Wasser durch kommt. Durch die Filtration des Wassers bekommt der Schwamm die erforderlichen Nährstoffe und Sauerstoff.

Der Goldschwamm (Aplysina aerophoba). Er hat diesen Namen bekommen, weil sich seine Farbe ändert wenn er aus dem Meer heraus genommen wird.

Weißer Gitterkalkschwamm (Clathrina sp.). Er ist ein Schwamm der die schattigen Bereiche wie Risse in den Felsen bevorzugt.

 

KREBSE

 

Die meisten Krebse haben ihren Körper mit Schalen geschützt. Sie haben Fühler auf dem Kopf die als Geruchs- und Tastsinn dienen. Viele Arten haben gut entwickelte Augen.

Chtamallus stellatus – Der Körper ist in einer Schale, die dauerhaft an einem Ort fest steht. Er lebt auf den Felsen, am Boden von Schiffen und auf größeren Tieren. Er ernährt sich von Plankton durch Filtration des Meers.

Rennkrabe (Pachygrapsus marmoratus) lebt im Gebiet von Ebbe und Flut. Es ist Oliven-grün gefärbt mit dunkleren Querstreifen.

Gelbe Krabe (Eriphia verrucosa) lebt auf dem Gebiet von Ebbe und Flut zwischen den Rissen die von kleinen Algen bedeckt sind. Sie laicht im Frühjahr und Sommer.

 

RÖHRENWÜRMER

 

Ihr Körper ist in Ringe geteilt und viele von ihnen haben Erweiterungen auf jedem Ring die ihnen zum Schwimmen oder Bewegung auf dem Meeresboden nutzen. Einige bauen Tunneln im Sand.

Schraubensabelle (Sabella Spallanzani) hat ein Rohr-ähnliches Haus, bunte Kiemen die wie Federn mit wechselbaren braunen Ringen der Pigmente aussehen.

Pfauenfederwurm (Sabella pavonina) hat auch eine Rohr-ähnliches Haus und seine Kiemen und Tentakeln haben die Form eines Federbusches.

 

 

Naturpark Telascica Video

 

 

 

Naturpark Telascica Map

 

 

 

Naturpark Telascica Anreise

 

Da der Naturpark Telašćica 55,5% aus Meer besteht, ist der einfachste Weg den Park mit dem Boot zu erreichen. Das Gebiet des Parks können Sie mit dem eigenen oder einem gemieteten Boot erreichen, oder in der Organisation eines der vielen Versand- und / oder Reisebüros die Ausflüge in die Umgebung des Parks organisieren. Detaillierte Informationen über die Schiffe und / oder Reisebüros, die Genehmigung zur Arbeit im Bereich der Naturparks „Telašćica“ haben, finden Sie in den Büros der Öffentlichen Institution in Sali.

Wenn Sie vom Land kommen, ist der einfachste Weg den Naturpark aus dem Ort Sali zu erreichen, der auch am nahesten am Park liegt. Sie erreichen Sali durch direkte Fähreverbindungen von Zadar (www.jadrolinija.hr) oder mit der Fähre zum Ort Brbinj am nördlichen Ende der Insel Dugi Otok und dann mit dem Auto nach Telašćica. Zadar ist mit größeren Städten in Kroatien und in Europa durch eine Reihe von Flugzeug-, Schiff- und Bus-Linien verbunden.

  • Die Ankerplätze innerhalb des Parks befinden sich in Buchten, die für diesen Zweck geeignet sind: Magrovica, Podugopolje, Pasjak, Jaz, Kruševica, Mir, Tripuljak, Buhaj, Pod Katina.
  • Bojen für die Anbindung der Schiffe befinden sich in diesen Buchten: Mir, Tripuljak, Kruševica und Kučinmul.
  • Die Anlegestelle der Bojen ist kostenlos.
  • Das Anlegen im Laufe des Tages wird empfohlen.
  • Diese Einrichtung übernimmt nicht die Verantwortung für das Schiff während es auf der Anlegestelle liegt.
  • Die wichtigsten Schiffsrouten von dem zentralen Kanal auf das offene Meer ist durch die Passage Mala Proversa, die mit maritimer Signalisierung gekennzeichnet ist(rot und grün Lichter).
  • Zonen für Sport und Erholung auf dem Wasser:
  • Zone 1: Gozdenjak Bucht, Mala Kamenišna Bucht und Vela Kamenišna Bucht
  • Zone 2: Buhaj Bucht, Bok Bucht (Pećina) und Strižna Bucht

 

 

GASTRONOMISCHES ANGEBOT

Es gibt mehrere Restaurants in der Umgebung des Naturparks wo Sie traditionelle Fisch-und Fleisch-Spezialitäten probieren können. Die Restaurants befinden sich in den Buchten Mir, Magrovica und auf der Insel Katina, in der Passage Mala Proversa und der Bucht Vela Proversa.

Es besteht die Möglichkeit von Robinson Tourismus in gemieteten auf traditioneller Weise gebauten Häusern und das Vermieten von kleinen Booten, Fahrrädern und Motorroller.

 

UNTERKUNFT

Es gibt eine bestimmte Zahl von kleinen Steinhäuser im Privatbesitz die sich im Gebiet des Naturparks befinden. Es ist möglich Ihren Aufenthalt in einem von diesen Häusern oder im Hotel in Ort Sali dass am nahesten an den Naturpark liegt, zu verbringen. Besucher die eines dieser Häuser mieten wollen, können das über eines der Reisebüros in Sali tun.

Verankerung und Übernachtung auf dem Schiff ist nur in den Buchten im Bereich des Naturparks erlaubt (siehe Verhaltensregeln im Naturpark „Telaščica“).

Im Gebiet des Naturparks ist Camping streng verboten.

 

Was Sie sich ansehen sollten:

 

Sonstige Aktivitäten:

  • Wanderung
  • Kreuzfahrt
  • Wassersport und Freizeitaktivitäten
  • Autonomes Tauchen
  • Fischfang
  • Foto-Jagd
  • Radfahren
  • Trekking

 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Sali ist das administrative Zentrum der Insel. In Sali gibt es eine Arztpraxis und Zahnarztpraxis. Es gibt eine Post, Trafik und Agentur für Boot-Tickets.
Besucher des Parks können sich mit Lebensmitteln in Sali und anderen umliegenden Orten versorgen
Während der Sommersaison ist es möglich, Lebensmittel und notwendige Versorgung auf Schiffen –Läden zu kaufen, die von Zeit zu Zeit durch den Park fahren
Die meisten Restaurants (Tavernen) im Park sind nur während der Sommersaison offen
Nahrungsmittel und andere lebensmittel können Sie im Park außerhalb der Saison nicht kaufen
Die naheste Arztpraxis in der Sie medizinisch betreut werden können, ist in Sali und Zman (Long Island) und in Murter (Insel Murter)
Das naheste Krankenhaus befindet sich in Zadar
Die naheste Krankenanstalt die spezialisiert auf die Betreuung von verletzten Tauchern ist befindet sich in Split
Weitere Informationen, Broschüren, Karten, Lizenzen, Publikationen, usw., finden Sie in der Bucht Mir auf Grpašćak im Park (im Sommer) oder der öffentlichen Einrichtung Naturpark „Telaščica“ in Sali (ganzjährig)
Der Park ist offen für Ihren Besuch während des ganzen Jahres

Naturpark Vransko jezero

Naturpark Vransko jezero

Der Naturpark Vransko jezero (Vrana-See) ist ein seit dem 21. Juli 1999 geschütztes Gebiet in Kroatien. Der Vrana-See ist der größte See Kroatiens und liegt in Dalmatien zwischen den Städten Zadar und Šibenik. Die Fläche des Naturparks beträgt 57 km², den größten Anteil an der Fläche hat der See selbst (30,2 km²). TelascicaDer Süßwassersee erstreckt sich parallel zur Küste und ist stellenweise weniger als einen Kilometer vom Meer entfernt. Der See ist eine mit Süßwasser gefüllte Karst-Doline. Dieser Naturpark mit seinem Sumpfgebiet ist ein ornithologisches Reservat mit einer breiten Artenvielfalt.

Bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts bedeckte der See eine wesentlich größere Fläche. Mit dem Bau eines Kanals zum Meer im Süden des Sees, der 1770 fertiggestellt war, wurde der Wasserspiegel um etwa drei Meter abgesenkt und damit vor allem das weitläufige, sumpfige Gebiet im Norden trockengelegt. Das solchermaßen gewonnene Land wurde von zugezogenen Bauern vornehmlich als Weideland genutzt.

Vransko jezero ist samt seinem umliegenden Gebiet zum Naturpark erklärt worden. Quellen im Naturpark weisen Trinkwasserqualität auf. Der Naturpark qilt als einer der seltenen, der noch unberührte Brutplätze von Wasservögeln und biologischer Vielfalt. Gemäß seiner Lage und Charakteristik ist er spezifisch in Kroatien, aber auch im weiteren europäischen Raum. Er ist eigentlich ein Karstfeld, das mit Wasser gefüllt ist und eine Kryptodepression darstellt.

Das Krähenbecken ist ein außerordentlich wichtiger archäologischer Fundort. Fragmente römischer Inschriften eingebaut in den Maštrović Chan sowie andere aufgefunde Fragmente auf der Trasse des römischen Aquädukts beweisen die große wirtschaftliche Aktivität des Römischen Reiches. Das genannte Aquädukt beeindruckt durch die technische Vollkommenheit der römischen Baumeister, die eine Wasserleitung von Vrana bis Zadar mit einem minimalen Fall von 1mm/m erbauten, um das Wasser erfolgreich bis auf das Meeresniveau in Zadar zu bringen.

 

Naturpark Vransko jezero

 

 

Naturpark Vransko Jezero – Flora und Fauna

Vransko-Jezero NaturDie dominante Charakteristik des Parks ist ornithologisches Reservat, das wegen der Erhaltung des großen Schilfrohrfeldes im südwestlichen Teil des Sees (seltenes Sumpflandsystem), wegen der großen biologischen Vielfalt, des außerordentlichen wissenschaftlichen und ökologischen Wertes noch im Jahre 1983 diesen Status erhalten hat und in die Liste der wichtigen ornithologischen Gebiete in Europa (Important Bird Areas in Europe) eingeordnet wurde.

Unter den Nistvögeln befinden sich u.a. vier gefährdete Arten aus europäischem und sieben gefährdete Arten aus nationalem Raum. Für manche dieser Vögel ist der Naturpark Vransko jezero der einzige Brutplatz im mediterranen Teil Kroatiens. Der See ist ein ungewöhnlicher Kompromiss und eine ausgezeichnete Verbindung von Festland und Wasser, der für verschiedenste Pflanzen und Tierarten einen Zufluchtsort darstellt, indem er ihnen alles bietet, was zum Leben notwendig ist.

Überwachsen mit Gras, Binsen und Schilfrohr gleicht er teilweise einer Wiese, die durchschnitten ist mit seichten Teichen, bedeckt mit blühenden Blumen in üppiger Farbe und mit einer Vielfalt von Schmetterlingen und Insekten, was den Vögeln während des ganzen Jahres zu Gute kommt, die außer im Reservat im ganzen Parkgebiet leben. Zur Überwinterung kommen regelmäßig mehr als 140000 Wasservögel.

 

 

Naturpark Vransko Jezero Bilder

Lake_Vrana_Croatia Vransko Jezero See

Vransko Jezero Ausblick Telascica

Park Priode Vransko Jezero Vransko-Jezero Natur

 

 

 

Naturpark Vransko Jezero Video

 

 

Naturpark Vransko Jezero Map

Naturpark Velebit

Naturpark Velebit

Der Velebit (in etwa „Großes Wesen“) ist ein Gebirgszug an der Küstenregion Kroatiens. Er ist zum Naturpark erklärt worden. Im Gebirgsgebiet Naturpark Velebit 1liegen zwei Nationalparks und nahe der Stadt Gospić der staatlich geschützte Naturpark Velebit.

Naturpark Velebit

Die gesamte Gebirgsregion des Velebit erstreckt sich von Senj bis zum Fluss Zrmanja nördlich von Knin auf ungefähr 150 km Länge und bis zu 30 km Breite.

Im Naturpark Velebit liegen im Norden der Nationalpark Nördlicher Velebit und der Nationalpark Paklenica in der Mitte des Gebirgsmassivs. Tiefe Schluchten und Felslandschaften sowie seine Tier-und Pflanzenwelt mit dichten Wäldern prägen das Bild des Gebirgsmassivs Velebit.

Mit mehr als 2.000 Quadratkilometern Fläche ist der Naturpark Velebit bei weitem das größte unter Naturschutz stehende Gebiet in Kroatien, größer als alle anderen geschützten Gebiete zusammen. Innerhalb des Naturparks befindet sich eine ganze Reihe kleinerer geschützter Gebiete, einschließlich der zwei Nationalparks Nord Velebit und Paklenica, sowie eines strengen Reservats Hajdučki und Rožanski kukovi. Auf diesem großartigen Bergmassiv, das nach seiner Vielgestaltigkeit, der Einmaligkeit der Reliefe und seiner reichen Pflanzen- und Tierwelt eines der bedeutendsten in Europa ist, gibt es eine ganze Reihe von Natursehenswürdigkeiten, die zum Schönsten gehören, das Kroatien zu bieten hat.

Deswegen ist das ganze 150 Kilometer lange Gebirge geschützt und wurde von der UNESCO zum Welt-Biosphärenreservat erklärt, bis jetzt das einzige in Kroatien. Der Velebit bildet eine Klimabarriere zwischen dem Mittelmeerklima und dem Gebirgsklima im Landesinneren.

 

INFORMATIONEN ÜBER DIE Naturpark Velebit

 

Sehenswertes Naturpark Velebit

Der riesige Naturpark hat eine Menge interessanter Sehenswürdigkeiten und Naturerlebnisse zu bieten. Erschlossen werden diese durch ein großes Netz an Wanderwegen, der schönste von ihnen ist der 50km lange Fernwanderweg Premuziceva staza, von dem aus sich in einer Höhe von 1.600 Metern grandiose Ausblicke bieten. Der Pfad ist fantastisch ausgebaut, es gibt keine steilen An- oder Abstiege, so dass der Pfad auch für weniger durchtrainierte Wanderer geeignet ist.

Der schönste Teil des Weges führt durch die Felsformation Rozanski kukovi.

Innerhalb des Naturparks Velebit sind mehrere Schutzgebiete integriert. Die Nationalparks Nördlicher Velebit und Paklenica, die Naturreservate Rozanski und HajduCki kukovi mit ihren außerordentlichen Karstformen und der tiefsten Grotte der Welt, der Lukina jama bieten ihre ganz eigenen Besonderheiten.

Weiterhin gibt es einen botanischen Garten mit informativen Naturlehrpfaden, die Bucht Zavratnica, die als geomorphologisches Naturphänomen geschützt ist und von der aus man über verschiedene Routen in das Velebit-Massiv eintreten kann.

Naturpark Velebit Höhle

Die Carovacke-Höhlen, die als die schönsten in ganz Kroatien gelten, findet man in der Nähe von Gracac, das an der Straße zwischen Plitvice und Zadar liegt. Die zwei übereinanderliegenden Höhlenformationen am Nordfuß des Velebit-Massivs beindrucken durch die Raumfolgen und den wunderschönen, vielfältigen Tropfsteinbehang. Eine Führung durch die Höhlen dauert ca. 2 – 3 Stunden.

Eine Besonderheit des Gebirges sind die sogenannten Poljen. Die langgezogenen Becken wirken wie gigantische Tiefenbohrungen und ihre Innenwände geben Aufschluss über die Schichtungen des Gebirgs-Massivs. Klettergeübte und mutige Wanderer sollten sich einen Abstieg in die Vertiefungen nicht entgehen lassen.

Im Nationalpark Paklenica in Gipfelnähe liegt der Schwerpunkt auf dem Schutz der einheimischen Fauna. Es gibt Überwinterungsmöglichkeiten für Bären und die Brutplätze der Gänsegeier werden geschützt. Etwa 35 km von Senj entfernt liegt der Ort Kuterevo. Dort wurde das Bärenrefugium von Kuterevo errichtet. Verwaiste Bärenkinder werden dort bis zur Auswilderung großgezogen. Mit dem Besuch des ganzjährig geöffneten Refugiums unterstützt man gleichzeitig seine Finanzierung.

Kletterbegeisterte finden in der Schlucht des Nationalpark Paklenica viele Kletterrouten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Durch die dann stabile gemäßigte Wetterlage bieten sich hierfür als beste Jahreszeit Frühling und Herbst an. Im Hochsommer ist es oft sehr heiß, so dass man unempfindlich gegen Hitze sein und nach schattigen Wänden Ausschau halten muss. Beliebte Kletterrouten findet man direkt in der Schlucht, an der Steilwand Anica kuk und dem Veliki Kuk mit eher leichteren Routen.

 

Flora & Fauna

Die der Adria zugewandte Seite erhebt sich mächtig, unwirtlich und abweisend quasi direkt aus dem Meer. Hier findet man tiefe Schluchten und Naturpark Velebit 64zerklüftete Gipfel wie den 1757 Meter hohen Vaganski Vrh, aber auch unzählige Höhlen, die das Gebiet zum Mekka für Höhlenforscher und Kletterer machen. Hier gibt es auch regelrechte Windkanäle, tief eingekerbte Pässe, durch die der charakteristische kalte Fallwind Bora fegt, den man zum Beispiel in Senj oder auf den Inseln Rab und Krk zu spüren bekommt – zur Freude vieler Surfer und Segler.

Naturpark Velebit Flora FaunaIm Gegensatz dazu präsentiert sich die der Adria abgewandten Seite etwas sanfter und vor allem grüner: Dichte Wälder bedecken die Berge, Mischwald und in höheren Lagen Nadelwald. Reichlich Niederschläge sorgen für eine üppige Vegetation, Quellen entspringen und verschwinden einige Meter weiter wieder gurgelnd im Grund. Dieser Überfluss lockt aber nicht nur viele Wanderer und Naturliebhaber, sondern auch zahlreiche Tiere und Pflanzen an: Wildblumen und Latschenkiefern wachsen hier, Wölfe und Luchse durchstreifen die Wälder, Adler und die seltenen Gänsegeier beherrschen die Lüfte. Im Bärenrefugium von Kuterevo leben Bärenwaisen bis zu ihrer Auswilderung im Velebit.

Der Naturpark Velebit umfasst das größte und höchste Gebirge Kroatiens und genießt bei der UNESCO den Status eines Biosphärenreservats. Zum Biosphärenreservat zählen auch zwei Nationalparks: Der Nationalpark Nördlicher Velebit mit seinen zahlreichen Höhlen, Kletterfelsen und dem beeindruckend schönen Fernwanderweg Premuži?eva staza und den Nationalpark Paklenica, wörtlich die „kleine Hölle“.

In diesem relativ kleinen Nationalpark nordöstlich der Stadt Zadar erinnern die wild zerklüfteten Berge, vor allem aber die Paklenica-Schlucht in den Augen vieler Kroaten an den Eingang zur Hölle, daher ihr Name. Das Höllental ist auch die Heimat vieler Braunbären und Luchse, Gänsegeier und Schlangenadler. Auch giftige Reptilien wie Hornvipern und Kreuzottern leben hier wie auch im gesamten restlichen Velebit zuhauf – festes Schuhwerk und ein vorsichtiges Bewegen sind also schon allein deshalb Pflicht. Vorsicht sollten Sie auch beim Wandern oder Jagen abseits der gut gekennzeichneten Wege walten lassen: In einigen Gebieten liegen immer noch scharfe Anti-Personen-Minen aus dem Kroatien-Krieg. Verlassen Sie die ausgewiesenen Strecken also am besten nicht.

 

Geographie

Mit 145 km Länge ist der Velebit das längste Massiv der Dinariden. Die Breite des Velebit beträgt zwischen 10 bis 30 km, die Gesamtfläche etwaNaturpark Velebit 4 2200 km2.

Naturpark Velebit Geographie

Höchster Gipfel ist der Vaganski Vrh mit 1.757 m. Der zwischen 1930 und 1933 erbaute Gipfelwanderweg Premuziceva staza führt auf einer Länge von 50 km durch den nördlichen und mittleren Teil des Gebirgsmassivs.

Der Velebit ist an der dem Festland zugewandten Ostseite vorwiegend dicht bewaldet. Auf der Küstenseite ist die Vegetation größtenteils spärlich. Der berüchtigte kalte Fallwind Bura (ital. Bora) hat in diesem Teil der Adria seinen Ursprung. Aufgrund seiner zahlreichen Höhlen ist der Velebit ein beliebtes Ziel für Höhlenforscher. Im Jahr 2004 wurde die Jama Velebita, die den bislang tiefsten entdeckten vertikalen Direktabstieg in einer Höhle (513 m) birgt, entdeckt.

Das bedeutendste Bauwerk ist der Sveti-Rok-Straßentunnel (5.681 m), der zwei Klimazonen miteinander verbindet: das Gebirgsklima Zentralkroatiens mit dem mediterranen Klima an der kroatischen Küste. Über den Velebit führen auch mehrere Straßenpässe.

Die endemische Degenia (lat. Degenia velebitica) ist eine Pflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse und gilt als ein Symbol der Region. Sie wird auf der 50-Lipa-Münze der Kroatischen Währung abgebildet.

 

 

Bilder

Naturpark Velebit Naturpark Velebit Ausblick

Naturpark Velebit Aussicht Naturpark Velebit Geographie

Naturpark Velebit Kroatien Naturpark Velebit Denkmal

Naturpark Velebit Landschaft Naturpark Velebit Seen

Naturpark Velebit Sehenswertes Naturpark Velebit Sehenswertes2

Naturpark Velebit Sehenswertes 3 Naturpark Velebit Sehenswertes 4

Naturpark Velebit Sehenswertes 6 Naturpark Velebit Sehenswertes 5

Naturpark Velebit Höhle Naturpark Velebit Tropfsteinhöhle

Velebit Tropfsteinhöhle Sehenswertes Sehenswertes Velebit Tropfsteinhöhle

 

 

 

Video

 

 

Panorama

Sollte der Panoramablick nicht wiedergegeben werden klicken Sie bitte unter den Panorama Rahmen auf Premužić’s mountain trail – 7.


Premužić’s mountain trail – 7 in Croatia

 

 

Naturpark Velebit Map

 

Anreise

Am einfachsten findet man den Naturpark über Otocac. Die Stadt erreicht man über die Autobahn Zagreb-Split. Anschließend folgt man der Straße nach Krasno und findet dort das Verwaltungsgebäude des Naturparks. Wer lieber Landstraße fährt, hält sich in Richtung Josipdol und fährt weiter nach Senj über den Kapela-Pass. Über Rijeka die Jadranska Magistrala südwärts erreicht man Senj.