Archiv des Autors: Ricccardo Lorenz

Naturpark Lastovo

Naturpark Lastovo

Der Naturpark Lastovo ist ein seit 2006 geschütztes Gebiet in der südlichen Adria in Südkroatien (Gespanschaft Dubrovnik-Neretva). Der Naturpark umfasst die Insel Lastovo und das umliegende Archipel. Insgesamt werden durch den Naturpark 44 Inseln, Eilande und Felsen umfasst. Zu den größten Inseln zählen Lastovo und Sušac.
Die Fläche des Naturparks beträgt 195.83 km2. Von dieser Fläche entfallen 52,71 km2 auf Inselgebiet und 143,12 km2 auf Meeresgebiet.

Das Gebiet des Naturparks Lastovo gehört zu den besterhaltensten Gebieten am Adriatischen Meer. Es stellt ein ausgedehntes Naturgebiet auf den Inseln und dem umliegenden Meeresgebiet dar, das teilweise kultiviert wurde. Es zeichnet sich durch seinen außerordentlichen ökologischen Wert aus, der von nationaler und internationaler Bedeutung ist. Das Naturschutzgebiet zeichnet sich ebenfalls durch seinen landschaftlichen, edukativen, kulturhistorischen und touristisch-rekreativen Wert aus. Das Schutzgebiet wurde errichtet, um das geographische und kulturelle Erbe, sowie die biologische und landschaftliche Vielfalt zu schützen, was auch das mit eingeschlossene (unterseeische) Meeresgebiet betrifft.

Zu den Besonderheiten des Lastovo-Archipels zählt die Tatsache, dass auf den Inseln keine giftigen oder für den Menschen gefährlichen Tierarten vorkommen. Giftige Spinnen, wie etwa die Schwarze Witwe die vereinzelt an felsigen Küstenabschnitten anzutreffen ist, sind auf den Inseln nicht anzufinden. Im Naturpark gibt es außerdem keine Giftschlangen. Lediglich für den Menschen ungefährliche Ringelnattern sind im Naturparkgebiet anzutreffen.

 

Naturpark Lastovo Bilder

Anlegeplatz Naturpark Lastovo  Felskueste Naturpark Lastovo

Küste vor dem Naturpark Lastovo  Küste Naturpark Lastovo Kroatien

Naturpark Lastovo  Naturpark Lastovo Küste  Naturpark Lastovo Bucht  Naturpark Lastovo klares Wasser

 

Naturpark Lastovo Map & Anreise

Lastovo ist täglich mit direkten Schiffs und Katamaranlinien mit Split verbunden : Lastovo – Korcula – Hvar –Split, in der Saison auch mit zusätzlichen Katamaranlinien mit Dubrovnik ind Italien. Alle Details zum Fahrplan erfahren Sie in Jadrolinija oder der Touristinfo auf der Insel.

Naturpark Biokovo

Naturpark Biokovo

Naturpark BiokovoDer Naturpark Biokovo wurde, dank seiner einmaligen Geomorphologie, seiner außergewöhnlichen biologischen Vielfalt und seiner landschaftlichen Naturschönheit im Jahre 1981 zum Naturpark ernannt. Der Park erstreckt sich über eine Fläche von 196 km² und umfasst einen circa 30 km langen Teil des Biokovo-Gebirges von Dubci bis nach Gornja Igrane. Im Park liegt der botanische Garten von Kotišina, er befindet sich am Abhang über dem Dorf Kotišina. Der Biokovo hat alle typischen Karstphänomene zu bieten – Dolinen, natürlich entstandene Mulden, Höhlen, Eisgruben und Grotten. Die tiefste ist die 788 Meter tiefe Amfora, die vierttiefste Grotte in Kroatien.

Der Biokovo scheint auf den ersten Blick arm und karg, beherbergt aber zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Neben dschungelartigen Wäldern mit Buchen und Tannen und der Schwarzkiefer findet man zahlreiche Pflanzenarten, darunter endemische Arten wie Edraianthus pumilio, Centaurea biokovensis, Centaurea cuspidata. Die Tierwelt des Biokovo ist eigentümlich und vielfältig, mit zahlreichen endemischen Arten und tertiären Relikten. Die unterirdische Fauna ist mit 60 endemischen Biokovo-Arten ein wahrhaftiger Naturschatz.
Eine Vielzahl von Spuren verweisen auf das Leben der Menschen im Gebirge, wie die archäologischen Reste, die kleinen Kirchen, Kapellen und Hirtenquartiere. Bis zum Gipfel des Biokovo, dem Sv. Jure (Hl. Georg) führt außer den Wanderpfaden eine 23 Kilometer lange Straße, welche zugleich die höchste asphaltierte Straße Kroatiens ist.

 

Naturpark Biokovo Bilder

Naturpark Biokovo Gebirgenaturpark-biokovo-kroatien

Naturpark Biokovo in Kroatien  Naturpark Kroatien Biokovo

 

Sehenswertes Naturpark Biokovo

Wein und Seen

In Imotski, einem kleinen Ort zwischen Gebirgsmassiv und Herzegowina, laden zwei idyllische, außergewöhnliche Karstseen zum Schwimmen und sonnen ein. Der Wasserspiegel des Blauen Sees schwankt im Laufe eines Jahres um bis zu 70 cm da die Wasserfälle bei der sommerlichen Hitze vertrocknen. Beim roten See hingegen fielen 70 cm gar nicht weiter auf: Er ist mit 500m das tiefste Binnengewässer Europas. Noch schöner wird der Nachmittag, wenn sie sich die Stunden mit dem berühmten weißen Kajundzusa versüßen, für den der Ort zu Recht berühmt ist. Und wer noch Auto fahren muss, kann sich ja einfach eine Kiste dieses Weins in den Kofferraum packen und ihn zusammen mit der Erinnerung an diesen Ausflug zu Hause genießen.

 

Botanischer Garten

1984 wurde oberhalb Kotisinas ein nach dem Dorf benannter Botanischer Garten eingerichtet. Auf seinen 16,5 Hektar widmet man sich dem Schutz und der Pflege der einheimischen Pflanzenwelt. So sehen die Betreiber den Garten auch weniger als hübsche Grün- und Blumenflächen sondern als Hortikulturdenkmal. Besucher sind eingeladen, sich im Schatten der Olivenbäume zu entspannen – auch ohne sich über den perfekten Boden, die Reife- und Erntezeit und die Weiterverarbeitung von Oliven zu informieren.

 

Naturpark Biokovo Map

 

Naturpark Biokovo Anfahrt

Man erreicht den Naturpark, wenn man am südlichen Ortsausgang von Makarska Richtung Mostar abzweigt, nach wenigen Kilometern.

Den Naturpark Biokovo kann mit dem Auto, dem Fahrrad und natürlich zu Fuß erkunden. Die Hauptstraße durch den Park liegt in der Nähe von Makarska. Im Park gibt es auch die höchste Straße Kroatiens. Sie ist 23 Kilometer lang und führt zum Sveti Jure. Die Straße ist einspurig und es gibt nur rund alle 300 Meter die Möglichkeit entgegenkommende Fahrzeuge passieren zu lassen. Es ist eine reine Bergstraße, die hohe fahrerische Ansprüche stellt. Wer sich dieses Abenteuer nicht zutraut, sollte auf eine geführte Tour mit Minibussen zurückgreifen. Verschiedene Reisebüros bieten solche geführten Touren durch den Naturpark Biokovo an.
Für aktive Naturliebhaber empfiehlt sich alternativ zum Auto das Erkunden des Biokovo Naturparks zu Fuß. Es sind verschiedene Wanderrouten ausgeschildert, die u. a. zu den zahlreichen Aussichtspunkten führen. Auch für diese Form des Parkbesuchs bieten zahlreiche Anbieter geführte Touren an.

Der Naturpark Biokovo ist von Mitte Mai bis Ende September von 7 bis 20 Uhr geöffnet. Im Oktober bis Mitte November und von Anfang April bis Mitte Mai kann der Park in der Zeit von 8 bis 16 Uhr besucht werden. Der Eintritt kostet jeweils 40 Kuna (rund 5,40€) pro Person. Kinder unter sieben Jahren besuchen den Park kostenlos. In der Zeit von Mitte November bis Anfang April ist der Biokovo Naturpark nicht offiziell geöffnet. In dieser Zeit ist der Eintritt generell frei.

 

  • Es gibt eine Wanderstraße, die ca. 60 km lang ist (3 Tage Laufzeit), Tagestouren von Makarska Riviera aus.
  • Teilstrecken können auch mit dem Mountainbike befahren werden.
  • Es gibt auch eine Straße, die zum Gipfel Sv. Jure führt (12 km, schmal, kurvenreich und mautpflichtig (ca. 2,70 Euro/Person).
  • Einfache Übernachtungshütten sind vorhanden (Anmeldung erforderlich).
  • Jedes Jahr am 3. August führt eine Wallfahrt zum Gipfel.

 

Kontaktdaten Naturpark Biokovo:

Park Prirode Biokovo
Trg Tina Ujevića 1/I
HR-21300 Makarska
Tel.: +385 21 616924, +385 21 625136 oder +385 21 625141
Fax: +385 21 616924
E-Mail: park-prirode-biokovo@st.t-com.hr
Homepage: https://www.biokovo.com

Naturpark Ucka

Naturpark Učka

Der Naturpark Učka befindet sich im Gebirgsmassiv Učka in Kroatien, nahe der Stadt Rijeka und erstreckt sich auf einer Fläche von 160 km². Der Naturpark Učka 2Naturpark wurde im Jahr 1999 zu einem geschützten Gebiet erklärt. Die unmittelbare Nähe des Meeres begünstigt das spezifische Klima und den üppigen Pflanzenwuchs bis in die Gipfellagen. Zahlreiche geschützte und seltene Tier- und Pflanzenarten sind daher im Schutzgebiet anzutreffen.
Die beiden höchsten Gipfel dieses Gebirgsmassives sind der Vojak (1401 m) und der Veli Planik (1272 m). Vom Vojak bietet sich ein Ausblick nach Istrien, zu den Inseln Cres und Krk, dem Nationalpark Risnjak und bei besonders klarer Sicht bis nach Venedig und den italienischen Alpen. Eine weitere natürliche Sehenswürdigkeit ist die Schlucht Vela Draga.

Im nördlichen Istrien ist das Učka-Gebirge eine Klimagrenze und zwingt die Luftmassen zum Aufstieg, was eine reiche Niederschlagsmenge zur Folge hat. Das milde Klima in der Region hat eine vielfältige mediterrane Vegetation hervorgebracht. Wälder mit Oleander sowie Eschen und Buchen wachsen neben Mandarinen, Kiwis und Zitronen.

Der Nordosten ist geprägt vom fast unberührten weißen Karst. Die Orte Vela und Mala Učka befinden sich auf einer Höhe von ca. 950 m. Der Gebirgssattel Poklon liegt mitten auf der Učka. Sein Name entstand, als Pilger am Wallfahrtsort der Muttergottes von Trsat ihre Hochachtung erwiesen.

Der Aussichtsturm auf dem Učka bietet einen traumhaften Blick auf die Inselwelt der Kvarner Bucht, Insel Cres und Krk sowie auf die Küstenorte Opatija und Rijeka, bis weit in die italienische Alpenregion.

Zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten gibts es in dieser Gegend. Eichen- und Kastanienwälder, Hainbuchen, Eschen und Feldahornbäume wachsen hier vorrangig.

Prägnant ist der scharfkantige Gebirgskamm.

Im Naturpark befinden sich zahlreiche Wanderwege und Radwanderwege für Mountainbiker.

 

Geschichte Naturpark Ucka

Die Geomorphologie von  Učka erzählt uns von einem mehr als 140 Millionen Jahre altem Prozess. Die Kreidezeit hinterließ ihre Spuren in denNaturpark Učka 6 Felsen und Canyons, wo Muscheln und Foraminipheren gefunden wurden. Die Gegenwart der Menschen in der Gegend von Učka geht 12 000 Jahre in die Vergangenheit. Gegen Ende der Eiszeit lebten hier Menschengruppen, die sich von der Jagd auf wilde Tiere und Urrinder ernährten und in Höhlen wohnten. Die Funde aus der Höhle Pupićina peć aus der Neusteinzeit beweisen, dass die Hirten Landwirtschaft, Viehzucht und Milchverarbeitung beherrschten. Die Entdeckung des Metalls, in erster Linie Bronze, brachte den Menschen einen aufblühenden Handel und Eroberungszüge. Auf diesem Gebiet lebten damals die Histrier und Liburner, die neben Viehzucht und Handel oft als Piraten auf Raubzüge auszogen. Die Ankunft der Römer bedeutete einen Aufschwung in jeder Beziehung, Straßen wurden gebaut, und ein allgemeiner Fortschritt verzeichnet. Der bekannte Käse von Učka und Čić wird nach dem Originalrezept aus römischer Zeit auch heute noch zubereitet. Der Fall Roms und der Beginn des Mittelalters brachten häufige Kriege, Konflikte und Krankheiten mit sich, aber es siedelten sich auch neue Stämme an, vor allem die Slawen.

Zur Sicherheit wurden viele Festungen und mit Mauern befestigte Städte errichtet. Die lokalen Einwohner glaubten an die damaligen slawischen Götter und Mythen. Der Raum zwischen dem Berg Perun und dem Gehöft Trebišće stellte einen heiligen Raum dar, und einige Toponyme tragen auch heute ihre Namen. Im 10. Jahrhundert war der Berg Učka die Grenze zwischen dem Königreich Kroatien und dem fränkischen Kaiserreich, und aus diesem Grund spielten sich hier zahlreiche Kämpfe ab. Einige Jahrhunderte danach verwüstete die Pest die Region, und im 15. Jahrhundert siedelten sich hier die Walachen an.  Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Berg Učka zum ersten Mal bestiegen. Bald danach wurden auf Poklon eine Berghütte und ein Aussichtsturm errichtet. Im Zweiten Weltkrieg war Učka das Zentrum der Guerillabewegung gegen die Okkupationsarmee, die die Einwohner vertrieb, Brände stiftete und mordete. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es Jugoslawien angegliedert, und schließlich, im Jahr 1991, der Republik Kroatien.

 

Naturpark Ucka – Sehenswertes

Biologische Vielfalt  – Učka ist der Lebensraum von 10 endemischen, unterirdischen Arten, 234 Schmetterlingsarten, 20 Arten von Amphibien und Naturpark Učka 3Reptilen, Wildschweinen, Gamsen, aber auch Bären, eines endemischen Siebenschläfers aus dem Karst, sowie von mehr als 160 Vogelarten, unter denen wir den Steinadler hervorheben möchten. Hier finden wir Buchenwälder, Eichen, orientalischen Hainbuchen, Schwarzkiefer und Edelkastanien, und einen besonderen Platz nehmen Felder und Grasflächen mit vielen geschützten Pflanzenarten. Neben dem Edelweiß und Alpenschlüsselblume ist die Tommasini-Glockenblume eine endemische Pflanze dieses Gebiets

Canyon Vela draga – geomorphologisches Naturdenkmal, mit malerischen Kalkpfeilern und Felsen mit sichtbaren Fossilien, ein Lieblingsplatz der Alpinisten und Freikletterer, mit einem wunderbaren Aussichtspunkt. Hier befindet sich auch die Höhle Pupićina špilja mit Funden der menschlichen Gegenwart, die mehr als 12 000 Jahre alt sind

Berg Perun – er ist 880 m hoch, einst ein Zentrum der alten slawischen Mythologie und ihre  Götter; die Natur ist herrlich, und hier finden wir uralte, erhalten gebliebene Gehöfte, wie das Dorf  Trebišće, mit archaischen Bauwerken und einer Mühle.

Lovranska Draga – wunderschöner Canyon und gleichnamige Siedlung, mit der barocken Kirche des hl. Michael, einem attraktiven Wasserfall, der bis zum Meer führt, Edelkastanien, Eichen- und Buchenwäldern, sowie alten, kleinen Terrassen.

Veli Planik –  1272 m hoch, mit herrlichen, nackten Felsen über dichten Wäldern, und einem Aussichtspunkt, von wo aus wir einen einzigartigen Rundblick haben.

Korita – Wasserquelle, aus der das Wasser über zehn massive Holztröge fließt; am unteren Ende befindet sich ein größerer Teich mit zahlreichen Tier- und Pflanzenarten.

Kožljak – mittelalterliches Kastell aus dem 12. Jahrhundert, auf einer steilen Klippe gebaut, mit erhaltener Treppe.

Vojak – höchster Gipfel des Berges Učka,  1401 m hoch, mit einem alten Turm, von dem aus man die Kvarnerbucht mit den Inseln, die Berge von Gorski kotar, das Velebit-Gebirge, die Alpen und Italien sehen kann.

Sport und Erholung  – Učka ist der Ort, der zahlreiche Bergsteiger mit seinen gut eingerichteten und informativen Wanderwegen anzieht, aber auch viel Alpinisten, Radfahrer verschiedener Kategorien, Drachenflieger, Höhlenforscher, aber auch sportliche Abenteurer, die unter zahlreichen sportlichen Aktivitäten wählen können.

 

Naturpark Ucka – Bilder

Bild 1 – 2- 3- -4

 

 

Naturpark Ucka Map


Größere Kartenansicht

 

Naturpark Ucka Anreise

Aus Richtung Buzet oder Pazin fährt man bis unmittelbar vor den Učka-Tunnel. Hier fährt man die Passstraße mit bis zu 18% Steigung in Richtung Veprinac / Opatija. Ca. 2 km vor dem Restaurant / Pension Učka (unbedingt aussteigen, herrliche Sicht auf Opatija und Rijeka) geht eine schmale Passstraße direkt zum Vojak hinauf.

Von der Pension/Restaurant Učka führen im Sommer Wanderwege hinauf auf den Kamm (ca. 2,5 Std.). Auf dem Vojak selbst sind nur wenige Parkplätze vorhanden, die Passstraße ist äußerst schmal und serpentinenreich.

Bitte nicht im Winter oder bei Schneefall mit dem Auto hochfahren, Vereisungsgefahr, keine Wendemöglichkeit!

Nationalpark Paklenica

Nationalpark Paklenica

Der Nationalpark Paklenica ist ein Nationalpark im Velebit-Gebirgsmassiv 30 km nordöstlich der Stadt Zadar an der kroatischen Adria und ca. 1 km entfernt von Starigrad-Paklenica. Er wurde bereits im Jahre 1949 zum Nationalpark erklärt. Die höchsten Gipfel sind Vaganski Vrh mit 1.757 m. i. J. und Sveto Brdo (1.750 m. i. J.)
Paklenica bedeutet im Kroatischen „kleine Hölle“. Der Name entstand vermutlich aufgrund der rauen und steilen Karstfelsen, die zahlreiche versteckte Höhlen beherbergen und von der Sonne angestrahlt die Assoziation mit der Unterwelt erwecken. Eine alternative Erklärung führt den Namen auf die im Park häufig vorkommenden Schwarzkiefer zurück, deren Saft (Paklina) früher zur Imprägnierung von Booten verwendet wurde.

Nationalpark Paklenica 27Die Gesamtfläche dieses Nationalparks beträgt 96 Quadratkilometer. Der Nationalpark bietet Lebensraum für zahlreiche seltene und geschützte Tierarten: Braunbären, Luchse, Schlangenadler, Gänsegeier leben im Nationalpark. Daneben leben auch zahlreiche Reptilien im Velebit: giftige Hornvipern und Kreuzottern kommen im Karst Kroatiens relativ häufig vor.

Um die Vielfältigkeit des Parks kennenzulernen stehen 150 km markierte Wanderwege zur Verfügung. In einigen Gebieten ist es dringend angeraten diese aufgrund von weiterhin existierender Landminengefahr nicht zu verlassen. Das Zelten ist im Park nicht gestattet, allerdings stehen einige Berghütten und (kostenlose) Schutzhütten dem Wanderer zur Verfügung. Wasser ist im Park ausreichend und in trinkbarer Qualität vorhanden.

Obwohl das Velebit-Gebirge zahlreiche schöne Aussichtspunkte und abwechslungsreiche Wanderruten zu bieten hat, sind besonders die große und die kleine Schlucht – Velika Paklenica und Mala Paklenica – bei Einheimischen und Besuchern wegen ihrer wunderschönen Landschaft berühmt. Entsprechend wurde das Gebiet 1978 von der UNESCO auch zum Naturpark erklärt und unter besonderen Schutz gestellt. Diese 36,5 qkm große Fläche in der Nähe von Zadar und Starigrad erstreckt sich über 1758 Höhenmeter und ich besonders bei Kletterern beliebt, da die steilen Schluchten jedem Niveau gerecht werden und dabei immer noch eine Herausforderung darstellen. Die teils nur 50m voneinander entfernt liegenden fast senkrechten Karstwände steigen auf bis zu 500m und von jedem Punkt aus hat man einen guten Blick auf die Adria, die von dem Gebirgsmassiv nur durch einen schmalen Küstenstreifen getrennt ist. Aber auch für Wanderer und andere Naturfreunde ist der Nationalpark Paklenica ein lohnendes Reiseziel: Gemütlichere Wanderwege belohnen mit einer fantastischen Aussicht und im geschützten Territorium des Parks hat man die seltene Gelegenheit einige der letzten frei lebenden Geier Europas zu beobachten.

 

 

Informationen über die Nationalparck Paklenica

 

 

Geschichte

Nationalpark Paklenica 51Das Gebirge Velebit und besonders die Region des Nationalparks Paklenica waren unter Bergsteigern schon immer bekannt.

Die einen suchten hier ihre sportliche Herausforderung, die anderen veröffentlichten wissenschaftliche Schriften zur Tier- und Pflanzenwelt, zum Klima in dieser Küstennahen Berglandschaft oder den geomorphologischen Prozessen, die das einzigartige Panorama formten. Doch erst im Jahr 1928 wurde die Schlucht zum Nationalpark erklärt, im Jahr darauf wurde dieser Status aber nicht erneut bestätigt.

Bis in die 90er Jahre hinein umfasste das geschützte Gebiet gerade mal eine Fläche von 36,5 Quadratkilometern, die allerdings mittlerweile auf seine heutige Form erweitert wurde.

Heute gehören zwei Schluchten und ein Großteil des Hinterlandes zu dem 102 Quadratkilometer großen Naturpark. So ist seit 1997 sicher gestellt, dass die bis zu 400 Meter hohen Steilwände, die fruchtbaren Waldflächen und das einzigartige Panorama auch für künftige Generationen in all seiner Schönheit erhalten bleibt.

 

 

Flora & Fauna

Flora

Nationalpark Paklenica 6

In den steilen Hängen und den überhängen der beiden Schluchten wächst kaum etwas, nur äußerst resistente Gräser und der dekorative Alpenseidelbast können sich in der ungastlichen Umgebung behaupten. Auf den gemäßigteren Hängen hingegen bietet sich eine breite Vielfalt kroatischer Vegetation: Zum Meer hin gedeihen die mediterranen Pflanzen, zur Landseite hin kann man die kontinental-alpine Bewachsung entdecken. Zum Fuß des Gebirges erstrecken sich riesige Wälder voller Buchen, Eichen Eschen, Tannen und Fichten, in Gipfelnähe dünnt die Bewaldung ab und mehr und mehr Blüten- und Kräuterpflanzen finden sich ein.

 

 

 

Fauna

Wegen der tief ins Land hineinschneienden Schluchten mischen sich typische Küstentiere mit der charakteristischen Inlandfauna auf dem Gebiet des Nationalpark Paklenica. Besonders viele seltene Vogelarten fühlen sich an den Felswänden der Schneisen heimisch, hier kann man unter anderem die Zaun- und die Schwarzkopfammer, den Küstenbaumpieper und den Kleiber erspähen.

Wer allzu große Schwingen über sich kreisen sieht hat das Glück einen der vom aussterben bedrohten Schlangenadler, Steinadler oder den riesigen Gänsegeier in freier Wildbahn zu erleben.

Nationalpark Paklenica 15

Diese Aasfresser werden im Park nicht nur geduldet oder als Attraktion erhalten, sie erfüllen auch einen praktischen Zweck: Verendet eins der Schafe auf den Weiden des Gebirges wäre ein Abtransport zu mühsam, das langsame Verrotten des Kadavers andererseits würde zu Krankheiten unter den noch lebenden Tieren führen – und so übernimmt der Geier mit dieser „Fütterung“ die Funktion einer „biologischen Müllabfuhr“.

Neben den Vögeln wird der Luftraum von farbenprächtigen Schmetterlingsarten bevölkert, der Boden in den unteren Gefilden gehört den Echsen, Schlangen und der Landschildkröte.

In den bewaldeten Gebieten kann man schon mal auf einen der scheuen Bären, Wölfe oder eine der Wildkatzen stoßen, die hier noch immer frei und unbescholten leben. Ihre Spuren im Dickicht zu entdecken fällt den kundigen Fährtenlesern nicht schwer, die Tiere selbst allerdings zu Gesicht zu bekommen hat Seltenheitswert – aber das ist manch einem vielleicht auch lieber so… Zahmer und zahlreicher sind da schon die Gemsen, die man auf schwindelerregenden Felsvorsprüngen sehen kann.

Sie waren einst im Gebirge heimisch, wurden dann aber domestiziert oder ausgerottet und in den 1970er Jahren erneut ausgesetzt. Seither haben sie sich ihren „neuen alten Lebensraum“ weitestgehend erschlossen und scheinen sich über den Abwechslungsreichen Anblick von Sportkletterern ebenso zu freuen, wie umgekehrt!

 

 

Sehenswertes

Wanderwege

In acht Stunden kann es der geübte und fitte Wanderer von dem Parkplatz an der großen Schlucht aus bis zum 1758m hohen Gipfel Vaganski vrh schaffen.

Zwischendurch noch eine kurze Verschnaufpause und einen Snack an der Hütte Lugarnica auf 440m Höhe einlegen und dann dem Weg über einen malerischen Bach und entlang der Gipfel Crljeni kuk und Babin kuk weiterlaufen.

Nationalpark Paklenica 48

Doch dieses straffe sportliche Programm lässt die Schönheit der Natur und den Genuß der einzigartigen Kulisse außen vor.

Oben angekommen ist man bestimmt stolz und erschöpft – hat aber das schönste verpasst. Insofern ist es empfehlenswerter, den Park in mehreren kleinen Etappen zu erforschen.

Die 150km Wanderwegstrecken sind auf den Karten der Parkverwaltung eingezeichnet.

Wer nicht mit all den anderen Touristen laufen möchte.

Sollte sein Auto nicht am Parkeingang stehen lassen, sondern der Straße etwas weiter in die große Schlucht hinein folgen oder bei gutem Wetter in die kleine Schlucht hinübergehen und sich dort seinen Weg suchen.

Hier werden die Wanderwege allerdings weitgehend der Natur überlassen, was eine gute Ausrüstung empfehlen lässt.

In der heißen Sommerzeit hat man vom ausgetrockneten Flussbett aus einen schönen Blick auf die Hänge und die vielen weißköpfigen Gänsegier die hier die Abgeschiedenheit suchen.

Sobald aber die Niederschläge einsetzen ist eine Wanderung hier nur mit einem guten Reisebegleiter oder nach Erkundung des Gebiets im Trockenzustand eine gute Idee.

 

 

 

Höhle Manita pec

Nationalpark Paklenica 43
Die schönste aller Berghöhlen ist die von Stalakmiten durchsetzte Manita pec mit ihren beeindruckenden unterirdischen Hallen und Gängen.

Die größte bisher entdeckte Halle misst 65 x 40 Meter und ist 32 Meter hoch.

Bis zu einer Tiefe von 175 Metern ist das natürliche Gewölbe bereits erforscht und erschlossen, so dass es im Juli und August täglich, in den Monaten davor und danach mehrmals pro Woche mit einem geschulten Fremdenführer besichtigt werden kann.

Anmeldungen für die Touren – individuelle Besichtigungen sind aus Sicherheitsgründen nicht möglich – nimmt die Verwaltung des Parks im Hotel Alan entgegen.

 

 

 

Dörfer

Im unwegsamen Gebiet des Nationalparks sind Esel oft das einzige Verkehrs- und Transportmittel. Was Besuchern als ländliche Idylle und Hommage an vorindustrielle Zeiten erscheint, ist der Bevölkerung selbst oft lästig. Die Jugend zieht es aus den Ställen an die Universitäten und so wachsen die Großstädte, während Orte wie Jurline, Veliko Rujno und Ramici mit ihren Steinmäuerchen und Weideflächen den Großteil des Jahres verlassen im Naturpark liegen.

Einzig zu den Feiertagen und um der Hektik der Stadt zu entkommen kehren vor allem die älteren Bewohner gerne hierher zurück. Nur wenige Bewohner leben noch ganzjährig in Orten wie Marasovici, wo sie aber hauptsächlich auf hungrige, durstige und müde Ausflügler warten und nicht mehr der extrem kraftzehrenden Landarbeit auf dem steinigen, felsigen Grund nachgehen.

 

 

 

Panorama

Besonders schöne Aussichten genießt man bei einer Wanderung zum Vidakov kuk, wo Felsnadeltürme in die Höhe ragen und ihre Spitzen fast schon abzubröckeln scheinen. Kletterer versuchen sich an den schmalen Steinformationen, Wanderer können entweder zwischen ihnen einen Weg suchen und sich wie in einem versteinerten Wald fühlen oder von Starigrad aus den östlichen Wanderweg wählen und schon auf dem Hinweg die Aussicht auf die Rillenkarren genießen.

Eine Alternative hierzu bietet der Panoramaweg 5, der über die Babunjasa-Höhe in sanften Hebungen und Senkungen zu einem Weiler im Paklenica-Tal führt und einen einmaligen Blick auf all die Schönheit bietet, die diesen Park zum Naturschutzgebiet gemacht hat!

 

 

 

Klettern im Park Paklenica

Direkt am Eingang der großen Schlucht in der Nähe des Parkplatzes treffen sich die Kletterer und solche, die es werden wollen. In diesem recht einfachen Gebiet sind ausreichend Sicherungsvorkehrungen angebracht um langsam auf den Geschmack an der senkrechten Fortbewegung zu kommen.

Eine besondere Attraktion sind die Gänsegeiernester, die sich oberhalb der Kletterrouten befinden.

Nationalpark Paklenica 42

Diese Regionen sind für die Sportler selbstverständlich gesperrt, aber das Kreisen der Greifvögel und ihre Anwesenheit im Horst sind für die wartenden Kletterfans ein willkommenes Unterhaltungsprogramm.

Je weiter man in den Nationalpark vordringt, desto anspruchsvoller werden die Routen: In der Pension Rajina treffen sich Profi-Kletterer um neue Routen zu legen oder im umfangreichen Archiv an Originalberichten von Erstbegehungen zu stöbern.

Namhafte Freeclimber haben hier wertvolle Tipps hinterlassen und für ihre eigenen Reiseführer recherchiert.

Besonders idyllisch und ästhetisch sind die Routen an der Westwand des Anica kuk, die allerdings schon eines stundenlangen Hinmarsches bedürfen. An dieser 400m hohen Steilwand werden im Sommer auch Kurse angeboten.

Wer die Stecke, die schon einige tragische Opfer forderte, auf eigene Faust erkunden möchte, nimmt am besten seine Campingausrüstung mit und verteilt Kletter- und Wandertour auf mehrere Tage. Dann sind Vidakov kuk, Bojin kuk, Babin kuk und die Wände der kleinen Schlucht aber einmalige Erlebnisse und Herausforderungen, bei denen man nur aufpassen sollte, seine eigenen Fähigkeiten nicht zu überschätzen.

 

 

 

Bilder

Nationalpark Paklenica  Nationalpark Paklenica Aussicht

Nationalpark Paklencia Felswand  Nationalpark Paklencia besichtigen

Nationalpark Paklencia Gesteinswand  Nationalpark Paklencia große Felswand

nationalpark-paklenica-sehenswuerdigkeiten  Nationalpark Paklencia schöne Aussicht

Nationalpark Paklencia wichtige Orte  Nationalpark Paklencia Höhle

Nationalpark Paklencia Wegbeschreibung  Nationalpark Paklencia tolle Aussicht

Nationalpark Paklencia von oben  Nationalpark Paklencia Gipfelkreuz

Nationalpark Paklencia Sonnenuntergang

 

 

 

Video

 

 

 

 

Map

 

 

 

Anreise

Nationalpark Paklenica 28

Über das gut ausgebaute Autobahnnetz Kroatiens fährt man zum Küstenort Starigrad und folgt von hier den Schildern nach Paklenica.

Im Hotel Alan, in dem man bei mehrtägigen Besuchen auch komfortabel wohnen kann, findet man den Verwaltungssitz des Parks und kompetente Ansprechpartner für Fragen zu öffnungszeiten, Flora, Fauna und allem, was Sie sonst noch über die Schluchten wissen möchten.

Von hieraus führt eine gut beschilderte Straße zu Haupteingang und dem Anfang der großen Schlucht Velinka Paklenica. Im Park selbst stehen Ihnen zahlreiche ausgeschriebene Straßen und Wanderstrecken zur Wahl.

Einerseits scheint im Velebit-Gebirge an 1840 Stunden pro Jahr die Sonne, andererseits sind hier sehr viel heftigere und häufigere Niederschläge als in den Küstenregionen zu verzeichnen. In den Höhen kommt es auch im Sommer gelegentlich zu Nebelbänken und die Temperaturen liegen meist unter denen der nahen Großstädte.

Darum empfiehlt es sich, auch bei Sonnenschein und vermeintlich strahlendem Wetter einen Pullover oder eine Regenjacke mit auf die Wanderung zu nehmen. Mit etwas Glück kann man die ja ausschließlich als Picknickdecke umfunktionieren!

 

 

 

Nationalpark Risnjak

Der Nationalpark „Risnjak“ befindet sich in Gorski kotar, dem waldreichsten Gebiet im Westen Kroatiens. Der Park, mit einem Oberflache von 63,5 km2, umfasst den mittleren Teil des Massivs des Risnjak und des Snjeznik, sowie den Oberlauf des Flusses Kupa mit Quellgebiet.

Nationalpark Risnjak 3

Das Gebiet des Risnjak – Massivs wurde im Jahr 1953 auf Vorschlag vom bedeutenden kroatischen Naturforscher und Erforscher des Risnjak, Prof. Dr. Ivo Horvat, zum Nationalpark erklärt. Anfang 1997 wurde der NP „Risnjak“ auf das Gebiet des Massivs des Snjeznik und das Quellgebiet des Flusses Kupa erweitert, womit der Wunsch des Prof. Dr. Ivo Horvat, diesen Bereich zu schützen und aufzuwerten, erfüllt wurde.

Nationalpark Risnjak Das Gebiet des NP Risnjak gehört dem Dinarischen Gebirge, welches sich von Ostalpen zum Sar-Pindos Gebirge erstreckt, bzw. Dies ist ein Teil des Gebiets, das die Alpen und die Dinariden verbindet. Über das Massiv des Risnjak und Snjeznik haben sich große Migrationen der alpinen in Richtung Südosten bewegt, doch hat sich in diesem Gebirge eine Vegetation bewahrt, die sich wesentlich von jener in den Alpen unterscheidet.

Der Nationalpark Risnjak – Nacionalni park Risnjak liegt im Gorski Kotar in der Nähe von Rijeka. Der Namensteil Ris heißt Luchs, der hier in den Wäldern noch lebt.

 

Die Wege zum Veliki Risnjak

Das Hauptziel der meisten Besucher des Parks ist der Gipfel des Veliki Risnjak. Bis zur Berghütte, die sich unter dem Gipfel befindet, und die „Sloserov dom“, nach dem Botaniker und dem ersten Vorsitzendem des Kroatischen Bergsteigerbundes, Dr. Josip Schlosser-Klekovski, genannt wurde, führen einige markierte Bergsteige. Aus Bijela Vodica sind es sogar zwei der erste-„Horvatova staza“, steigt langsam die Waldstraße bis zur Kreuzung Podi herauf, führt weiter neben der Vucja jama, Klupice und den Trümmern der Stara lugarnica, bis zur wichtigen Kreuzung zum Grenzstein 51. Von da aus, führt ein immer steiler werdender Steig zur Berghütte. Ein anderer Steig führt ohne Aufstieg durch das Leska-Tal zur Klada-Quelle, und dann zum Teil mit Holzstiegen zur Kreuzung Markov brlog auf der Straße über Leska. Von der Kreuzung geht es dann weiter westlich neben der Zelena ponikva und durch das Felsentor Janjicarska vrata zur Kreuzung Medvjeda vrata, und dann rechts, über den Mali Juzni Risnjak zur Berghütte. Die Bergsteiger die zum Gipfel des Risnjak von Tuhobic uber Lepenica, Osoje und Gornje podolje über die Rijeka – Bergsteiger-Transversale (RT) heraufsteigen, treten in den Park von der nordwestlichen Seite von Suha Recina ein, und kommen dann über Medvjeda vrata zur Berghütte.

 

 

Die Wege Richtung Kupa-Quelle

Die Quelle des Flusses Kupa, als eine hydro-geologische Besonderheit und eine der Perlen des NP „Risnjak“, zieht viele Besucher an. Die Haupteingänge zur Kupa-Quelle fuhren aus zwei Richtungen. Der erste kommt vom Dorf Razloge, wohin man über eine enge Asphaltsraße, die Nahe Malo selo von der Straße Gerovo – Crni Lug abzweigt, mit dem Auto kommen kann. Aus dem Dorf Razloge führt der Weg steil bergab in Richtung Kupa-Quelle, die dann noch 30 Minuten entfernt ist. Der zweite Haupteingang führt aus dem Dorf Kupari, wohin man auch mit dem Auto über eine kurvige asphaltierte Straße kommen kann. Diese Straße erreicht man wenn man von der Asphaltstraße Mali Lug – Zamost abbiegt. Von Kupari führt ein Bergsteig welcher zuerst über die Kupa-Quelle ansteigt, dann in den Flussbett von Krasicevica bergab führt, und dann ist die Quelle selbst nur noch 5 Minuten entfernt. An diesen Weg schließen sich die Wege von Hrvatsko und Osilnica an.

 

Informationen über die Nationalpark Risnjak

 

 

Geschichte

1953 wurde der Nationalpark Risnjak auf Initiative des Naturforschers Hovat gegründet. Es gilt, in ihm das beeindruckende Zusammentreffen zweier Gebirgsketten und eines Flusslaufs zu bewahren und die natürliche Entwicklung frei von Behinderungen und Modifikationen zu gewährleisten. Damals betrug die Parkfläche gerade mal 32 Quadratkilometer, im Laufe der Zeit wurde sie allerdings verdoppelt. Nur 10 Kilometer von der Adriaküste entfernt auf einer Höhe von bis zu 1525 Metern befindet sich heute eins der beliebtesten Erholungsgebiete Kroatiens. Durch kleine Siedlungen direkt im Park sind mehrtägige Aufenthalte hier eher die Regel als die Ausnahme und wer in den langen verschneiten Wintern zwischen den Gipfeln der Dinariden einen Spaziergang macht, wäre wohl kaum überrascht, hier die idyllische, von Menschenhand unberührte Heimat des legendären Yeti gefunden zu haben.

 

 

Flora und Fauna

Flora

Zwischen Juni und Juli erblüht der Risnjak in seiner ganzen farbenfrohen Blütenpracht, besonders die obere Zone, auf der Berghütten zum genießen einladen, protzt geradezu mit immer neuen Farb- und Fomvariationen, Düften und Designs. Hier findet man noch Edelweiß (bitte nicht pflücken!), Orchideen, Alpen-Waldrebe und Feuerlilien. Die Alpenrose, Enzian, Veilchen und Sonnenröschen sind hier ebenso zu finden, wie hunderte weitere Arten, die sich allesamt gar nicht in einem einzelnen Blumenstrauß unterbringen ließen. Bereits 1953 wurden 872 verschiedene Pflanzen auf dem Gelände des Parks dokumentiert so dass einem auch bei mehrtägigen Wanderungen immer wieder eine neue Naturschönheit ins Auge fallen wird.

Nationalpark Risnjak 6 Oberhalb der Blumenwiesen kämpft die Latschenkiefer gegen Wind und Fels, unterhalb der Lichtungen stehen die dichten Wälder, die dazu bewogen, diese Gegend zu einem Naturschutzgebiet zu erklären: Auf gerade mal 30 Quadratkilometern schufen die Einflüsse des adriatischen Küstenwetters, des Kontinentalklimas, die Dinariden und die Alpen eine einzigartige Waldlandschaft. Auf 55% der gesamten Parkfläche erstreckt sich der Buchen-Tannenwald auf bis zu 1200 Höhenmeter. Im Schatten unter den Kronen wuchern Pflanzen wie Christrose und Reitgras, außerdem sind auch Bergahorn, Ulme und Fichten vereinzelt vertreten. Je höher man in dem Wald den Gipfel emporsteigt, desto kleiner werden die Bäume und desto krummer die Stämme. Dies ist auf die Witterung zurückzuführen: Da hier im Winter regelmäßig dicke Schneeschichten angehäuft werden, wachsen die jungen Triebe im dunkeln erst geradeaus, also im 90-Grad-Winkel zum Boden, wenden sich dann aber dem Licht und der Sonne zu. Doch das Wachstum gestaltet sich wegen des ungastlichen Bodens und der strengen Winde weitaus schwieriger als im Tal – und so bleiben die Bäume hier so klein, dass die Buche als Gesträuch, als so genanntes „Krummholz“ erscheint. Im geschützten Leskatal hingegen schießen die Tannen auf bis zu 45 Meter Höhe empor, haben einen Durchmesser von nicht selten einem Meter und würden über 1000 Kubikmeter Holz spenden – dürfte man sie denn schlagen. Und hier ist die tendenziell abschreckende Geographie des Risnjak nur von Vorteil: Denn wegen der unzugänglichen Lage gibt es auch heute noch einige Bereiche innerhalb des Reservats, die nie gerodet oder anderweitig intensiv landwirtschaftlich genutzt wurden. Die „Urwälder“ Kroatiens sind allerdings nur Wissenschaftlern zugänglich, damit ihr naturbelassener Zustand nicht durch weggeworfene Kaugummipapiere, blumenpflückende Romantiker oder trampelnde Touristen gefährdet wird – zumindest nicht, bis alle Geheimnisse des Waldes erforscht sind und dann auch diese Reservate für den Blicken der öffentlichkeit preisgegeben werden.

 

Fauna

Je nach Pflanzenvorkommen variiert auch die Art und Anzahl der im Park lebenden Tiere. So nisten etwa nur 72 der 97 hier lebenden Vogelarten auch auf dem Terrain des Risnjak, was aber schon einen deutlichen Erfolg im Umweltschutz darstellt – andernorts kann von Artenvielfalt weitaus weniger gesprochen werden. Im Subalpinen Buchenwald sind Spechte, Meisen und der Gartenrotschwanz. In den Regionen darunter ist z.B. das seltene Haselhuhn heimisch, darüber, im Krummholzbestand leben auch die Ringdrossel, die Heckenbraunelle oder etwa der Hausrotschwanz. Nationalpark Risnjak 14Und in den felsigen Gefilden nahe des Gipfels leben und nisten acht verschiedene Greifvogelsorten. In der Kupa leben außerdem äschen, Forellen und Elritzen, die sich in den 5-6 Grad kalten Wassertemperaturen gerade wohl fühlen, und vor lauter übermut auch oft den von der Parkverwaltung legitimierten Anglern in die Netze gehen. Die Säugetiere sind im Park ebenso umfangreich vertreten: Hirsche und Rehe, Gemsen und Kleinwild bevölkern die Hänge und erfreuen die Wanderer schon durch ihre reine Anwesenheit. Seltener zu entdecken sind da schon die Raubtiere. Rund um den Risnjak haben sich Luchs, Wolf und Braunbär niedergelassen, auch das eine oder andere Wildschwein durchstreift die Berge. Da der Park über eine recht kleine Fläche verfügt, ist der Tierbestand des Parks zugleich auch ein Beispiel für die Fauna seiner Umgebung. Da es keine erbauten Grenzen zwischen Park und Umland gibt, zieht es viele der Tiere auf Futtersuche in die ungeschützten Täler, wo sie zum Abschuss freigegeben werden. Daher hat die Parkverwaltung regelmäßige Fütterungen eingerichtet: Nicht, um das Wild zu domestizieren sondern um allzu weite Wanderungen überflüssig zu machen und so den Bestand zu schützen.

 

Geographie

In einigen Kilometern entfernt, parallel zur Küste zieht sich die Gebirgskette Dinariden durch das kroatische Hinterland. Einen Teil davon macht das Gorski Kotar aus, dessen höchster Gipfel wiederum der Berg Risnjak ist. Der mit 1505 m etwas niedrigere und 3 km entfernte Gipfel Snjeznik gehört ebenso zu diesem Terrain wie die wertvollen Hochwälder zwischen ihnen, die großen landwirtschaftlichen Nutzflächen und die idyllischen Lichtungen an den Hängen der beiden Berge und ihrer umgebenden Gipfel.

Doch zum Nationalpark wurde nach wissenschaftlichen Kriterien nur eine Fläche von gerade mal 32 Quadratkilometern rings um den Berg Risnjak gekürt, die allerdings 1997 nach touristischen und wirtschaftlichen überlegungen auf das doppelte Maß ausgedehnt wurde, so dass die Gebirgskette des Snjeznik und das Quellgebiet des Flusses Kupa ebenfalls geschützt sind. Der gesamte Park befindet sich über 300 Höhenmetern, die Landschaft lädt zu Wanderungen ein und so treffen hier Freizeitgestaltung und Umweltschutz in wünschenswerter Harmonie aufeinander.

Die Gipfel des Reservats bestehen aus Jurakalkstein, so dass sich die typischen Karstformationen mit schroffen Felsen und Trogartigen Tälern bilden. Der Karbonhaltige Boden nimmt Niederschläge schnell auf und eine abwechslungsreiche Vegetation geht aus ihm hervor. Dieser immerfeuchte Boden leitet zwar auf seiner Oberfläche keinen Tropfen in einen großen Wasserlauf, lässt aber im Erdinneren das Wasser in die Kupa und ins schwarze Meer einfließen.
Nationalpark Risnjak LandschaftDie Kupa selbst, die nicht nur die Grenze des Nationalparks Risnjak sondern auch die des Staates Kroatien bestimmt, entspringt auf 313 Höhenmetern einer 80 m tiefen, unterirdischen Quelle, die zunächst einen 50 m breiten See bildet und dann über 5 km und mit ersten Stromschnellen innerhalb des Nationalparks fließt. Das Klime im Nationalpark hängt natürlich stark von der Höhe ab, auf der man misst, aber allgemein gesagt sind Niederschläge hier recht häufig und heftig, kein Winter geht vorüber, ohne dass der Park in Schnee gezuckert daliegt.

Am Gipfel sind es im Juli durchschnittlich 12,6 Grad, im Januar 3,3, so dass die bis zu 4 Meter hohe Schneedecke hier fast ein halbes Jahr zum Schmelzen braucht.

Doch mit einem Luftfeuchtigkeitsmittel von allzeit über 80% weist der Risnjak schon fast tropische Werte auf. Diese seltene Kombination führt zu der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt, die es mit Einrichtung des Nationalparks zu schützen gilt.

 

 

Bilder

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Anreise

 

Von Zagreb kommend folgt man der alten Straße oder der Autobahn Richtung Rijeka, biegt aber schon früh nach Delnice ab. Der Ort hat einen eigenen Bahnhof, so dass auch die Anreise per Zug möglich ist. Von hieraus sind es ca. 12 Kilometer nach Crni lug, ein pittoresker Ort, der den Eingang zum Park markiert und in dem die Verwaltung von Risnjak ihren Sitz hat.

Die Mitarbeiter stehen während der öffnungszeiten persönlich für Empfehlungen und Fragen zur Verfügung, geführte Touren können hier gebucht und allerlei Informationsmaterial gesichtet werden.

Nationalpark Risnjak 22

Von hieraus kann man auf mehreren Wanderwegen den Nationalpark und vor allem das Leska-Tal auf eigene Faust erkunden. Wer es allerdings bequemer mag, fährt mit dem Auto über die Straße zwischen Zagreb und Rijeka bis zu der Ausfahrt Gornje Jelenje und folgt dem Waldweg Richtung Vilje ca. sieben Kilometer.

Nach rechts führt ein schlecht ausgebauter Stichweg zu einem Parkplatz von dem aus man den Gipfel in einem kurzen Fußmarsch erreicht. Wer aus dem Norden anreist erreicht den Park am einfachsten über die Straße zwischen Gerovo und Lazac, vom Westen aus steuert man zunächst die Ortschaft Platak an und setzt dann seine Reise entweder zu Fuß zur Südflanke des Snjeznik entlang eines alten Römerpfads oder mit dem Wagen abermals Richtung Gornje Jelenje fort.

 

 

Tipps

Am Ort Bijela Vodica startet der Naturlehrpfad Leska. über 4 Kilometer erklären zwölf Schautafeln und umfangreiche Informationen den subalpinen Wald, die wichtigsten Gesteinsphänomene und sensibilisieren für die bedrohte Tierwelt der Region. Im Anschluss daran kann der Spaziergang um eine echte Wanderung erweitert werden: Bis zum Gipfel braucht man gut einen halben Tag, wenn man die Aussicht auf der Bergschulter Schlosserov genießen und vielleicht noch in die dortige Hütte einkehren möchte, um so länger. Für den oberen Teil des Gebirges sollten Sie aber – trotz gut markierter und regelmäßig gewarteter Wege – unbedingt professionelle Wanderschuhe anziehen und ausreichend Getränke und Sonnenschutz nicht vergessen!

Auch wenn Sie auf Ihren Ausflügen keinen Luchs zu Gesicht bekommen sollten: Diese scheuen und seltenen Tiere sind hier reichlich vertreten – nicht zuletzt im Namen des Park: „riss“ bedeutet auf kroatisch „Luchs“ und der Berg Risnjak wurde wohl nach diesen Geschöpfen benannt. Doch gerade da sie so zahlreich vorhanden waren, fiel die Jagd auf sie leicht, so dass Mitte des 19. Jahrhunderts der letzte Luchs der ursprünglichen Population gesichtet und erschossen wurde. Doch dass es hier heute wieder so viele dieser Wildkatzen gibt ist nicht etwa einer künstlichen Ansiedlung zu verdanken sondern es handelt sich um selbstständig aus Slowenien eingewanderte Tiere.

 

Aktivitäten:

  • Ein Spaziergang auf dem Lehrpfad “Leska” (4,2 km). Der Weg beginnt beim Verwaltungsgebäude in Crni Lug und dauert ca. 1 Stunde 45 Minuten.
  • Eine Wanderung zur Kupa-Quelle. Die Wege zur Kupa-Quelle finden Sie auf der offiziellen Homepage des Nationalparks.
  • Bergsteigen und Trekking
  • Routen in Richtung Veliki Risnjak und Snjeznik finden Sie auf der offiziellen Homepage des Nationalparks.
  • Mountainbike
  • Ski
  • Sportfischerei ist möglich von Anfang April bis Ende Oktober gegen Zahlung einer zusätzlichen Gebühr von 150,00 Kuna.

 

Veranstaltungen:

Der Risnjak Mountain Trek – Ein Wettbewerb, bei dem eine festgelegte Strecke mit Checkpoints überwunden werden muß. Geräte und Verpflegung werden bereit gestellt. Für die Teilnahme an dem Rennen sind grundlegenden Kenntnisse über Trekking in der Natur notwendig. Jedes Jahr wird der Streckenverlauf geändert. Der Wettbewerb findet im Sommer statt.
Eko-Tage – An diesen Tagen werden heimische Produkte aus ökologischer Herstellung präsentiert.

 

 

 

Nationalpark Mljet

Im Nordwesten der Insel Mljet befindet sich ein sehr schöner Nationalpark. Gegründet wurde der Nationalpark Mljet am 11.11.1960 und gehört seitdem zu den Hauptattraktionen der grünen Insel, wie Mljet auch genannt wird. Das Besondere an diesem Gebiet sind, neben den uralten Kiefer-und Steineichenwälder, die gesamte über Jahrhunderte gewachsene Schönheit der Natur. Hier findet man den Kanal Soine, den Großen und den Kleinen See sowie einige bedeutende kulturelle und historische Denkmäler, wie beispielsweise Paläste und Basiliken. Besonders schön ist auch die kleine Insel der Heiligen Maria mit dem Benediktinerkloster.

Der National Park Mljet liegt ca. 20 km nördlich von Sobra, wo sich der Hafen der Insel befindet. Am besten fährt man mit dem Auto oder dem Roller dorthin. Die Fahrt ist recht einfach, da es nur eine Straße gibt und der Park früh ausgeschildert ist. Der Eintritt in den Nationalpark beträgt 90 Kuna pro Person, das entspricht gut 12 €. Am Eingang in den Park befindet sich ein großer naturbelassener kostenloser Parkplatz. Hier gibt es Picknickbänke und -tische, eine große Karte von dem Park und ein kleines Häuschen, in dem man die Eintrittskarten kaufen kann.

Mljet Insel

Von hier aus geht man nur ein paar Minuten zu Fuß weiter und dann gelangt man schon an die Anlegestelle, von wo aus die Schiffe des Parks zur Insel der heiligen Maria fahren. Die Schiffe fahren ab dem frühen Vormittag regelmäßig über den Großen See zur Insel und zurück. Die Fahrt dauert nur wenige Minuten, schon von weitem sieht man die Kirche und das Benediktinerkloster. Auf der Insel angekommen kann man in einen kleinen Souvenirshop gehen oder direkt weiter zum Kloster und der Kirche. Zur Zeit befinden diese sich in Umbauarbeiten und können daher nicht besichtigt werden. Folgt man dem Weg weiter gelangt man zu einer kleinen Steinkapelle, in der man viele persönliche Fürbitten und Gebete in allen möglichen Sprachen findet. Der Weg führt dann zu einem kleinen sehr klarem See, in dem man viele Fische beobachten kann. Viel mehr gibt es auf der Insel auch nicht zu sehen.

Von hier aus kann man mit einem weiterem Schiff wieder zurück in den Nationalpark fahren. Hier kommt man an einem Verleih für Fahrräder, Kanus und andere kleine Boote vorbei. Wenn man weiter geht kommt man den Kleinen See, der genau wie der Große See, ein Salzwassersee ist. Beide Seen sind mit dem Meer verbunden und ihnen werden heilende Wirkungen zu gesprochen. Hier gibt es einen kleinen Strand an dem man unbedingt eine Schwimmpause einlegen sollte. Das Wasser der beiden Seen im Park ist durchschnittlich 2-3 Grad wärmer als an den anderen Stränden auf Mljet, der Große See ist im Sommer ca. 25° warm und der Kleine See sogar 27°. Hier macht das Schwimmen richtig Spaß. Meistens ist hier ein Eiswagen, der auch Softdrinks verkauft, zu finden. Wer nicht so eng bei den anderen Besuchern liegen möchte kann auch gegenüber von dem Strand ins Wasser gehen. Hier kann man zwischen den Bäumen sitzen und ist auch nur wenige Schritte vom klaren warmen See entfernt. Wenn man genug geschwommen und in der Sonne gelegen hat, kann man den Nationalpark über die sehr gut ausgebauten Wanderwege erkunden und viel Natur genießen. Selbst in der Hochsaison kann man die natürliche Ruhe genießen und abschalten, da man auf vielen Teilen des Weges alleine unterwegs ist. Ein Besuch in den Nationalpark ist sehr lohnenswert und man sollte unbedingt Badesachen einpacken, da das Schwimmen hier ein ganz besonderes Vergnügen ist.

 

Informationen über die  Nationalpark Mljet

 

 

Geschichte zum Nationalpark Mljet

Der westliche Teil der Insel Mljet wurde im Jahre 1960 zum Nationalpark erklärt, zum Schutz der Aleppokiefern-, der Eichen- und Steineichenwälder sowie der beiden Salzwasserseen. Diese Salzseen entstanden vor ca. 10.000 Jahren, als sich nach der letzten Eiszeit früher vorhandene Karstfelder nach dem Ansteigen des Wasserspiegels mit Wasser füllten. Zu Zeiten der Gründung des Nationalparks hatte der Verbindungskanal zwischen dem Meer und den Seen eine Breite von etwa 4 m und war lediglich einen halben Meter tief. Später hat man den Kanal beschiffbar gemacht – verbreitert und auf eine Tiefe von etwa 2,50 m gebracht.

Auf der Anhöhe Mali Gradac (in der Nähe von Babine Kuce) gibt es Reste einer illyrischen Befestigungsanlage. In der Römerzeit wird die Insel unter dem Namen Melite erwähnt. Aus dieser Zeit sind überall auf der Insel Funde vorhanden: in Pomena, Zare, Pinjevica. Aus der Übergangszeit zum Frühmittelalter stammen die Ruinen eines Palastes und einer altchristlichen Basilika in Polace. Um 536/537 wurde die Insel dem Oströmischen Reich angegliedert. Später fiel sie an den Stamm der Neretljani, danach an das Fürstentum Zahumlje. Aus dieser Zeit stammen die frühromanischen kleinen Kirchen St. Pankratius, St. Andreas und St. Michael in Babino Polje. Der Obergespan von Zahumlje, Desa, schenkt 1151 die gesamte Insel den Benediktinern (aus der Abtei Pulsano auf dem Monte Gargano in Apulien), die auf dem Inselchen des Großen Sees ihre Abtei und Kirche errichten. Im Jahr 1333 geht Mljet durch eine Schenkung des bosnischen Banus Stjepan an die Republik Dubrovnik. Ab dieser Zeit wird die Insel von einem Fürsten mit Amtssitz in Babino Polje verwaltet. Im Jahr 1345 erhält Mljet seine eigene Verfassung. In der Gotik wurden auf der Insel mehrere Kirchen gebaut (die Pfarrkirche in Babino Polje, die Dreifaltigkeitskirche in Prozura, St. Veit in Korita _ alle aus dem 15. Jh. ). Die Kirchenruine St. Maria vom Berg stammt aus der Übergangszeit von der Gotik zur Renaissance. Die profane Baukunst ist mit einigen charakteristischen Gebäuden vertreten (das Renaissanceschloß des Mljeter Fürsten in Babino Polje, einige barocke Häuser aus dem 17./18. Jh. in Korita).

Mljet Insel 2

Nationalpark Mljet (seit 1960), im Nordwestteil der Insel gelegen; 54 km2. Der Park umfasst den Großen und den Kleinen See sowie den Soline-Kanal. Die Seen sind durch schmale und seichte, künstlich vertiefte Kanäle sowohl miteinander als auch mit dem Meer verbunden. Der Nationalpark birgt eine große Zahl von Pflanzengemeinschaften:

Aleppokiefern (Pinus halepensis) und Steineichen (Quercus ilex) mit dichter Macchia. Der Große und der Kleine See sowie der Soline-Kanal haben besondere physikalische Eigenschaften: der Kleine See z.B. ist einem natürlichen Eutrophierungsprozeß ausgesetzt, so dass in den unteren Tiefen kein Sauerstoff vorhanden ist. In den Wäldern leben Mungos; die Südküste bildet den Lebensraum der Mönchsrobbe. In der Südbucht des Großen Sees liegt eine etwa 200 m lange und etwa 120 m breite Insel, auf der die Benediktiner im 12. Jh. ein Kloster mit Marienkirche errichteten. Die Kirche St. Maria weist romanische Merkmale auf. Die Vorhalle mit den hohen Reliefs (Heiligengestalten) wurde wahrscheinlich an der Wende vom 12. ins 13. Jahrhundert gebaut. Davor steht ein Renaissanceportikus mit dem Familienwappen der Gundulic aus dem 16./17. Jh. Aus dieser Zeit stammt auch der viereckige Wehrturm. An der Nordostseite der Kirche steht ein romanischer Glockenturm. In der Barockzeit erhielt die Kirche zwei Seitenkapellen mit Altären. Das alte Klostergebäude mit Kreuzgang und geräumigem Keller wurde im 16. Jh. zur Meerseite um einen zweistöckigen Renaissancebau mit einer 30 m langen Terrasse an der Stirnseite erweitert. Zu dieser Zeit wurde die Klosteranlage befestigt (Wehrmauern und -türme am Südende). Das Kloster wurde 1869 säkularisiert und aufgegeben; darin befand sich bis 1941 die Forstverwaltung der Insel Mljet; 1959_60 wurde ein Hotel daraus gemacht. In neuester Zeit wird die Kirche ihrer sakralen Funktion zurückgeführt; für das Kloster sucht man noch einen Verwendungszweck. Der Festtag der Kirche ist Maria Himmelfahrt (15. August). Im Benediktinerkloster von Mljet weilten als Ordensbrüder bekannte Schriftsteller aus Dubrovnik: Mavro Vetranovic (1482_1576), Mavro Orbini (gest. 1614) und Ignjat DurDeviC (1675_1737), der seinen Aufenthalt auf Mljet in einem Gedicht beschrieb.

 

 

Flora und Fauna

Die Insel Mljet verdankt dem milden Mittelmeerklima und der abgeschotteten ruhigen Lage ihren Reichtum an Vegetation und vielen unterschiedlichen Tierarten.

In der Pflanzenwelt von Mljet sind die Kiefern und Eichen besonders zahlreich vertreten. Ein riesiger Kiefernwald, der den Kleinen und Großen See, die Pomena Bucht, die Berge Gaja und Bugari sowie die Ortschaft Govedari umfasst gehört zu den schönsten, gesündesten und dichtesten seiner Art im gesamten Mittelmeerraum. Die immergrünen Steineichen findet man vor allem in Valakija, Nikolin Dolac, Neze und Ivanje Polje. Vor dem verheerendem Waldbrand zu Beginn des 20. Jahrhunderts konnten man sogar im Hochsommer in der Mittagszeit im Schatten der Jahrhunderte alten Kiefern und Eichen zwischen den Orten Babino Polje und Govedari hin -und hergehen. Die komplette Straße lag im Schatten der hohen Baumkronen und durch die dichte Blätterdecke kam kein Sonnenstrahl hindurch. Der südöstliche Teil der Insel Mljet steht unter Naturschutz, im Nationalpark Mljet findet man weitere seltene Pflanzenarten, die als besonders schützenwert gelten. Daher herrschen im Nationalpark strenge Regeln. Zum Beispiel folgende Regeln sollte man dort befolgen: man darf keine Blumen pflücken, Blätter von den Bäumen reißen oder die gekennzeichneten Wege verlassen.

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Während die Wälder auf Mljet früher eine wichtige wirtschaftliche Rolle im Leben der Inselbewohner spielten dienen sie heute vor allem wissenschaftlichen und touristischen Aktivitäten. Die Verwaltung des Nationalparks von Mljet und die Forstverwaltungen der Gemeinden Split und Dubrovnik bemühen sich intensiv um den Schutz der Wälder. Die Tierwelt der Insel Mljet ist sehr abwechslungsreich neben vielen Meerbewohnern, wie beispielsweise Barsche, Brassen, Meeraale, Moränen und unzähligen weiteren trifft man an Land zum Beispiel auf Marder, Wildkatzen, wilde Ziegen und Esel, Siebenschläfer, Weichschildkröten, Mäuse, Insekten und sehr viele Vogelarten. Heute gibt es auf der Insel Mljet einige ungiftige Schlangenarten. Anfang des letzten Jahrhunderts starben viele Inselbewohner an den Bissen der giftigen Hornviper, so dass der damalige Forstverwalter indische Mungos nach Mljet holte, die die giftigen Schlangen fraßen. Heute hat sich dank der Mungos die Zahl der giftigen Schlangen so minimiert, dass sie gar nicht mehr explizit erwähnt werden. Die kleinen grauen Tiere kommen mit ihrem Schwanz auf eine Länge von knapp einem Meter. Der winzige Kopf mit den kleinen flinken Augen und spitzer Schnauze wird von kaum sichtbaren Ohren eingerahmt. Trotz ihres possierlichen Aussehens sind die Mungos fleißige Jäger und fressen alles was nicht größer als ein Hase ist. Selbst Vögel sind vor ihnen nicht sicher, besonders auf Hühner haben sie es abgesehen. Da Mungos auch die giftigen Skorpione fressen sind sie bei den Bewohnern der Insel Mljet sehr beliebt. Weil die Mungos zwischen sechs und neun Junge jedes Jahr bekommen wächst ihre Zahl kontinuierlich weiter.

Neben den Mungos sind 1958 auch Edelhirsche, Axis, Hasen die Gemsenart Muflon, Fasane, Rebhühner und Wildschweine auf der Insel Mljet ausgesetzt worden. Bis heute haben es davon nur die Hasen, Edelhirsche und Wildschweine geschafft zu überleben. Die Wildschweine entwickeln sich allerdings nach und nach zu einer richtigen Plage, da sie nicht nur sehr gefräßig sind und einige Tierarten fast schon ausgerottet haben, sondern auch Obstgärten, Weinberge oder Kartoffelfelder auf ihrer Nahrungssuche verwüsten. Um dieses Ungleichgewicht zu regulieren bietet die Insel Mljet Wildschweinjagden an, die unter der Aufsicht des Jagdvereins und der Verwaltung des Nationalparks stattfinden.

 

 

Geologie

Der Nationalpark nimmt den nordwestlichen Teil der Insel Mljet ein und besteht fast nur aus Wäldern. Seine Gesamtfläche beträgt 5375 Hektar. Vom Berg Montokuc und anderen Gipfeln hat man eine wunderbare Aussicht über den ganzen Nationalpark sowie zur Halbinsel Pelješac und zur offenen südlichen Adria. Im Nationalpark Mljet befindet sich zwei natürliche Salzseen, der Veliko jezero und der Mali jezero.

 

Veliko und Malo jezero
Diese Salzseen sind ein einzigartiges geologisches und ozeanisches Phänomen von weltweiter Bedeutung.

Mljet Insel 4
Der etwa 145 ha große und stellenweise 46 m tiefe Salzwassersee Veliko jezero besitzt bei Soline eine natürliche Kanalverbindung zum Adriatischen Meer und einen Durchfluss zum kleineren Salzsee Malo jezero (24 ha). Rund um die Seen verläuft ein Spazierweg, der an den Weilern Babino, Kuce, Pristaniste und Soline vorbeiführt. Im Veliko jezero liegt die Klosterinsel Sveta Marija. Diese reißende Furt ist mit Veliki Most bezeichnet und bietet die besten Bademöglichkeiten.

Klosterinsel Sveta Marija
Auf der Klosterinsel Sveta Marija befindet sich das ehemalige Benediktinerkloster aus dem 12. Jahrhundert. Im 16. Jh. wurde die Kirche im Rennaissancestil erweitert und in der Zeit vor dem jugoslawischen Kriegskonflikt als Hotel genutzt.

Per Ausflugsboot kann man stündlich zu der Benediktinerkirche übersetzen. Wer es sich zutraut, kann auch hinüberschwimmen.

Pomena
Sehr reizvoll liegt Pomena im Nordwesten auf der Insel Mljet. Fußwege verbinden dieses Fischerdorf mit dem Salzsee Malo Jezero. In Pomena befindet sich das einzige Hotel auf der Insel.

Polace
„Polace“ bedeutet Palast und rührt von der ehemaligen römischen Siedlung am südwestlichen Ortsende her. Polace hat einen kleinen Hafen, von dem aus Fahrten zur Halbinsel Peljesac angeboten werden.

 

 

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Nationalpark Mljet Reisetipp

 

 

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Anreise

Man erreicht die Insel Mljet mittels Fähre von Dubrovnik oder Korcula aus kommend. Der Hauptfährort ist Sobra. Um 10 und 18 Uhr legen Fähren von Dubrovnik ab und von Sobra um 6 und 19:30 Uhr. 2x wöchentlich kommt die Fähre von Rijeka nach Dubrovnik vorbei.

Ab dem Fährhafen an der Nordseite der Insel Mljet muss man auf der Insel zum Nationalpark weiterfahren. Auf der Insel fährt 3x täglich der Inselbus von Sobra nach Pomena und zurück.

1x täglich ist die PKW-Fähre zur Insel Korcula unterwegs (13 Uhr von Korcula).

Wer mit dem Auto übersetzen will, sollte die PKW-Fähre in Polace nehmen, die morgens und nachmittags zwischen Polace und Trstenik auf der Halbinsel Peljesac verkehrt.

Die Parkverwaltung des Nationalparkgebietes befindet sich in Pristanice 2.

Besucher können den Park nur durch die offizielle Eingänge betreten, dies sind: Crna Klada, Pomena und Polace.
Die Orte Pomena und Polace sind mit dem See durch ein System von Waldwegen verbunden.
Besucher die im Rahmen eines organisierten Tagesausfluges anreisen, müssen sich während ihres Aufenthalts bei dieser Gruppe aufhalten, während einzelne Besucher sich im Park bewegen können, wo sie wollen – solange sie sich an die Parkvorschriften halten.

Der Nationalpark Mljet bietet einen wunderbaren Anblick während des ganzen Jahres. Die Wanderwege entlang der Ufer der beiden weltbekannten Seen machen Ihren Aufenthalt sehr angenehm. Auch liegen die Wander- und Radwege auf dem Gebiet des Parks durchweg im Schatten von großen Bäumen, so dass es auch im Sommer nicht zu heiß ist, um eine Trekking-Tour zu machen. Die Aussichten vom Montokuc und anderen Gipfeln sind herrlich, man überblickt den gesamten Nationalpark und das offene Meer der Süd Adria.

Schon bei den Eingängen beginnen markierte Wanderwege zum Großen See, zum Kleine See und natürlich zur Insel St. Maria. Es ist also ganz einfach, den Park auf eigene Faust zu erkunden. Aber Sie können auch für wenig Geld einen Guide bitten, Sie durch den Park zu führen.

  • Der Große See und der Kleine See sind Salzseen, die ein einzigartiges geologisches und ozeanographisches Phänomen mit weltweiter Bedeutung darstellen. Sie entstanden vor ca. 10.000 Jahren. Bis in die christliche Zeit waren sie noch mit Süßwasser gefüllt, aber dann entstand eine schmale Passage zum Meer, zur Soline-Bucht, und die Seen versalzten.
  • An den Ufern der Seen gibt es Wander- und Radwege, die auch im Schatten der Wälder verlaufen.
  • Sie können zum Großen See wandern(er hat eine Fläche von 145 ha und ist maximal 46 m tief).
  • Eine kurze Strecke mit dem Boot führt auf die kleine Insel St. Mary
  • Dort besuchen Sie das alte Benediktiner-Kloster und eine Kirche aus dem 12. Jahrhundert.

Nach Ihrem Ausflug können Sie Verschiedenes unternehmen:

  • Sie können in den Seen fast während des ganzen Jahres schwimmen, vor allem der Kleine See bietet angenehme Temperaturen von April bis Oktober.
  • Besuchen Sie Polace – das ist ein Ort mit einem Hafen in einer geschützten Bucht. Sie können dort verschiedene kulturelle und historische Denkmäler wie einen römischen Palast und eine uralte katholische Basilika besichtigen.
  • In Pomena finden Sie alles für einen sportlichen Urlaub. Es gibt Tauch- und Segelschulen oder Sie leihen sich Fahrräder, Kanus oder Surfbretter.

Darüber hinaus finden vor allem im Sommer interessante kulturelle Veranstaltungen statt:

Mljet der Kultur-Sommer – Er steht in Zusammenhang mit den christlichen Feiertagen Velika Gospa (Muttergottes) und Gospe od Jezera (Madonna des Sees). Die Feiern beginnen Mitte Juli und enden am 15. August. Auf der Insel Sankt Maria gibt es während dieser Zeit viele Konzerte und Ausstellungen im Kloster. Die Einnahmen daraus werden für die Wiederherstellung des Klosters verwendet.
Auf Mljet findet auch der Half Ironman Triathlon statt, ein traditioneller jährlicher internationaler Wettkampf, der aus einer Kombination von Schwimmen, Radfahren und Laufen besteht. Er findet im Oktober statt und Austragungsort ist der gesamte Nationalpark Mljet.

Essen:
Restaurant Melita – inmitten des atemberaubenden Ambientes der Insel St. Maria gibt es ein Fisch-Restaurant mit verschiedenen Spezialitäten aus der dalmatinischen Küche.

 

 

 

Nationalpark Plitvicer Seen

Der Nationalpark Plitvicer Seen [ˈplitʋitsɛr ˈzeːn] (kroat. Nacionalni park Plitvička jezera, umgangssprachlich Plitvice) ist der von der Fläche her größte Nationalpark Kroatiens und zugleich auch der älteste Nationalpark Südosteuropas. Er wurde 1949 gegründet und befindet sich im hügeligen Karstgebiet Mittelkroatiens unweit der Grenze zu Bosnien und Herzegowina, direkt an einer wichtigen Nord-Süd-Straßenverbindung, die das Landesinnere Kroatiens Plitvicer Seen segeln kroatien 32mit der mediterranen Küstengegend verbindet.

Das geschützte Nationalparkgebiet umfasst 296,85 Quadratkilometer. Davon entfallen etwa 90 Prozent auf die Gespanschaft Lika-Senj und etwa 10 Prozent auf die Gespanschaft Karlovac. Die Plitvicer Seen wurden 1979 als eines der ersten Naturdenkmäler weltweit in das UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen. Jährlich besuchen den Park etwa 900.000 Besucher. Der Eintritt ist gebührenpflichtig. Es gelten strikte Verhaltensvorschriften.

Der Nationalpark ist für seine kaskadenförmig angeordneten Seen weltbekannt, von denen an der Oberfläche derzeit 16 sichtbar sind. Diese bildeten sich durch den Zusammenfluss einiger kleiner Flüsse sowie durch unterirdische Karstzuflüsse. Die entlang einer Fließrichtung angeordneten Seen sind durch natürliche Barrieren voneinander getrennt, eine Besonderheit und ein Merkmal von einzigartigen Naturvorgängen. Die besonders labilen Travertin-Barrieren entstehen durch ein Wechselspiel von Fließwasser, Luft und Vegetation.
Die unterschiedlichen klimatischen Einflüsse, sowie der große Höhenunterschied innerhalb des Schutzgebietes bewirken eine besonders vielfältige Flora und Fauna. Im Nationalparkgebiet sind vor allem viele endemische Arten vorzufinden. An den Seen existieren weiterhin alle Tierarten, die bereits vor dem Auftreten des Menschen dort beheimatet waren.

Die Bezeichnung Plitvice wurde 1777 erstmals von Dominik Vukasović, dem Pfarrer von Otočac, schriftlich erwähnt. Die Plitvicer Seen verdanken ihren Namen dem Naturphänomen, das die Seen schuf. Die Natur bildete zunächst seichte Becken (kroat. pličina oder plitvak, plitko bedeutet seicht) und letztlich Seen, dadurch, dass sich das Wasser in die Landschaft einschmiegte oder durch Travertinbarrieren immer höher aufgestaut wurde.
Einige Wissenschaftler führen die Namensbezeichnung auf den Fluss Plitvica zurück, der jedoch erst am unteren Ende in die Seen fließt. Eine nahegelegene Ortschaft trägt denselben Namen. Die Wassermassen der Plitvicer Seen setzen ihren Weg als Fluss Korana in nördlicher Richtung fort. Im deutschsprachigen Raum bekannt geworden ist der Park unter anderem durch die Karl-May-Verfilmungen. Einige See- und Wasserfallszenen wurden in diesem Nationalpark gedreht.

 

Informationen über  Plitvicer Seen

 

 

Geschichte zum Nationalpark Geschichte

Im Unterschied zu anderen Schutzgebieten der Welt war das Gebiet der Plitvicer Seen im Laufe der Geschichte immer schon dem Einfluss des Menschen unterworfen. Sie stellen kein verlassenes oder abgeschiedenes Naturreservat dar, sondern befinden sich auch heute an einer wichtigen Verkehrsverbindung und lagen stets im Grenzgebiet zwischen der abendländischen und der orientalischen Kultur.

 

Frühe Geschichte und Mittelalter

Einst wurde das Gebiet vom illyrischen Volk der Japoden besiedelt. Unter Caesar wurde das Gebiet als Provinz Illyricum in das Römische Reich eingegliedert. Die Gebiete der benachbarten Völker der Pannonier, Liburner und Dalmatier wurden zur Provinz Dalmatia vereinigt. Es folgte eine Herrschaftsperiode der Ostgoten. Nach der Schlacht am Nedao (454 n. Chr.) erhielten die Ostgoten einen Föderatenvertrag mit dem Römerreich. Plitvicer Seen segeln kroatien 31 Im 6. Jahrhundert nach Christus siedelten sich die Awaren an, in deren Gefolge die Kroaten in diese Gegend kamen. Die Kroaten entledigten sich schließlich der Gewalt der Awaren und blieben in diesem Gebiet. Mongoleneinfälle waren im Mittelalter eine permanente Bedrohung. Unter den Kroaten und besonders unter der Herrschaft der Adelsgeschlechter Zrinski und Frankopan kam es zu einem wirtschaftlichen Aufschwung in den umliegenden Gebieten. Auf den Fundamenten einer ehemaligen Japoden- und Römerfestung wurde direkt an den Seen ein Kloster erbaut, das vermutlich dem Orden der Pauliner oder auch der Templer gehörte. Noch heute zeugen alte Mauerreste von diesem Bauwerk (kroatisch: gradina). Die Fundamente bestanden aus Travertin.

 

 

Türkenkriege und Habsburger

1493 kam es unweit der Plitvicer Seen zu einer entscheidenden Schlacht in der kroatischen Geschichte. Auf dem Krbava-Feld kam beinahe der gesamte kroatische Adel ums Leben. Die Osmanen rückten damals weit in den Westen, bis nach Kroatien und Ungarn vor. 1538 ließ der inzwischen zum König von Kroatien und Ungarn gewählte Habsburger Ferdinand I. eine Militärgrenze zum osmanischen Reich errichten. Die Gesetze in diesem militärischen Sondergebiet hatten über die Jahrhunderte prägenden Einfluss auf die dortige Bevölkerung. Es kam zu großen Flüchtlingsströmen aus den Grenzgebieten nach Westen. Die verlassenen Gebiete wurden auf kaiserliche Anordnung durch Flüchtlinge aus dem Osten, besonders Serben, besiedelt. Es war Aufgabe aller Grenzer dieses Gebiet immerwährender Unruhe und schrecklicher Verwüstungen, weshalb es auch den Beinamen Garten des Teufels (hortus diabolus) bekam, zu bewachen. Die Türken konnten mehrmals für kurze Zeit die Kontrolle über das Gebiet der Plitvicer Seen erlangen. 1788 fiel das Gebiet zurück an das Habsburgerreich.
1805 kam es erneut zu einem gravierenden Machtwechsel, der zu einem wirtschaftlichen Aufbruch führte. Dalmatien und die Lika gerieten unter die Gewalt Napoleons, der die Illyrischen Provinzen gründete. Nach 1814 unterstanden die Plitvicer Seen erneut dem Einfluss der Habsburger. Seit 1850 waren in der Militärgrenze ausschließlich Berufssoldaten tätig. Es begann gleichzeitig eine Zeit des nationalen Erwachens in Kroatien. 1871 wurde bei der Niederschlagung einer Revolte bei Rakovica, nördlich der Seen der kroatische Politiker Eugen Kvaternik getötet, der sich für Rechtsstaatlichkeit und die Befreiung von der österreichisch-ungarischen Vorherrschaft aussprach.

 

 

Landwirtschaftliche Nutzung und Erholungsgebiet

Die Bevölkerung zeigte in früheren Jahren nur wenig Verständnis für die Naturwerte der Plitvicer Seen. Viel entscheidender war es für die Bauern, das tägliche Brot für sich zu sichern, mit teils einschneidenden Veränderungen an der Natur. So schütteten sie etwa kleinere Seen zu oder passten Flussverläufe dem Eigenbedarf an.
Bereits 1861 wurde bei Velika Poljana eine Unterkunft für Durchreisende errichtet. Die Bevölkerung nannte diese Unterkunft das „Kaiserhaus“, da in ihr kaiserliche Offiziere residierten. Für den Besuch von Kronprinzessin Stephanie von Belgien, der Gattin von Kronprinz Rudolf, 1888 wurden die Plitvicer Seen und ihre Umgebung erstmals in touristischem Sinne hergerichtet. Zwei Wege an den Plitvicer Seen tragen auch heute noch die Namen der Töchter von Kaiser Franz Josef: „Stephanies Weg“ (kroatisch Štefanijin put) und „Dorotheas Weg“ (kroatisch Dorotejin put).
1890 errichtete der Handelsmann Ante Devčić aus Senj ein erstes Hotel mit Gaststätte am Prošćansko jezero. Er übertrieb jedoch in großem Maße mit seinem Vorhaben und verursachte teils irreparable Zerstörungen an der Natur. Er ließ beispielsweise Kanäle über die Travertinbarrieren für sein Sägewerk errichten, die noch heute sichtbar sind. An derselben Stelle, die heute Labudovac genannt wird, errichtete später der tschechischstämmige Zagreber Gustav Janeček ein Gasthaus mit Unterkunft.
1893 wurde von Janeček die Gesellschaft für die Erhaltung der Plitvicer Seen gegründet (kroatisch Društvo za uređenje i poljepšanje Plitvičkih jezera), die sich nach all den negativen Einflüssen um den Naturschutz an den Seen kümmern sollte. Von der Gesellschaft wurde auch ein Hotel an den Seen errichtet.
Mitten in den Wirren des Ersten Weltkrieges beschloss das kroatische Parlament in Zagreb 1916 ein Gesetz zum Schutz der Plitvicer Seen, das jedoch nur unzureichende Schutzmaßnahmen vorsah und damit nicht als offizielle Gründungsdeklaration für den Nationalpark gilt.
In der Folge kam es zu einem Stillstand hinsichtlich der Erhaltung der Plitvicer Seen. In den Kriegsjahren fanden jedoch wichtige Treffen an den Plitvicer Seen statt, beispielsweise 1940 eine erste geheime regionale Konferenz der Kommunistischen Partei Kroatiens (Savez komunista Hrvatske, SKH). Am 13. und 14. Juni 1943 wurde dort der antifaschistische Landesrat der Volksbefreiung Kroatiens (ZAVNOH) gegründet. Es war dies die höchste politische Behörde der antifaschistischen Bewegung. Der ehemalige Generalsekretär der Kommunistischen Partei Kroatiens, Rade Končar, wurde 1911 in Končarev Kraj an den Plitvicer Seen geboren.

 

 

Die Seen als Nationalpark

Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Einzigartigkeit der Naturphänomene in diesem Gebiet endgültig anerkannt. Am 8. April 1949 wurden die Plitvicer Seen offiziell zum Nationalpark erklärt und unter strikten Naturschutz gestellt.
Seit den 1960er Jahren sind die Plitvicer Seen durch eine moderne Straße leichter erreichbar, was zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen führte. In diesen Jahren wurden an den Seen zahlreiche Hotels und andere Objekte nach den Plänen kroatischer Architekten errichtet. Einige Bauwerke, die auch heutigen Standards entsprochen hätten, wurden jedoch bereits in den 1980er Jahren auf Anordnung der damaligen kommunistischen Verwaltung abgebrochen.

Plitvicer Seen segeln kroatien 26Zwischen 1962 bis 1968 wurde in Kroatien ein Großteil der Karl-May-Filme gedreht. Auch der erfolgreichste Film dieser Reihe Der Schatz im Silbersee wurde an einigen Schauplätzen im Nationalpark gedreht. (Im Film stand der Kaluđerovac-See Pate für den Silbersee.) Seit den 1970er Jahren gibt es detaillierte Flächenwidmungspläne für den Nationalpark. Die Früchte organisierter Schutzvorgaben wurden letztlich 1979 geerntet, als der Nationalpark als eines der ersten Naturdenkmäler weltweit in das UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen wurde.
Die 1980er Jahre brachten einen touristischen Boom mit sich. Mit Beginn der 1990er Jahre kam es jedoch erneut zu einer Zäsur in der Geschichte des Nationalparks. Serbische Aufständische begannen im Frühjahr 1991 ihrem Unmut gegenüber der Gründung eines unabhängigen kroatischen Staates freien Lauf zu lassen. Dabei kam es zu Ostern 1991 inmitten des Nationalparks zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen serbischen Aufständischen und kroatischen Spezialeinheiten. Diese Auseinandersetzungen werden von Historikern als Beginn des Kroatien-Krieges markiert. Es entstand die sogenannte Republika Srpska Krajina, eine international nicht anerkannte Serbenrepublik unter der militärischen Unterstützung der jugoslawischen Volksarmee.
In den Kriegsjahren von 1991 bis 1995 wurden viele Gebäude im Nationalpark zerstört oder niedergebrannt.

Die UNESCO ließ den Nationalpark während der Kriegsjahre aufgrund der offensichtlichen Bedrohung durch Minen sogar auf die Liste der gefährdeten Welterben stellen. Nach dem Krieg wurden die Plitvicer Seen jedoch als erstes Gebiet sofortigen Aufräum- und Renovierungsmaßnahmen unterzogen. 1997 wurde das Schutzgebiet des Nationalparks um 10.020 Hektar erweitert, um die ausgedehnten unterirdischen Zuflüsse zu den Seen und Flüssen des Nationalparks unter Schutz zu stellen. 1998 wurde der Nationalpark wieder von der Roten Liste des gefährdeten Welterbes entfernt.
Im Nationalpark werden kontinuierlich wissenschaftliche Forschungsprojekte durchgeführt. Die Nationalparkverwaltung strebt stets neue, fortschrittlichere Schutzmaßnahmen an. So sollen in Zukunft etwa neue, schwimmende Stege (Ponton-Stege) errichtet werden. Die bisherigen Holzstege sind in den Travertinsedimenten verankert, was zu Wasserversickerung und Brüchen der labilen Travertinbarrieren führen kann.
Die Plitvicer Seen gehören zu den meistbesuchten Reisezielen in Kroatien und sind durch ihren hohen natürlichen, kulturellen und touristischen Stellenwert zu einem wirtschaftlichen Antriebsmotor für das weitläufige Umfeld geworden. Mit etwa 900.000 Besuchern jährlich steuern sie in enormem Maße zur Entwicklung der gesamten Region bei.

 

 

Lokales Brauchtum

Die lokale Bevölkerung misst der Bewahrung alter Traditionen großen Stellenwert bei und auch die Tourismuswirtschaft erkennt immer mehr den Wert der Volkskultur. Typisch für die Lika sind niedrige Holzhütten, die mit Roggenstroh oder Schindeln bedeckt waren. Viele Merkmale der damaligen Lebensart spiegeln sich auch in den Trachten der Menschen. Sie geben Aufschluss über die regionale Zugehörigkeit und die soziale Stellung des Einzelnen. Die Männer durften unter französischer Herrschaft ihre Trachten im Militärdienst verwenden.
Eine typische Tradition in dieser Gegend bis zum 20. Jahrhundert war das gesellige Beisammensein in den Wintermonaten (kroatisch: prelo), als keine landwirtschaftlichen Tätigkeiten möglich waren. Es wurden Textilien angefertigt, Butter wurde zubereitet oder man verwertete die Früchte der Ernte (Mehlerzeugung, etc.). In den Abendstunden gab es dazu üblicherweise Lied und Trank. Zur Volkskultur der Gegend gehört der Reigentanz (kroatisch: kolo).
Getränke wie Sliwowitz (Pflaumenschnaps), Wein, Kaffee oder Speisen wie Weichkäse (kroatisch: vrhnje), Polenta, Pršut, Würste wie etwa die Paprikawurst (kroatisch: kobasica), Spanferkel (kroatisch: odojak) oder Lammbraten (kroatisch: janjetina) gehören zur Volksküche der Gegend.

 

 

Flora

Pflanzenforschungen zählten Mitte des 19. Jahrhunderts zu den ersten wissenschaftlichen Untersuchungen auf dem Gebiet der Plitvicer Seen. Das zeugt von einer frühen Einsicht in den Reichtum und den Wert der Plitvicer Flora und ihrer Rolle beim Verlauf eines sehr wichtigen Phänomens. Detailliertere Untersuchungen der Wasserpflanzen, die Ivo Pevalek 1924 und 1935 durchführte, bewiesen, dass Wasseralgen und -moose an der Travertinbildung aktiv beteiligt sind. Außerdem wurde nachgewiesen, dass Travertin und die travertinbildenden Pflanzen die wichtigsten Faktoren der Seemorphologie sind.
Systematische Pflanzenforschungen, die relativ spät durchgeführt wurden (Šegulja und Krga, 1984) bestätigten die Einzigartigkeit der Plitvicer Flora. Auf der relativ kleinen Fläche des Parks wurden 1267 Arten aus 112 Gattungen registriert.

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Eine große Vielfalt reiht die Plitvicer Seen in die floristisch wertvollen Gebiete Kroatiens aber auch Europas und der Welt ein: Beispiele sind Reliktpflanzen sowie endemische und seltene Pflanzenarten, die gesetzlich geschützt sind und von denen viele im kroatischen Roten Buch gefährdeter Pflanzenarten sowie auf der Roten Liste stark gefährdeter Pflanzenarten der IUCD stehen.
Die geographische Lage (60 km Luftlinie zum Meer) hinter dem Gebirge „Velebit“, an der Grenze zwischen dem maritimen und kontinentalen Niederschlagsregime, 418-1279 Meter über dem Meeresspiegel gelegen einerseits und die geologische Basis mit ihren vielen Karsteigenschaften andererseits ermöglichten in wechselseitiger Beziehung die Entwicklung einer so reichen und vielfältigen Pflanzenwelt.

Das Parkgebiet ist reich an endemischen Arten kleinerer und größerer Verbreitung (72 Arten). Besonders wertvoll sind die Endemiten, die auf diesem Gebiet zum ersten Mal beschrieben wurden: Schmalblättrige Büschelglocke (Edraiantus tenuifolius), die Hahnenfuß-Art Ranunculus scutatus und der Wiesen-Blaustern (Scilla litardierei), der auf den feuchten Talwiesen des Parks reich vertreten ist.
22 Pflanzenarten des Parks sind gesetzlich geschützt (Gesetz zum Naturschutz der Republik Kroatien). Unter diesen Arten ist besonders der Gelbe Frauenschuh (Cypripedium calceolus), die schönste Orchidee Europas, hervorzuheben. Als eine selten vorkommende und gefährdete Waldpflanze befindet sie sich im Roten Buch gefährdeter Arten der Republik Kroatien und auf der Roten Liste gefährdeter Pflanzenarten der IUCN.
Eine besondere Gruppe der Parkflora bilden die in Kroatien ansonsten selten vorkommenden Arten. Der Sibirische Goldkolben (Ligularia sibirica) ist eine von ihnen. In Kroatien und ganz Südosteuropa konnte sie bislang nur im Gebiet der Plitvicer Seen nachgewiesen werden. Die Art befindet sich auf der Roten Liste stark gefährdeter Pflanzenarten der IUCN. In den feuchten Talwiesen des Nationalparks kommt sie an zwei Stellen vor.
Eine ebenso sehr interessante Pflanzengruppe des Parks sind fleischfressende Pflanzen (Karnivoren).
Auf dem Torfboden des Parks wächst der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia). Die Pflanze ist nicht weit verbreitet, weil Torfboden in Kroatien relativ selten ist. Auf den feuchten Talwiesen des Parks wächst das Gemeine Fettkraut (Pinguicula vulgaris), eine selten vorkommende fleischfressende Pflanze, die sich auf der Roten Liste gefährdeter Arten befindet. Der Kleine Wasserschlauch (Utricularia minor), eine sehr seltene fleischfressende Pflanze, wurde ebenso nachgewiesen.
Auf dem Parkgebiet können einige sehr interessante und artenreiche Zonen hervorgehoben werden: das an die Seen anschließende Terrain, der Urwald „Čorkova uvala“, das Torfgebiet „Ljeskovačka bara“ und vor allem „Rudanovac“ und „Vrelo“ sind hydrographisch, ökologisch und botanisch die bedeutendsten und wertvollsten Gebiete außerhalb der Seenzone. Diese Gebiete sind außer ihrer Vielfalt und reichen Pflanzenwelt auch außerordentlich wertvoll für die Tierwelt.

 

Fauna

Wenn von der Tierwelt des Nationalparks Plitvicer Seen die Rede ist, fällt einem als erstes sein Wahrzeichen, der Braunbär, ein. Die Faunavielfalt des Parks ist allerdings weit größer als der „Ruhm“ seines bekanntesten Vertreters. Seitdem die Plitvicer Seen wissenschaftlich untersucht werden, wurden im Gebiet der Plitvicer Seen bereits viele Tierarten nachgewiesen und dokumentiert.
Zu ihnen zählen die Wirbellosen, von denen die Mehrheit im Rahmen der limnologischen Untersuchungen gruppenweise erforscht wurde: Zooplankton, Makrozoobentos, Mikrozoobentos, weil die Wasserbiotope im Nationalpark von größter Bedeutung sind. In den Seen kommen zwei Krebsarten häufig vor: Fluss- und Bachkrebs.
Die Insektenarten, die zu den häufigsten Vertretern der Bodenbiotope zählen, weckten bei Wiesen- und Waldbiotopforschern besondere Aufmerksamkeit. Hohes Interesse weckte auch die Gattung der Schmetterlinge. Nach aktuellen Forschungen kommen im Nationalpark 321 Schmetterlingsarten vor, davon 76 Tag- und 245 Nachtfalter. Die Forscher nehmen an, dass diese Zahl nur 40-50 % der potentiellen Lepidoptera-Fauna ausmache.

 

Plitvicer Seen BärDurch den Schutz der Biotope versucht man, die Bedingungen für einen ungestörten Entwicklungszyklus bestimmter wichtiger Arten aufrecht zu erhalten. Hier kann zum Beispiel der Schmetterling Bläuling (Maculinea) genannt werden. Die Insektenordnung, die besonders gut erforscht wurde, sind die Köcherfliegen mit bis jetzt 80 registrierten Arten.
Manche Wirbeltiere wurden in Biovielfalt-Erforschungen untersucht, während andere entweder im Rahmen von Naturstand-Beobachtungen als Indikatoren dienten oder die Ökologie besonders interessanter und selten vorkommender Arten erforscht wurde.
Die Plitvicer Seen und ihre Zuflüsse sind überwiegend vom typischen Forellen- und Bergwasser geprägt. Die Bachforelle allerdings, die einer der Ureinwohner dieser Seen ist, ist mittlerweile weitgehend von den allochthonen Sorten Döbel und Rotfeder verdrängt worden. Neben den genannten Sorten wurden allein im See „Kozjak“ noch mindestens vier weitere Fischarten nachgewiesen.
Die Amphibien sind im Nationalpark mit zwölf Arten gut vertreten, während die Zahl der Reptilien verhältnismäßig niedrig ist. Der lange Winter und dicke Schneedecken verhindern die Vielfalt dieser Wirbeltierklasse.
Die Vogelfauna mit ihren bis jetzt 157 nachgewiesenen Arten findet sich unter koatischen Nationalparks zahlenmäßig auf dem dritten Platz wieder. Eine sehr interessante und seltene Vogelart ist die Wasseramsel, deren Lebensraum reine Fließgewässerbiotope sind.
Im Nationalpark Plitvicer Seen wurden mehr als 50 Säugetierarten nachgewiesen: Ziesel, Spitzmaus, Feldmaus, Igel, Baum- und Steinmarder, Wildschwein und viele andere. Aktuelle Forschungen wiesen 20 Fledermausarten nach, die in verschiedenen Biotopen leben: in Löchern, Grotten, unter der Baumrinde, in Höhlen usw.
Besonders großes Interesse wecken Wolf, Reh, Hirsch, Wildkatze, Eurasischer Luchs, Otter und natürlich der Braunbär, die Perle des Plitvicer Tierreiches.

 

 

Wälder

Dank den frühen Anfängen des Forstwesens im heutigen Gebiet des Nationalparks und den Gesetzesregelungen zu den Wäldern, die eine nachhaltige Waldverwaltung vorschrieb, sind die Wälder des Nationalparks heute in natürlicher Form erhalten. Daher erfüllen sie vollständig alle gemeinnützlichen Waldfunktionen.
Die Rolle des Waldes für die Erhaltung der Plitvicer Seen erkannten auch die Autoren des ersten Waldprogramms (1883). Bei der Aufteilung der Waldflächen erklärten sie schon damals die Seenzone zum Schutzgebiet, in dem jegliche wirtschaftliche Nutzung ausgeschlossen wurde.

Heute sind mehr als 80 % der Parkfläche bewaldet, der der Erosion vorbeugt. Die Wälder sind nicht nur äußerst wichtig für das Wasserlaufsystem, sondern auch ein wertvoller Lebensraum für die vielfältige und reiche Parkfauna. Die Wälder des Parks sind in erster Linie Zufluchtsstätte für alle drei großen Wildtiere Europas: Braunbär, Wolf und Eurasischer Luchs.

image005Die meistvetretene Waldgesellschaft im Parkgebiet ist der Bergbuchenwald (Lamium orvala-Fagetum sylvaticae Ht. 38), der sich von den Ufern der Plitvicer Seen bis hinauf zu ca. 700 m ü. d. M. erstreckt. Aufgrund ihres Durchsetzungsvermögens und der bis zum Boden hängenden Baumkrone lässt die Buche anderen Baumsorten wenig Platz zur Entwicklung. Die zweithäufigste Waldgesellschaft ist der dinarische Buchen-Tannenwald (Abieti- fagetum dinaricum Treg. 75), der in der Zone über 700 m ü. d. M. vorkommt und von pflanzlicher Vielfalt geprägt ist (250 Arten). Dieses Waldgebiet beherbergt zwei wichtige Waldgesellschaften mit Reliktcharakter: den Christrose-Waldkiefer-Schwarzkieferwald (Heleboro – pinetum Ht.38) und den Dolomit-Fichtenwald (Picetum – dolomiticum Ht.58). Weniger vertreten, aber nicht weniger wichtig sind folgende Waldgesellschaften:

 

der Blaugras-Hopfenbuchenwald (Seslerio – Ostryetum Ht.38)
der Heidekräuter-Hopfenbuchenwald (Erico –Ostryetum Ht.38)
der Eichen-Hainbuchenwald (Querco – Carpinetum Ht.38)

 

Im Gebiet des Nationalparks befindet sich der Urwald „Čorkova uvala“, einer der besterhaltenen Urwälder im Buche-Tanne-Ökosystem. Er wurde 1965 zum Naturwaldreservat erklärt. Auf einer Fläche von 84 ha und 860-1028 m ü. d. M. findet man alle Urwaldsphasen vor, dominiert von der Alterungs- und Zerfallsphase. Er gehört zum sekundären Urwald, den der Mensch gelegentlich beeinflusste, der aber dennoch alle wichtigen Eigenschaften eines Urwalds beibehielt.
Der Urwald fasziniert vor allem durch sämtliche Dimensionen von Tannen, Fichten und Buchen. In einem Urwald ist der Lebensraum harmonisch auf die ökologische Beschaffenheit jedes Mitglieds der Lebensgemeinschaft abgestimmt. Er stellt ein völlig stabiles Waldökosystem dar – um dieses zu erhalten, müssen die Bedingungen, die ohne erheblichen menschlischen Einfluss vorzufinden sind, imitiert werden.

 

 

Grasflächen

Von der Gesamtfläche des Nationalparks Plitvicer Seen entfallen ca. 6957 ha auf Grasflächen (Wiesen und Weiden). Sie sind dank ihrer biologischen Vielfalt reich an verschiedenen Pflanzensorten. Je nach ökologischen Faktoren unterscheidet man mehrere Grasvegetationstypen. Um im Nationalpark die Verbuschung der Grasflächen zu verhindern und somit alle der vielfältigen Pflanzenarten zu erhalten, müssen die natürlich vorkommenden Grasvegetationstypen gepflegt werden. Die Grasflächen werden durch regelmäßiges Ausmähen, Viehbeweidung und kontrolliertes Brennen gepflegt.
Wenn auch nur eine der genannten Formen des menschlichen oder tierischen Einflusses fehlt, kommt es zur progressiven Sukzession der Vegetation, aus der unter dem Einfluss umliegender Wälder und Bäume selbst Dickicht und Wald wird.

 

travnjaci
Der Prozess der Sukzession an einem Standort ist relativ langwierig und hängt von vielen klimatischen und anderen Faktoren ab. Vegetationsveränderungen kommen zuerst im sukzessiven Artenwechsel und Artenzahlwechsel einer Pflanzengesellschaft zum Ausdruck.
Wenn die Verbuschung der Grasflächen nicht aufgehalten wird, würde die Pflanzenvielfalt sinken. Auf diese Art und Weise kann sich das Landschaftsbild verändern und die bunte Schönheit der Grasflächen könnte verloren gehen. Der Rückgang an Pflanzenvielfalt begünstigt dann auch den Schwund bei manchen Faunavertretern (z.B. Schmetterling Bläuling), deren Lebenszyklus an Grasflächen und bestimmte Pflanzenarten gebunden ist.
Da die Verbuschung (Sukzession) der Grasflächen in den letzten Jahren stark fortgeschritten ist, ist es notwendig, diesem Prozess volle Aufmerksamkeit zu schenken und ihn zu stoppen.

 

 

Wasser formt die Plitvicer Seen

geomorfologija

Das Gebiet der Plitvicer Seen gehört zum dinarischen Karstgebiet, das von geologischem Carbonat-Untergrund, zahlreichen Karstformen, wenigen oberirdischen Wasserläufen und einer ausgeprägten Verbindung zwischen Oberfläche und Untergrund durch viele Schluchten geprägt ist. Große Wassermengen und die Entstehung von Seen sind in einer solchen Landschaft ein außergewöhnliches und wertvolles Phänomen.
Eine wichtige Rolle in diesem System spielt das Einzugsgebiet, das die Seen mit Wasser versorgt. Es ist ausgesprochen durchlässig mit vielen unterirdischen (Grotten und Höhlen) und oberirdischen (Dolinen und Poljen) Karstformen, aber arm an oberirdischen Wasserläufen. Es ragen Kalksteingipfel empor, unter ihnen auch der höchste – Seliški-Gipfel (1279 m). Unterirdisch stößt das Wasser auf ein Hindernis – einen undurchlässigen Fels – fließt an ihm entlang auf die Oberfläche empor und bildet viele Bäche, die die Seen mit Wasser versorgen.

Die wichtigsten Quellen sind die des Schwarzen und Weißen Flusses. Auf dem undurchlässigen Untergrund entstanden die Oberen Seen („Gornja jezera“): „Prošćansko jezero“, „Ciginovac“, „Okrugljak“, „Batinovac“, „Veliko jezero“, „Malo jezero“, „Vir“, „Galovac“, „Milino jezero“, „Gradinsko jezero“, „Burgeti“ und der größte Plitvicer See „Kozjak“. Die Unteren Seen („Donja jezera“) „Milanovac“, „Gavanovac“, „Kaluđerovac“ und „Novakovića Brod“ sind Teil einer auf dem Kalksteinuntergrund entstandenen Schlucht und gehören zum durchlässigen Gebiet, wo das Wasser in zahlreichen Spalten des Untergrunds versickert. An der Oberfläche ragen zwischen den vielen Senkungen, den sog. Dolinen, Kalksteinblöcke wie kleine Türme empor.
Das Wasser des Bachs „Plitvice“ stürzt von einem 78 m hohen Fels hinab und bildet den höchsten Wasserfall Kroatiens, den Großen Wasserfall („Veliki slap“). Zusammen mit dem Seewasser bildet er das Sturzbett „Sastavke“, womit der Fluss „Korana“ entspringt.
Das Wasser ist das Element, das neben den tektonischen Bewegungen in der Vergangenheit durch seine mechanische und chemische Kraft das Plitvicer Gelände formt.
In der chemischen Zusammensetzung des Karstuntergrundes, des Kalksteins und Dolomits, liegt der Grund, warum das Wasser der Plitvicer Seen so reich an geschmolzenem Calciumcarbonat ist. Indem das Regenwasser die obere Bodenschicht durchfließt, absorbiert es das Kohlendioxid und dadurch entsteht milde Kohlensäure. Die Säure wirkt korrosiv und löst den Kalkstein und Dolomit auf. Auf diese Art und Weise wird die Säure mineralisiert und an Calcium- und Magnesiumbicarbonat übersättigt. Das so entstandene Wasser quillt empor, seine Tropfen sprenkeln und das meiste Wasser verdunstet. Das Calciumcarbonat formt kleine Kristalle, die sich im Wasser absetzen und Barrieren bilden.
Das an Calciumcarbonat übersättigte Wasser ist eine der Bedingungen für die Travertinbildung. Er entsteht auf Moossprössen, wo Millionen schleimlösender Algen und Bakterien leben. An den Schleim heften sich dann die Calcitkristalle, die zum „lebendigen Stein“ werden. Die häufigste Moosart, die die senkrechten Travertinbarrieren bedeckt und an der Travertinbildung teilnimmt, ist Cratoneuron comutatum. Sie wird schnell zu Stein. Das Moosaussehen ist im Travertin gut erhalten. An den ruhigeren Stellen bildet die Wassermoosart Bryum pseudotriquetrum den Travertin-Typ Bryum.

Diesem Typ gehört der Travertin, der die „Sastavke“ bildet.
Ein prominenter Forscher, der die Travertinbildung in den Plitvicer Seen erforschte, war das Akademiemitglied IVO PEVALEK. 1926 schrieb er: „Das Wesentliche an den Plitvicer Seen sind der Travertin und die Travertin bildenden Pflanzen, und zwar Algen und Moose…“. Deshalb ist das Hauptphänomen und zugleich die wichtigste Bedingung für die Erhaltung der Plitvicer Seen eine fortwährende Bildung des phytogenen Travertins.

 

 

Terrain

Die besondere Lage der Plitvicer Seen und die Eigenheiten des vorherrschenden Klimas sind in großem Maße verantwortlich für die im Nationalpark auftretenden Naturphänomene, wie auch für die Artenvielfalt in diesem Gebiet. Trotz der unmittelbaren Nähe zur mediterranen Klimaregion herrscht an den Plitvicer Seen ein gemäßigtes Gebirgsklima vor. Dies liegt an der Velebit-Bergkette, welche eine strikte klimatische Trennlinie bildet und das Küstengebiet vom Hochplateau der Lika trennt. Seit Jahrhunderten ranken sich Sagen um diesen imposanten Gebirgszug.
Von großer Bedeutung für das Wasseraufkommen und die Artenvielfalt auf dem Gebiet ist die Beschaffenheit des Terrains. Die Plitvicer Seen sind von zahlreichen Bergen umgeben. Das Nationalparkgebiet wird im Westen durch den Gebirgszug Mala Kapela begrenzt und im Osten durch das Plješevica-Gebirge, welches zudem die Grenze zu Bosnien bildet. Die bewaldeten Gebirgshänge dienen als Wasserspeicher und sind gleichzeitig Zufluchtsort vieler Tierarten. Der große Höhenunterschied auf engem Raum zwischen den Anhöhen im Süden und dem Fluss Korana im Norden ist ein weiteres Kriterium für die Artenvielfalt in dieser Region. Über das gesamte Gebiet des Nationalparks gerechnet beträgt der Höhenunterschied 912 Meter (die höchste Erhebung, der Seliški vrh, liegt 1279, der niedrigste Punkt 367 m.ü.M. bei der Brücke über die Korana).

 

 

Zuflüsse

Die Plitvicer Seen entstehen im Süden durch den Zusammenfluss der beiden Zuflüsse Bijela Rijeka (dt. Weißer Fluss) und Crna Rijeka (deutsch Schwarzer Fluss). Diese entspringen unweit der Ortschaft Plitvički Ljeskovac, wo sie sich unter der Brücke vereinigen. Die Wassermassen werden ab dieser Stelle bis zum Erreichen des ersten Plitvicer Sees als Matica (deutsch in etwa Stamm oder Ursprung) bezeichnet. Bei der Bucht von Liman (auch Limun genannt), einem Teil des Prošćansko jezero, fließt ein weiterer, namenloser Bach hinzu. Dieser wird von permanenten Quellen genährt, das Wasseraufkommen ist jedoch variabel. Über zeitweilig wasserführende Bäche an der Westseite des Prošćansko jezero gelangen ebenfalls Wassermassen in den See.
Der Fluss Plitvica fließt am Ende der Plitvicer Seenkette (im Norden) über den Großen Wasserfall zu. Diese Stelle wird Sastavci (deutsch: Zusammensetzung oder Zusammenfluss) genannt. Die Wassermassen der Plitvicer Seen und des Flusses Plitvica bilden den Fluss Korana.

 

 

Unterirdische Beschaffenheit

Der Untergrund der Plitvicer Seen ist unterschiedlich beschaffen. Das gesamte Gebiet des Nationalparks kann allerdings dem südosteuropäischen Karstgebiet zugerechnet werden. Typisch für das Karstgebiet ist sprödes oder löchriges Gestein, meist Kalkstein oder Dolomit, das an der Oberfläche unterschiedlichste geomorphologische Ausformungen hat (Dolinen, Poljen, Uvalas, Ponore etc.).
Ein in der Zukunft besonders interessantes Betätigungsfeld für Speläologen wird die Analyse der unterirdischen Wasserverläufe in diesem Gebiet darstellen. Auf den ersten Blick zeichnet sich das Karstgebiet durch seine Wasserarmut aus, das heißt, es herrscht ein Mangel an Quellen und Flüssen. Dies ist jedoch nur an der Erdoberfläche der Fall. Ein beträchtlicher Teil der Naturschauspiele spielt sich im Inneren des Gesteins ab, wo auch ausreichend Wasser vorhanden ist.
Aufgrund der Eigenheiten des Karstgesteins versickern die Flüsse in das Gestein und bahnen sich dort ihre Wege weiter. Wo der Fluss auf härteres Gestein trifft, treten die Wassermassen der Karstflüsse (kroatisch: rijeka ponornica) wieder an die Erdoberfläche, was auch bei den Plitvicer Seen zu beobachten ist.
Die Travertinsedimente bildeten sich ab dem Pleistozän in Dolinen oder Senken zwischen den umgrenzenden Gebirgen. Grob betrachtet herrschen an den Plitvicer Seen zwei Gesteinsformationen vor. Die oberen Seen im Süden liegen in einer Zone mit überwiegendem Dolomitgestein, die unteren Seen im Norden überwiegend in einer Zone mit Kalkgestein. Dolomit ist von der Beschaffenheit her etwas härter als Kalkgestein. Es ist zwar durch physikalische Einwirkung leicht zerbrechlich, zeichnet sich aber durch eine geringe Wasserdurchdringbarkeit aus. Kalkgestein ist im Gegensatz dazu etwas kompakter und massiver, weist hingegen eine höhere Wasserlöslichkeit auf.
Betrachtet man die Plitvicer Seen aus der Luft, sieht man eindeutige Unterschiede zwischen den oberen und den unteren Seen. Während sich bei den oberen mehrere kleinere Seen parallel zueinander gebildet haben und der Wasserverlauf viel flacher ist, graben sich die unteren Seen gewissermaßen in das Gestein ein. Die Zahl der unteren Seen ist geringer. Sie bilden praktisch einen Canyon, der als Fluss Korana weiterfließt.

 

 

Klima

Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge an den Plitvicer Seen beträgt 1500 Millimeter, wobei es im Frühling und Herbst am häufigsten zu starken Regenfällen kommt. Die durchschnittliche relative Luftfeuchtigkeit beträgt 81,8 %. Im Januar liegt die Durchschnittstemperatur bei 2,2 °C. In den Sommermonaten Juli und August steigt sie auf 17,4 °C an. Insgesamt ergibt sich eine durchschnittliche Jahrestemperatur von 7,9 °C. Schnee liegt von November bis Ende März. Die Seen sind im Dezember und Januar meist von einer Eisschicht bedeckt.
Die Wassertemperatur an den Quellflüssen liegt üblicherweise unter 10 °C. In den Flüssen und Seen erwärmt sich das Wasser auf bis zu 20 °C. Als Beispiel für unterschiedlichste Wassertemperaturen kann eine Messung vom 7. Juli 1954 herangezogen werden: Dabei wurde im See Kozjak in einer Tiefe von 4 Metern eine Temperatur von 18,9 °C gemessen, in 20 Metern Tiefe waren es 5 °C und in 44 Metern Tiefe, praktisch am Grunde des Sees, sogar nur 4,1 °C.

 

 

Gesteinslösung und -bildung

Die Seenlandschaft der Plitvicer Seen inmitten der Karstlandschaft verdankt ihre Entstehung der Ablagerung von Kalk, der in Karstgewässern reichlich vorhanden ist. Diese Ablagerungen nennt man Kalktuff oder Travertin (beides wird im Kroatischen entweder als sedra oder tuf bezeichnet, nebst vielen anderen Benennungen).
Die Besonderheit der Plitvicer Seen ist, dass sie keine abgetrennten Stehgewässer darstellen. Die jeweiligen Seen sind stets als zusammengesetztes System erachtet worden. Aufgrund der stetigen Veränderungen sind Analysen einzelner Seen auch nicht unbedingt zielführend. Die Wassermassen, die den Seen im oberirdischen oder unterirdischen Verlauf zufließen und am Ende als Fluss Korana weiterströmen, verändern das Aussehen der Seen und der umliegenden Landschaft stets von neuem. Kalktuff wird einerseits teilweise wieder fortgeschwemmt, andererseits bilden sich ständig neue Ablagerungen. So entstehen neue Wasserfälle, während alte versiegen. Auch die Natur passt sich ständig an neue Gegebenheiten an. Insgesamt gesehen, stellt der Seenkomplex ein sehr empfindliches und labiles Ökosystem dar.

 

 

Verwitterungsprozesse

Die eigentlichen Phänomene der Plitvicer Seen begannen sich, im geologischen Zeitrahmen gesehen, relativ spät zu bilden. Für die sehr komplexen Prozesse der Kalklösung und Ablagerung sind gewisse klimatische Grundvoraussetzungen vonnöten. Diese bestehen erst seit Ende der Eiszeit vor 12.000-15.000 Jahren, was Radiokohlenstoffdatierungen des Travertins ergaben.
Abgesehen von Wetter- und Temperaturfaktoren sind Wassergüte wie auch natürliche Faktoren von entscheidender Bedeutung für die Entstehung der Naturphänomene, wie sie an den Plitvicer Seen vorherrschen. Die Karstflüsse lösen beim Durchfließen des Gesteins Kalk (Calcit) auf und reichern sich damit an. Der Calcit-Sättigungsgrad der Quellflüsse ist daher sehr hoch.
Die Löslichkeit des Kalkgesteins basiert auf der Kohlensäureverwitterung. Kohlensäure (H2CO3) bildet sich in der Natur etwa durch Lösung des in der Luft enthaltenen Kohlendioxids (CO2) oder im Regenwasser (H2O). Kalkstein oder Dolomit (CaMg(CO3)2) besteht hauptsächlich aus dem schwer wasserlöslichen Calcit (CaCO3). Calcit wird durch die Kohlensäure im Wasser aufgelöst und es entsteht Calciumhydrogencarbonat Ca(HCO3)2. Dies lässt sich anhand der folgenden Formeln veranschaulichen:

H2O + CO2 ↔ H2CO3 ↔ H+ + HCO3- ↔ 2 H+ + CO32-
CaCO3 + H2CO3 → Ca(HCO3)2
CaCO3 + H+ + HCO3- ↔ Ca2+ + 2 HCO3- ↔ Ca(HCO3)2

Die Menge des in Wasser gelösten Calciumhydrogencarbonates (auch Kalzium-Bicarbonat genannt) hängt von der Menge des in Wasser gelösten Kohlendioxids ab. Allgemein gilt: Je kälter das Wasser, desto höher ist der Anteil an gelöstem Calciumhydrogencarbonat. Je nach Verwitterungsbedingungen wurden von Forschern Kalklösungsraten von 0,01 bis 4 Millimeter pro Jahr ermittelt. (Regenwasser kann etwa 1 m³ Karstgestein in 10.000 Jahren abtragen.)

 

 

Sedimentierungsprozesse

Die zuvor erwähnten mechanischen und chemischen Lösungsprozesse finden überall in der Welt tagtäglich statt und stellen keine allzu große natürliche Besonderheit dar. Für die Plitvicer Seen charakteristisch ist jedoch, dass sich der im Wasser gebundene Kalk an bestimmten Stellen abzulagern beginnt, und auch dies nur in einem gewissen Bereich. Im Unterschied zu anderen ähnlichen Phänomenen in der Welt findet die Kalkablagerung und Travertinbildung an den Plitvicer Seen entlang einer bestimmten Fließrichtung und in vielfältiger Ausprägung statt (unter anderem fluviatile Sedimentierung).
Eine weltweite Besonderheit sind die natürlichen und hier besonders die pflanzlichen Einflussfaktoren. Das rauschende Flusswasser bildet beim Überfließen von natürlichen Schwellen stets neue Barrieren, die das Wasser auf mehreren, mit Wasserfällen verbundenen Ebenen zunächst verlangsamen und letztlich aufstauen. Es kommt zu einer Wechselwirkung zwischen Wasser, Luft, Gestein und der Vegetation. Die bei den Barrieren aufgewühlten Wassermassen schaffen immer imposantere Wasserfälle, die in die Höhe wachsen.
Etwa 30 Kilometer nördlich der Seen bildeten sich am Zusammenfluss der Flüsse Korana und Slunjčica inmitten der Kleinstadt Slunj sehr ähnliche Phänomene wie an den Plitvicer Seen. Der Ortsteil Rastoke wird daher auch als „die kleinen Plitvicer Seen“ bezeichnet.

 

 

Grundvoraussetzungen für die Sedimentbildung

Auffälligstes Merkmal für kontinuierliche Sedimentierungsvorgänge im Bereich der Plitvicer Seen sind Messungen des Kohlendioxid-Anteils des Wassers. Er ist an den Quellen etwa zwanzigmal höher als jener in der Atmosphäre. Der Kohlendioxid-Anteil sinkt mit zunehmendem Verlauf. Der Fluss Plitvica verliert über den gesamten Flussverlauf sogar bis zu 97 % seines ursprünglichen Kohlendioxid-Anteils.
Zur Ausfällung der Kalkanteile des Wassers kommt es nur unter bestimmten Temperaturbedingungen (erst ab 14 °C), durch Wassererwärmung und Verdunstung oder durch einen anderweitigen Kohlendioxid-Verlust, zum Beispiel unter Mitwirkung von Wasserpflanzen oder Moosen. Da der Sedimentierungsprozess nur bei warmem, feuchtem Klima stattfinden kann, treten derartige Phänomene erst seit dem Ende der letzten Eiszeit auf. Seitdem bildete sich auf dem bestehenden Untergrund eine Schicht aus verhärtetem Kalktuff, auch Travertin genannt.
Der Bereich eines Flusses, in dem es zur Travertinbildung kommt, nennt sich Präzipitationsbereich oder Fällungsbereich. Die Korana, von ihren Quellflüssen gerechnet, bildet beispielsweise nur entlang der ersten 10 bis 15 Kilometer Travertin, auch wenn die Bedingungen hinsichtlich der pH-Werte günstig wären. Im See Kozjak wurde eine konstante jährliche Sedimentierung des Untergrundes von 0,8 Millimeter über die letzten 3000 Jahre hinweg festgestellt. Barrieren können jährlich um 13,5 Millimeter an Höhe gewinnen. Die Travertinbildungsprozesse übertreffen somit die Erosionsvorgänge, welche die empfindlichen Seebarrieren zerstören würden. Man schätzt das Alter des Travertins am Seeuntergrund und an den Barrieren auf etwa 6000 bis 7000 Jahre.
Zur Kalkausfällung kommt es jedoch nicht unmittelbar an den Quellen der Zuflüsse der Plitvicer Seen. Damit das Wasser kohlensauren Kalk (Calciumcarbonat) ausfällt, muss das Wasser einen gewissen Sättigungsgrad an Mineralien erreichen. An den Quellen beträgt der Sättigungsgrad etwa 1. Zur Ausfällung von Calciumcarbonat muss der Sättigungsgrad 3 übersteigen. Zugleich muss der pH-Wert des Wassers über 8,0 liegen (leicht basisch).

 

 

Schwellen werden zu Barrieren

Zur Bildung von Travertinbarrieren kommt es dadurch, dass kalkreiches Wasser in dünnen Schichten über eine Unterlage fließt und aufgewirbelt wird. Es bildet somit eine große Oberfläche und gibt dadurch vermehrt Kohlendioxid (CO2) ab. Kleine Kristalle werden abgelagert und es entsteht Kalksinter, auch Kalktuff genannt (CaCO3). Es bilden sich Barrieren, vor allem an den reichlich vorhandenen Moosen.
Im Laufe der Zeit können durch wachsende Barrieren und ansteigende Wasserpegel ältere Barrieren überschwemmt werden. Noch vor etwa 400 Jahren trennte eine ältere Barriere den See Kozjak in zwei Hälften. Die Barriere befindet sich heute ziemlich in der Mitte des Sees, etwa fünf Meter unter der Seeoberfläche.

 

 

Einfluss von Pflanzen

In der einzigartigen Seenlandschaft der Plitvicer Seen spielen Moose, Algen und Wasserpflanzen eine bedeutende Rolle im Entstehungsprozess von Travertinbarrieren.
Bis Anfang des 21. Jahrhunderts vermutete man, dass dem Wasser von den Pflanzen Kohlendioxid für die Photosynthese entnommen wird und diese im Gegenzug Sauerstoff freigeben, was zur Spaltung und Ablagerung von Hydrogencarbonat führt (Phytogenese). Federführend bei diesen Forschungen war Ivo Pevalek. Ihm gebührt auch die Ehre, dass die Plitvicer Seen letztendlich unter Schutz gestellt wurden. Neuere Forschungsergebnisse ergaben, dass Pflanzen nicht hauptsächlich für die Ausfällung von Calcit aus dem Fließwasser verantwortlich sind, sie wirken jedoch indirekt an der Travertinbildung mit. Ausschlaggebend ist vielmehr die Verlangsamung, Durchlüftung und Zerstäubung des Wassers.

Moose sind lediglich ein Substrat, das heißt eine Unterlage, für die Sedimentierung. Die Photosyntheseaktivität von Algen oder Moosen in Zusammenwirkung mit dem Wasser kann aber auf Grund des Verbrauchs an Kohlendioxid begünstigend auf die Kristallisierung der Ablagerungen wirken. Dafür zeichnen sich insbesondere Millionen von mikroskopisch-kleinen Bakterien und Algen aus, die auf derartigen Pflanzen gedeihen. Sie sondern Schleim ab, an denen sich Kristalle festsetzen. Die bedeutendsten dieser Pflanzen sind Moose der Gattung Bryum und Cratoneuron. Man kann dies sehr deutlich daran sehen, dass die jungen Triebe noch weich und grün sind, während ältere Pflanzen eine gelbliche Farbe aufweisen und mit einer festen, jedoch zerbrechlichen Schicht überzogen sind. Die Moose fördern nicht nur die Entstehung von Kalktuff-Barrieren, sie werden sogar Teil dieser Barrieren indem sie von stets neueren Schichten überdeckt werden. Alter Travertin ist voll von versteinerten Algen oder Moosen. Man nennt diese, für die Plitvicer Seen typische Art des Kalktuffs, phytogenen Kalktuff.

 

 

Störende Einflüsse für die Travertinbildung

So sehr Pflanzen entscheidenden Einfluss auf die Travertinbildung ausüben, so hat eine allzu hohe Konzentration von organischen Stoffen im Wasser einen hemmenden Einfluss darauf. Zu starker Bewuchs der Barrieren (dieser wird seit einiger Zeit systematisch entfernt) wirkt der Ausfällung von Mineralien entgegen. Entscheidend für die Travertinbildung ist vornehmlich die Reinheit des Wassers. Das Wasser der Zuflüsse zu den Plitvicer Seen ist, wasseranalytisch gesehen, ausgesprochen rein. So übersteigt der gelöste organisch-gebundene Kohlenstoffwert (DOC) des Wassers zu Beginn der oberen Seen kaum 2,5 mg/L. Die Werte an den unteren Seen weisen höhere organische Konzentrationen auf (5,15 mg/L). Andere kroatische Karstflüsse weisen in der Nähe ihrer Austrittsstellen ähnlich niedrige Messwerte auf.
Der ungelenkte Tourismus im 20. Jahrhundert und die Verschmutzung durch Abwässer der Hotels oder der Landwirtschaft in der näheren Umgebung hinterließen schädliche Spuren. Dies führte zu einer zunehmenden Eutrophierung der Seen (einer erhöhten Konzentration von organischen Stoffen im Wasser). Der Schutz dieses sehr empfindlichen Gebiets vor allzu großen Einflüssen des Menschen zur Ermöglichung der ungestörten und nachhaltigen Travertinbildung ist daher von immenser Bedeutung. Seit 2006 herrscht striktes Badeverbot an den Seen. Bis dahin war das Baden am Kozjak-See gestattet

 

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Gemütliche Orte Plitvicer Seen Plitvicer Seen Wald

Plitvicer Seen Segeln-Kroatien Plitvicer Seen Kroatien

Nationalpark Plitvicer See Großer Plitvicer See

Idillischer Plitvicer Seen Plitvicer Seen Natur

Plitvicer Seen Nationalpark Nationalpark Plitvicer Seen

Wasserfall Plitvicer Seen Plitvicer Seen Wasserfall

 

 

 

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Nationalpark Plitvicer Seen – Map

 

 

Nationalpark Plitvicer Seen – Anreise

Die Plitvicer Seen bildeten sich in der Vertiefung zwischen den Gebirgen Mala Kapela im Westen und Plješevica im Osten, inmitten des dinarischen Gebirgszuges. Der Nationalpark Plitvicer Seen befindet sich an der Nationalstraße D1 Zagreb–Split, zwischen Slunj und Korenica, unweit der Grenze zu Bosnien und Herzegowina. Weitere größere Ortschaften im umliegenden Gebiet sind Ogulin, Rakovica, Otočac, Gospić, sowie Bihać auf bosnischer Seite.

Die kürzeste Luftlinien-Entfernung von der Küste zum Nationalpark beträgt 55 Kilometer. Von der Küste aus sind die Plitvicer Seen nach 60 Straßenkilometern von Senj aus zu erreichen. Nach Überquerung des Velebit-Gebirges betritt man das Karstgebiet Mittelkroatiens bzw. der Lika mit zahlreichen Poljen (z. B. das Gacko polje).
Die Autobahn A1 Zagreb–Split verläuft in etwa 50 Kilometer Entfernung westlich des Nationalparks. Die Plitvicer Seen sind über die Ausfahrten Karlovac im Norden, Otočac im Westen oder Gornja Ploča im Süden zu erreichen.
Plitvicer Seen segeln kroatien 20Die nächstgelegenen Flughäfen sind Zadar, Zagreb und Rijeka, die nächstgelegenen Bahnstationen Josipdol und Plaški, von denen aus es jedoch keine Busverbindungen zu den Seen gibt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind die Plitvicer Seen am ehesten per Bus von Zagreb, Karlovac, Zadar oder Split aus zu erreichen. Das Nationalparkgebiet der Plitvicer Seen erstreckt sich über zwei politische Untereinheiten, sogenannte Gespanschaften. Der Nationalpark selbst unterliegt der nationalen Verwaltung. Von der Gesamtfläche des Nationalparks im Ausmaß von 296,85 Quadratkilometern entfallen 90,7 Prozent auf die Gespanschaft Lika-Senj und 9,3 Prozent auf die Gespanschaft Karlovac. Die Gesamtfläche der Seen beträgt 2 Quadratkilometer. Davon entfallen nahezu 80 Prozent auf die beiden größten Seen, das Prošćansko jezero und den See Kozjak. Diese Seen sind gleichzeitig auch die tiefsten Seen mit jeweils 37 und 47 Meter Tiefe. Auf dem Kozjak verkehren geräuscharme und umweltfreundliche Elektroboote. Von den übrigen Seen ist keiner tiefer als 25 Meter. Der Höhenunterschied zwischen den Seen beträgt 133 Meter.
Die insgesamt 16 oberirdischen Seen werden in die zwölf Oberen Seen (Gornja jezera) und die vier Unteren Seen (Donja jezera) gegliedert.

Tagestouren können ab Zagreb, Rijeka, Split oder Zadar gebucht werden. Besser ist jedoch, Übernachtungen im Park mit einzuplanen und kleinere Touren zu unternehmen. Vorsicht für Individualreisende: An den Bushaltestellen an den Eingängen wird nur auf Aufforderung gehalten!
Der Nationalpark ist für mobile Urlauber auch aus weiteren Regionen gut erreichbar. Vom nördlichen Mitteldalmatien, Istrien oder auch dem Großraum Zagreb kann man die Plitvicer Seen als Tagesausflug in Eigenregie erleben.

 

 

 

 

Nationalpark Nördlicher Velebit

Der Nationalpark Nördlicher Velebit (kroatisch: Nacionalni park Sjeverni Velebit) wurde im Jahr 1999 zum Nationalpark erklärt und befindet sich im nördlichen Teil des Velebit-Gebirgsmassives in der Nähe der Stadt Senj an der kroatischen Adria.
Die Fläche beträgt 109 Quadratkilometer. Der Nationalpark bietet herrliche Aussichtspunkte, hohe Kletterfelsen und zahlreiche Höhlen. Nationalpark Nördlicher Velebit 3Im Jahr 1992 wurde dort Lukina Jama (Lukas Grotte) entdeckt, die bisher tiefste bekannte Höhle in Südosteuropa (1392 m). Die Region mit ihren großartigen Karstformationen ist ein lohnendes Ziel für Wanderer mit dem Fernwanderweg Premužićeva staza, Bergsteiger (Hajdučki i Rožanski kukovi), Höhlenforscher (Lukina Jama), Botaniker (Botanischer Garten am Zavižan) und Naturliebhaber allgemein.

Der Nationalpark liegt innerhalb des Biosphärenreservats „Velebit Mountain“ der UNESCO. Der breiteste Teil des Velebitmassivs reicht vom Pass Vratnik (698 m) auf der Straße Otočac-Senj bis zum Veliki Alan (1379 m). An der Meerseite türmen sich kahle Felsen über dem Velebit-Kanal auf und an der Landseite erstreckt sich eine bewaldete Hochebene.

Auf dem Zavižan (1594 m) befindet sich eine Berghütte und ein botanischer Garten; ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für Wander- und Reittouren; eine Herausforderung für erfahrene Mountainbiker, Kletterer, Flieger und Höhlenkundler. Der Bergrückenpfad “Premužićeva staza” führt durch das Reservat Rožanski kukovi und durch das streng geschützte Reservat Hajdučki kukovi und eröffnet herrliche Ausblicke auf das Meer und die Inseln bis zur Insel Rab.

 

INFORMATIONEN ÜBER DIE NATIONALPARK

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Nationalpark Nördlicher Velebit Nationalpark Nördlicher Velebit Gebirge

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Nationalpark Nördlicher Velebit Landschaft  Nationalpark Nördlicher Velebit Kroatien

 

 

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Anreise

Die einfachste Anreiseroute führt über die Stadt Otočac. Sie erreichen Otočac, indem Sie die Autobahn Zagreb-Split nehmen oder die Landstraße benutzen, die über Josipdol in Richtung Senj führt, und fahren über den Kapela Pass. Von der Autobahn nehmen Sie die Straße nach Krasno, wo sich das Gebäude der Parkverwaltung befindet. Eine andere Anreisemöglichkeit ist die Straße nach Štirovača, die in den süd-östlichen Teil des Parks führt. Wenn Sie von der Küste anreisen, gibt es auch eine Straße aus Richtung Jablanac, die aber eher nicht zu empfehlen ist, da sie sehr schmal und eng ist. Sollten Sie dennoch diese Strecke wählen, erreichen Sie den Park von Südwesten her bei der Alan Berghütte. Darüber hinaus kann der Park erreicht werden auf gepflasterten Straßen über die Orte Mrkvište, Ledena Draga, Begovača und Štirovača. Und wenn Sie möchten, können Sie auch die Wanderwege von der Küste aus nehmen, und zwar aus Richtung Brisnice und Gornja Klada.

Die Hajdučki- und Rožanski kukovi-Naturschutzgebiete. Wobei die Felsgruppe der Rožanski-Gipfel etwas besser zugänglich ist, als das schwierige Terrain der Karst-Felsen der Hajducki kukovi. Die Landschaft ist wild und unzugänglich und es gibt noch viele Stellen, die kaum je von Menschen betreten wurden, und somit noch die Aura des Unbekannten und Unerforschten bewahren. Im Jahr 1993 wurde hier die Lukina Jama entdeckt, eine Höhle, die mit einer Tiefe von 1392 Metern die tiefste Höhle in Europa ist – und in der Welt auf dem achten Platz der Höhlentiefe liegt.

  • Die Almen des Veliki Lubenovac – Ein schönes Gelände in der Nähe des Hajdučki- und Rožanski kukovi-Naturschutzgebietes.
  • Der Premuzic-Pfad – Er führt durch die schönsten und interessantesten Teile des Parks
  • Die Visibaba – Ein botanisches Naturschutzgebiet.
  • Die Steilhänge des Zavižan-Balinovac-Velika kosa, ein streng geschützter botanischer Garten.
  • Das Borov vrh-Waldreservat.

 

Interessante Veranstaltungen:

Der Internationale Tag der Berge am 11. Dezember.
Die Feier des Internationalen Tages der biologischen Vielfalt am 22. Mai.

 

Unterkunft:

Der Nationalpark Sjeverni Velebit bietet Ihnen einfache Unterkünfte in Berghütten. In der Stadt Krasno finden Sie auch Hotels und private Unterkünfte.

 

Berghütten:

Berghütte Zavizan (20 Betten) Dort können Sie übernachten und es gibt auch die Möglichkeit, sich zu verpflegen (z. B. Tee, Kaffee, Bier und einfache Lebensmittel). Während der touristischen Saison können Sie auch reiten.
Berghütte Veliki Alan (46 Betten-5 Zimmer).Sie befindet sich im süd-westlichen Teil des Parks und kann bequem entweder zu Fuß, herabsteigend vom Premuzic-Pfad, oder mit dem Auto von der Küste her aus Jablanac, erreicht werden. In der Alan Berghütte findet der Besucher ebenfalls Lebensmittel. Sie können sich hier erholen und auf die Weiterfahrt in Richtung Küste vorbereiten, oder Sie wandern weiter auf dem Premuzic-Pfad. Hier www.plsavez.hr / hr / Planinarska_kuća_Alan finden Sie detaillierte Informationen.

 

 

 

Nationalpark Brijuni

Der Nationalpark Brijuni-Inseln (ital. Brioni) ist eine kleine Inselgruppe in der kroatischen Adria.

Fazana view to Kornati Island CroatiaSie liegt vor der Küste der historischen Region Istrien nur wenige Kilometer von der Küstenstadt Pula entfernt.  Zur Inselgruppe gehören 14 einzelne Inseln. Die Gesamtfläche des Parks beträgt inklusive der umgebenden Wasserflächen 36 km². Nur die größte Insel, Veli Brijun, besitzt Hotelanlagen und kann frei besucht werden. Auf den anderen Inseln befinden sich teilweise staatseigene und private Immobilien, die bewacht werden. Die Brijuni-Inseln sind für ihre landschaftliche Schönheit und den Abwechslungsreichtum bekannt. Die gesamte Inselgruppe steht unter Naturschutz. Der Nationalpark Brijuni wurde Im Jahr 1983 gegründet. Auf Veli Brijun gibt es ein weitläufiges Tiergehege.

Die Inselgruppe Brijuni kann man über Schiffsverbindungen von Fažana oder von Pula aus erreichen. Das Anlegen mit privaten Booten ist nur im Hafen der Hauptinsel gestattet. Außerdem ist Tauchen im Nationalpark nur von lizenzierten Tauchzentren aus erlaubt.

 

 

Informationen über die Nationalpark Brijuni

 

Nationalpark Brijuni Geschichte

Es gibt Überreste aus allen Zeitepochen – angefangen von den Dinosauriern, die an mehreren Stellen der Insel ihre Spuren hinterlassen haben. Es waren Theropoden, ähnlich dem Allosaurus. Die Inseln waren schon in vorantiker Zeit bewohnt. Archäologische Spuren deuten auf eine Erstbesiedlung um etwa 3000 v. Chr. hin. Aus römischer Zeit stammen die Ruinen in der Val Catena-Bucht / Uvala Verige. Auf einer Länge von über einem Kilometer breitet sich dort die größte villa maritima des adriatischen Meeres aus, die in etwa claudischer Zeit aus zwei wohl spätrepublikanischen villae rusticae entstand. Ein großes Terrassen-Wohngebäude, ein kleiner Tempelbezirk mit drei Tempeln, eine Bibliothek, Zisternen, eine Badeanlage (balnea) sowie einem Wirtschaftstrakt mit Wein- bzw.

Brijuni Byzantinisches Kastell

Ölproduktionsstätte; in späterer Zeit entstand in den Ruinen eine Färberei. Auf dem gesamten Archipel finden sich in augusteischer Zeit sieben villae rusticae sowie eine Saline und ein Steinbruch. Das byzantinische Castrum der Val Madonna entstand ebenfalls aus einer villa rustica und diente ab etwa dem 5. Jahrhundert als einzige befestigte Siedlung der Insel zum Schutz vor Seeräubern. In der Nähe findet sich die frühchristliche Basilika St. Madonna sowie die Reste der Kirche St. Peter. Im Zentrum der Insel befindet sich ein Kastell aus venezianischer Zeit mit einem Wehrturm und die St. Germanuskirche mit Kopien der Fresken von Beram und glagolitischen Schriften. Bis 1797 venezianisch wurden die Inseln Teil des österreichischen Küstenlands. Im Jahr 1866 versammelte Admiral Wilhelm von Tegetthoff die österreichische Flotte im Kanal von Fažana und führte sie von dort aus in die Seeschlacht von Lissa (heute Vis).

Im Jahr 1893 kaufte der österreichische Industrielle Paul Kupelwieser die Inseln und machte sie bewohnbar. Der Grund für die „Unbewohnbarkeit“ war die Krankheit Malaria. Kupelwieser las in einer Zeitung, dass Robert Koch in Italien Forschungen über die Malaria machen wollte. Er schrieb ihm daraufhin einen Brief und erläuterte die Situation auf der Insel. 1900/01 besuchte Koch die Insel zweimal. Als Überträger der Malaria identifizierte Koch die Anopheles-Mücke. Die Ausrottung der Malaria erfolgte durch mehrere Aktionen, nämlich die Durchimpfung der Personen auf der Insel (v.a. Arbeiter, die z.T. aus dem Zuchthaus von Capodistria kamen, und natürlich die Bewohner) und die Sanierung der Teiche mittels Petroleum. Das verhinderte die Vermehrung und begünstigte somit die Reduzierung oder Abwanderung der Mücke. Noch heute erinnert ein Denkmal an Robert Kochs Besuch auf der Insel (von Joseph Engelhart 1902).

Brijuni VestigeKupelwieser legte in den alten Steinbrüchen Spazierwege und geschützte „Boraplatzln“ an, betrieb Land- und Milchwirtschaft („Imperialkäse“) und Weinbau. Alois Zuffar war für die botanische Ausstattung zuständig, seine Pinien- und Zypressenalleen erfreuen heute noch den Besucher. Anton Gnirs machte sich verdient um die Ausgrabung der römischen Überreste. Kupelwieser importierte exotische Pflanzen und Tiere, errichtete Hotels, ließ eine submarine Wasserleitung bauen, vertraute auf modernste Technik und machte das Eiland (Hermann Bahr 1908: „Ich habe immer ein Eiland gesucht und immer nur Inseln gefunden, bis ich nach Brioni kam…“) zu einem fashionablen Kurort. 1913 entstand das erste Winterschwimmbad an der österreichischen Adria. In der Zeit vor dem ersten Weltkrieg waren sie ein Treffpunkt für den Adel, Industrielle und das gehobene Bürgertum, auch zahlreiche Künstler besuchten die Insel. Tennis, Pferde, Schwimm- und Segelsport, eine natürliche Aromatherapie, die salzige, staubfreie Luft sorgten für gute Erholung. Viele Stammgäste blieben jedes Jahr mehrere Monate. Mit Hilfe von Carl Hagenbeck legte er einen Tiergarten an mit Affenschluchten, einer Straußenzucht, Gehegen mit Antilopen und einem Teich mit Flamingos. Im Ersten Weltkrieg war die Insel U-Boot-Stützpunkt der k.u.k Kriegsmarine.

Von 1918 bis 1943 gehörte Brioni zu Italien und wurden zu einem internationalen Treffpunkt für Sportbegeisterte: der damals größte Golfplatz Europas, Polo, Regatten. Die aufwendige Haltung von Polopferden für allfällige interessierte Gäste führte dann zusammen mit hohen Steuern zu finanziellen Schwierigkeiten, in deren Folge sich Paul Kupelwiesers ältester Sohn Karl erschoss. Es ging weiter bergab, bis der italienische Staat die hochverschuldete Insel übernahm. Nach der Kapitulation Italiens 1943 kamen die Deutschen. Daher wurden die Inseln 1945 bombardiert – fast alle Gebäude im Hafenbereich und das Seebad Saluga wurden zerstört, das Hotel Neptun 1. Große Schäden trug auch Neptun  III davon. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die Inseln an Jugoslawien und wurden wie auch der größte Teil Istriens Teil Kroatiens.

Von 1947 an hatte der jugoslawische Staats- und Parteichef Tito hier eine seiner bevorzugten Residenzen, die gesamte Inselgruppe war damit für die gewöhnliche Bevölkerung verboten. Die Reste der alten Gebäude wurden z.T. abgerissen, z.T. neu aufgebaut und renoviert. Tito empfing auf Brijuni gern und häufig Staatsgäste und zahlreiche Hollywoodstars. 1956 unterzeichnete der damalige Präsident Tito auch das Abkommen zur Gründung der Blockfreien Staaten zusammen mit den Präsidenten Nehru und Nasser auf der Insel, welches dadurch als Brioni-Deklaration bezeichnet wird.

Nach Titos Tod (1980) wurden die Inseln zum Nationalpark. Die Insel Veli Brijun wird weiterhin von der kroatischen Regierung für Staatsempfänge und als Sommerresidenz des kroatischen Präsidenten genutzt. Auf Veli Brijun wurde mit der Brioni-Erklärung im Jahr 1991 der 10-Tage-Krieg in Slowenien mit Belgrad beendet.

 

Flora und Fauna

Briunij 6Auf den Inseln existieren rund 680 Pflanzenarten, von denen viele im übrigen Istrien gefährdet sind und die sich hier frei entwickeln können. Bekannt sind die großen Eichenwälder. Neben verschiedenen einheimischen mediterranen Spezies wie Stechpalmen, Myrten, Erdbeerbäumen, Mastixsträuchen, Manna-Eschen oder Besenheiden leben hier auch importierte Arten wie Pinien, diverse Kiefern und Zedern wie Libanonzedern, Eukalypten, Tannen, Mammutbäumen oder Zypressen. Auch exotische Pflanzen wie Palmen und Kakteen sind großzügig gepflanzt.

Eine besondere Sehenswürdigkeit stellt der sog. uralte Olivenbaum dar. Anhand der C-14 Methode wurde festgestellt, dass dieser rund 1600 Jahre alt ist.

Ein Großteil der Pflanzenwelt auf den Brioni Inseln hat mediterrane Merkmale. Die wichtigsten Pflanzenkategorien auf Veliki Brijun sind:

 

 

Macchia

Den ökologischen Unterschieden der Standorte trotzend (Erhebungen, Sonnenlage, Boden, ständiger Einfluss des Meers), tritt in einem großen Teil auf Veliki und Mali Brijun ein als Macchia bezeichnetes Vegetationsstadiums des Waldes auf. Die Macchia ist auf allen Inseln anzutreffen. Auf den kleineren Inseln tritt sie komplett mit den bereits erwähnten Waldarten auf. Wegen des auf Veliki Brijun lebenden Wilds ist die Macchia hier teilweise verändert. Die schönste Macchia ist bis zu 8 Meter hoch, dicht und undurchdringlich, und auf der Halbinsel Peneda (Veliki Brijun) und den Inseln Vanga, Madona und Mali Brijun unverändert anzutreffen. Diese Macchia zählt zu den repräsentativsten Macchia-Flächen des Mittelmeers.

 

 

Mediterrane Gewächse

Neben der Steineiche gibt es weitere wichtige bodenständige mediterrane Pflanzenelemente, wie die Großblättrigen Steinlinden, Erdbeerbäume, Myrten, Terebinthen und Mastixbäume, Baumheide und die Schwarzesche.

Die rankende Stechwinde, der Mäusedorn, das Asparagus, die Gemeine Schmerwurz und die mediterrane Wildrose machen den Wald nahezu unwegsam.

 

Erdbeerbaum – Arbutus unedo
Familie der ERICACEAE

Ein Mittelmeergewächs, das sich durch einen schönen immergrünen Strauch oder kleinen Baum darstellt. Er wächst als Zierpflanze der Macchia an vielen Stellen an der Adriaküste. Die grünlich-weißen Blüten entwickeln sich zu einer reichen und schönen Blütenpracht von Oktober bis November. Die orange-roten runden Früchte, die Erdbeeren ähneln, sind an der Oberfläche uneben und dicht mit sogen. Nüsschen besäht. Die Früchte sind nicht besonders schmackhaft, und werden in unseren Küstengebieten nicht besonders geschätzt. Der Konsum einer größeren Menge Früchte ruft Verdauungsprobleme hervor und kommt fast einer Trunkenheit gleich. Bereits die alten Römer kannten die Wirkung dieser Früchte beim Genuss in größeren Mengen. Der Name „unedo“, ein alter römischer Begriff für diese Beere, bedeutet übersetzt nach Plinius “unum tantum edo” (ich esse nur eine).

Auf den Brioni wird ein Teil der Früchte zu Schnaps verarbeitet.

 

 

Myrte – Myrtus comunis
Familie der MYRTACEAE

Nationalpark Brijuni LandschaftDie Myrte stammt ursprünglich aus dem Osten, und wurde bereits in vorgeschichtlicher Zeit in die Mittelmeerländer gebracht. Bei den antiken Völkern war dieses schöne aromatische Gewächs, wie auch der Lorbeer, heilig und besonders geschätzt.

Sie wurde auch häufig kultiviert. Als Wildwuchs wächst sie nur in sonnigen und warmen Küstenregionen, weil sie kälteempfindlich ist. Die Pflanze blüht im Juli und August mit fünf weißen und zarten, angenehm riechenden Blütenblättern und viel Blütenstaub.

Ihre Beerenfrüchte reifen im November. Beeren der Myrte haben einen angenehmen, süßlichen, aromatischen und etwas harzigen Geschmack. Die alten Athener aßen sie frisch, und im alten Rom wurden sie als Gewürz und verdauungsförderndes Getränk verwendet.

 

 

Terebinthe – Pistacia terebinthus
Familie der ANACORDIACEAE

Andere Bezeichnung: Terpentin-Pistazie, Terebinth-Pistazie, Terpentinbaum.

Ein verzweigter bis 10 m hoher Laubstrauch, mit aromatischem, harzigem Geruch und einer reichen schönen Krone. Die Blätter wachsen wechselständig an einem über 20 cm langen Stiel, unpaarig gefiedert, bestehend aus 5-11 länglich ovalen, an den Rändern gleichmäßigen Blättern, die von oben dunkelgrün und an der Unterseite heller sind. An den Blättern treten häufig an Johannisbrot ähnelnde Gallen auf, die durch Insektenstiche entstehen. Die winzigen grünlichen Blütenknospen entwickeln sich zu langen, geraden traubenförmigen Blüten ab April, zeitgleich mit den Blättern.

Die Terebinthe ist ein mediterraner Baum, der bei uns in der Macchia und im Unterholz der Küstenregion anzutreffen ist. Sie wächst in trockenen, warmen und steinigen Gebieten von Istrien bis Albanien.

Die Früchte der Terebinth-Pistazie sind ungiftig und können im rohen Zustand gegessen werden, und haben einen bitterlichen und herben, harzigen und aromatischen Geschmack. Die Früchte werden mancherorts als Heilmittel gegen Verstopfung angewandt. Früher wurden die jungen Triebe dieser Pflanze gekocht und gegessen.

 

 

Der alte Olivenbaum

Olivenbaum (lat. Olea eurpea mill.)

Der alte Olivenbaum ist einer der ältesten Olivenbäume im Mittelmeerraum. Bestätigt wird dies durch Untersuchungen, die an einer Holzprobe des alten Olivenbaums vom Institut Ruđer Bošković in Zagreb in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts vorgenommenen wurden. Mittels der Methode einer Karbonanalyse (durch Anwendung der radioaktiven Isotopen des Kohlenstoffes C14 an der Probe eines Holzstücks aus dem Wurzelhals des Stamms des Olivenbaums) wurde ein Alter von etwa 1600 Jahren festgestellt.

In den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts zerbrach der Olivenbaum durch ein Unwetter in zwei Teile. Die infolge des Zerberstens des Stamms entstandenen Wunden wurden mit Beton konserviert (eine damals in der Baumzucht sehr populäre Methode zur Konservierung).

Die Baumkrone hat aus der Vogelperspektive 22 x 8 Meter, mit einer Höhe von 6 Metern.

Der Olivenbaum ist auch heute noch fruchtbar, wirft also Früchte ab, aus denen Olivenöl hergestellt wird.

Die Ernte der Oliven findet im Oktober statt, und durchschnittlich werden etwa 30 kg geerntet. Aus diesen 30 kg Oliven ergeben sich im Durchschnitt etwa 4,1 kg Öl in der Qualität extra vergine (Bescheinigung der chemischen Bestandteile im Labor des Instituts für öffentliche Gesundheit der Stadt Pula). Die beste chemische Analyse ergab 0,11% freie Fettsäuren, wobei die Peroxydzahl 1,95 betrug.

Der Olivenbaum ist ein fester Bestandteil der einzigartigen Landschaft von Brioni und gibt, mit seiner üppigen und reichen Baumkrone und dem beeindruckenden Umfang seines Stamms, ein unverwechselbares Bild in dieser Mikrolokalität, in der er sich befindet, ab.

 

 

Gebietsfremde Arten

Neben den einheimischen (autochthonen) Arten, wird der Pflanzenbestand dieser Parklandschaften und Alleen noch durch zahlreiche eingebrachte (allochthone) Arten ergänzt: Pinie, Aleppo Kiefer, westmediterrane Kiefer, Türkische Kiefer, Schwarzkiefer, atlantische Zeder, Himalaya- und libanesische Zeder, griechische und spanische Tannen, Mammutbaum, Zypressen, Eukalyptus u.a.

Die exotischen Gewächse sind hauptsächlich um die Villen und Hotels gruppiert und angepflanzt worden (Palmen, Yucca, Kakteen u.a.).

 

 

Wälder

Briunij Wald
Die Gemeinschaft der Steineichenwälder finden wir in ihrer typischen Zusammensetzung an einigen Stellen der Insel Veliki Brijun (die schönste Fläche ist östlich von der Weißen Villa), wobei es auch auf Mali Brijun eine kleine Gemeinschaft von Steineichen gibt.

 

Steineiche – Quercus Ilex
Familie der FAGACEAE

Die Steineiche wird auch Grüneiche genannt, weil es sich um eine immergrüne Pflanze handelt, die von den Südküsten Europas bis Nordafrika verbreitet ist. Der Baum wird bis zu 25 m hoch, hat einen kurzen Stamm, dessen Umfang mehr als 1 m betragen kann, sie hat eine große, ovale und dichte Krone. Die Rinde ist bei jungen Pflanzen grau und glatt, ist jedoch bei älteren in beinahe quadratische Platten aufgeplatzt. Die Blätter sind einfach, wechselseitig angeordnet, ledrig und bleiben sogar 2 – 3 Jahre am Baum. Die Blüte wird zur Eichel, die klein und bis zur Hälfte mit einem aus haarigen Schuppen bestehenden Fruchtbecher (Cupula) bedeckt ist. Die Eicheln der Steineiche haben von allen Eicheln den größten Energiewert und die geringste Gerbsäure und sind daher auch zum Verspeisen geeignet. Über die Genießbarkeit der Eicheln gibt es Angaben in Werken mehrerer antiker Schriftsteller. Plinius schreibt bspw., dass die Eichel am besten schmeckt, wenn sie in Asche gebacken wird. Gerade die Eichel der Steineiche wurde auch von dem Dichter Mavro Vetranović besungen, der sie für geschackvoller als die Kastanie hielt.

Steineichenwälder sind zusammen mit den Lorbeerbäumen am häufigsten im östlichen Teil des Veli Brijuns vertreten. Nirgendwo an der kroatische Küste gibt es solche einheitlichen Flächen eines gemischten Waldbestands von Steineichen und Lorbeerbäumen, was eine der bedeutendsten Kuriositäten von Brioni ist. In der unteren Etage dieser Gemeinschaft wachsen außerdem der Erdbeerbaum und die Großblättrige Steinlinde.

 

 

Landschaftsparks

Ein Großteil der offenen Rasenlandschaft entstand auf ehemaligen landwirtschaftlichen Flächen, die in der Vergangenheit lange existierten und dann, wegen der immer stärker abnehmenden Bevölkerung (Krankheit, Auswanderung…) aufgegeben wurden. Während der Arbeiten zur Neugestaltung der Brioni in ein modernes Touristengebiet (ab dem Jahr 1894), wurde ein Teil der autochthonen Macchia und des Buschwalds reduziert, doch blieben die größten und schönsten Bäume und Steineichengruppen davon unberührt. Einige dieser Bäume sind heute erstklassige Solitäre, also allein stehende Bäume (mit Baumkronen von bis zu 20 m), die einzelne Lichtungen und Aussichtspunkte kennzeichnen und ihnen ihre Identität geben. Das Wild sorgt für das ordentliche Aussehen dieser Bäume, die die Form eines „Regenschirms“ erhalten (bis zu einer Höhe von 2 m gibt es keine Zweige, weil das Wild die Blätter und jungen Triebe ablaubt), besser als es ein Gärtner jemals tun könnte.

 

 

Fauna

Oiseau heinÜber 250 Vogelarten, beispielsweise seltene Kormorane, finden sich hier. In einer Saline wurde ein Vogelschutzgebiet eingerichtet. An freilebenden Säugetieren finden sich auf der Insel Feldhasen und importierte Hirsche, Rehe und Europäische Mufflons. Die Insel ist von unzähligen Pfauen, Eidechsen, Käutzchen, Möwen und Zikaden bevölkert.
Es gibt auch einen Ethno-Park, in dem ein typisch istrischer Hof mit istrischen Ochsen (Boškarin), istrischen Schafen (Pramenka), Eseln und Ziegen vorgestellt wird.
Eine der größten Sehenswürdigkeiten der Inseln ist der Safaripark am nördlichen Ende Veli Brijuns; seit 1979 werden hier Elefanten, Lamas, Zebras, Nilgauantilopen, somalische Schafe, heilige indische Kühe, Esel und Strauße präsentiert. Nachdem der Elefant Sony im Frühjahr verstorben ist, ist seine Frau Lanka allein. Star der Insel ist Titos Gelbhaubenkakadu Koki, der auch 30 Jahre nach dem Tod seines Herrchens noch so lachen und husten kann wie er.

 

 

Tiere in freier Natur

Der Hase (Lepus europaeus sp.) wurde auf der Inselgruppe angetroffen, und zwischen 1902 und 1908 brachte man die Axishirsche (Aksis aksis), Damhirsche (Dama dama) sowie Mufflons (Ovis musimon) auf die Insel, so dass deren Nachkommen heute die Krönung der Wälder, Parks und Waldlichtungen der Brioni sind, sowie ein Teil seiner Identität und des gesamten Erlebnisses seiner Besucher.

Reich vertreten ist auch die einheimische Vogelwelt. Einzelne kleinere Inseln sind außergewöhnlich gute Habitate, auf denen Möwen und Seeschwalben brüten, sowie selten gewordene Arten der Krähenscharbe. Die Brioni sind ein sehr wichtiger, Saison bedingter Aufenthaltsort für nördliche Vogelpopulationen, und hier ist die Lokalität der Saline sehr interessant. Es handelt sich um einen ausgesprochen feuchten Raum mit drei versumpften Teichen und einer Fläche von etwa 8 ha, die zur Erhaltung dieses ornithologischen Reservats eingezäunt ist. Ein großer von Schilf umgebener See bietet gute Bedingungen für die Brut von Drosselrohrsängern, Purpurhühnern, Maskenschleiereulen und Wildenten. Im Schlamm und seichtem Wasser finden die Vögel Insekten, Mückenlaichen und Gambusien, also Fischchen, die bei der Bekämpfung der Malaria zu Beginn des vorigen Jahrhunderts eine sehr wichtige Rolle gespielt haben. In diesem eingehegten Raum können sich Bodengewächse und niedrige Pflanzen ungestört entwickeln, weil es hier keine Einflüsse vom Wild gibt, so dass dieses Biotop für verschiedene Grasmückenartige, Nachtigalle, Drosseln, Weidenlaubsänger und andere Singvögel ideal ist. In den Baumkronen der Kiefern bauen Sperber, Habichte und Bussarde ihr Nest. Von den anderen Raubvögeln sind regelmäßig die Rohrweihe und die Kornweihe zu sehen. Mit dem Ausklang des Sommers und im Herbst kommen verschiedene sich auf der Durchreise befindende Vogelarten in die Saline, die ihren Weg dann weiter gen Süden fortsetzen. Bereits im August sieht man Schnatterenten, Pfeifenten sowie Löffelreiher, Tauchreiher, Spießenten und Knäkenten. Von den Reihern kann man den kleinen Seidenreiher, den Fischreiher, den Purpurreiher, den Rallenreiher und den Nachtreiher antreffen.
Die Anwesenheit von großen Seidenreihern, schwarzen Klapperstörchen und Rohrdommeln weist darauf hin, dass dieses Habitat auch für seltene und gefährdete Vogelarten bedeutungsvoll ist, da sie hier neben Ruhe auch genügend Nahrung finden.

 

 

Safaripark

Im nördlichen Bereich von Veliki Brijun wurde 1978 in einem abgezäunten Gebiet in der Größe von 9 ha ein Safaripark eingerichtet, in dem exotische Pflanzenfresser leben: die indischen Elefanten Sony und Lanka, Lamas – von südamerikanischen Kamelen, die nach einer indianischen Legende während der frühesten Epoche der menschlichen Existenz gezähmt wurden, Zebras, Nilgaus und Kob-Antilopen, somalische Schafe und indische heilige Kühe sowie landestypische Esel.

 

Die Nilgaus oder Nilgauantilopen sind ein Geschenk aus Indien von Nehru aus dem Jahr 1959.
Häufig werden die Vorzüge der Antilopen mit nur drei Worten umschrieben: schnelle, scheue und reizende Tiere. In Afrika gelten sie als „schneller als der Wind, und unfassbar wie ein Traum“. Aus ihren großen Augen mit den langen Augenwimpern strahlen sie eine Sanftmütigkeit, Zaghaftigkeit aber auch Angst vor einem Verfolger aus. Ihre eigentliche Heimat ist Asien, doch heute sind sie in ganz Afrika verbreitet: in den Steppen und Savannen, Dschungeln und Flusstälern, und sogar in den Gebirgshängen. Der arabische Name für die Antilope bedeutet “Blütenauge”. Die kräftigen Nilgauantilopen sind die einzigsten Vertreter der großen Antilopen auf südasiatischem Boden. Dem Ursprung nach ist dies eine indische Antilopenart. Wegen der dunkelblauen Farbe des Männchens werden Sie auch Blauantilopen genannt. Sie leben in kleinen Herden, die Männchen knieen während eines Kampfes auf den Vorderbeinen. Die Weibchen bringen 1 bis 2 Junge zur Welt.

Der Kob oder die Moorantilopen sind ein Geschenk aus Sambia aus dem Jahr 1962 von Kenneth Kaunda.
Es handelt sich um eine afrikanische Antilopenart, mit gelb-brauner Farbe bei Männchen und Weibchen. Für die Männchen sind die 70 cm langen spitzen Hörner charakteristisch, und ihre besonders graziöse Haltung verdanken sie dem im Verhältnis zum Vorderteil angehobenen hinteren Teil ihres Körpers. In ihrem natürlichen Habitat leben 20 – 40 männliche und weibliche Tiere in Herden zusammen. Die Weibchen sind bereits mit 2-3 Jahren geschlechtsreif und werfen je ein Junges.

Die somalischen Schafe, sind ein Geschenk aus Äthiopien von 1959. Ihre eigentliche Heimat ist Asien, doch sind sie bis Südeuropa, Afrika und den nördlichen Teilen Amerikas verbreitet. Jede Gebirgsgruppe in Asien hat eine oder zwei spezifische Schafsarten, und so entstand auch das somalische Schaf. Sie sind hauptsächlich dunkelfarbig, doch dominiert die dunkelbraune Farbe. Die Schafsböcke haben lange Haare unter dem kräftigen Hals und nach unten gebogene Hörner, während sowohl die Hörner als auch die Haare bei den Weibchen kurz sind. Selten kalbt es zwei Junge. Die Schafe leben in Großherden.
Da sich die Tiere im Sararipark frei bewegen und das gemeinsame Leben das Seine beigetragen hat, erblickte am 05.03.2003 auch Brionko das Licht der Welt, ein junges Kalb, das eine Mischung aus somalischem Schaf und Mufflon ist. Ein sympathisches Exemplar eines seltenen, wahrscheinlich einzigen Falles, einer überhaupt stattgefundenen Paarung zwischen einem Mufflon und einem somalischen Schaf.

Lamas sind südamerikanische Kamele, und unterscheiden sich von echten Kamelen durch einen kleineren Körper und einem verhältnismäßig großen, sehr kompakten Kopf mit einer spitzen Schnauze, großen Augen und schlanken Beinen, mit stärker gespaltenen Hufen. Die Lamas haben nur einen Höcker, und ihr Haar ist lang und wollig. Sie leben in den Hochebenen des Gebirgszugs Kordilleren bis in einer Höhe von 4500 m. Von ihrer Wolle stellen die Indianer von jeher Decken und Ponchos her.

Das Steppen- und Bergzebra (Equus quagga und Eguus zebra), kam als ein Geschenk von Seku Ture aus Guinea 1960 und 1961 nach Brioni. Ein altertümlicher lateinischer Schreiber berichtete, dass der römische Kaiser Caracalla im Jahr 211 n. Chr. außer Tigern, Elefanten, Nashörnern, auch ein “Tigerpferd” in die Arena schickte, und es eigenhändig tötete. Offensichtlich hat dieser Schreiber bei dieser Bezeichnung an eine Art der afrikanischen wilden Pferde, bzw. Zebras gedacht.

 

Briunij 3Das Bergzebra ähnelt mehr einem Esel als einem Pferd. Sie leben in den Gebirgsregionen Süd- und Ostafrikas und bewegen sich meist in großen Herden zusammen mit Antilopen, Giraffen und Straußen. Selbst der Löwe, zu dessen Beute sie werden können, fürchtet ihre kleinen jedoch stahlharten Hufen. Trotz zahlreicher Versuche ist es bis heute nicht gelungen, Zebras als Haustiere zu zähmen. Heute noch gibt es unter den Zoologen unterschiedliche Meinungen, ob ihr gestreiftes Fell als Schutz in der Landschaft dient, oder nicht.

 

 

 

Das Zebu oder heilige indische Rind (Bos indicus) wurde im Jahr 1959 als ein Geschenk von Nehru aus Indien übergeben. Dieses kleine heilige Rind ist eigentlich eine Zwergart der heiligen indischen Kühe. Es hat alle Eigenschaften eines Rindes, nur ist es viel kleiner und leichtgewichtiger. Ausgewachsene Ochsen sind dunkelbraun, mit starken und kurzen Hörnern und einem charakteristischen Höcker, in dem Nahrungsreserven gespeichert werden. Die Ochsen sind bis zu 300 kg schwer, während die Kühe bis 150 kg wiegen. Es wird jeweils ein Junges gekalbt.

 

Die Elefanten – Elephantidae – und zwar die indischen Elefanten auf Brioni (Elephas maximus) sind ebenfalls ein Geschenk aus Indien von 1974. Elefanten werden bis zu 3 m groß und wiegen bis zu 4 – 5 Tonnen. Sie leben in den Urwäldern Indiens, auf Sri Lanka, Borneo und Sumatra. Die Bullen können bis zu 6 Tonnen schwer werden, und sind somit auch die größten Landsäugetiere auf der Erde. Trotz seiner Größe hat der Elefant einen leisen und leichten Gang, da seine flachen Füße ein elastisches Bindegewebspolster besitzen, wie ein Kissen. Außerdem bewegt er sich quasi auf Zehenspitzen. Mit seinem Rüssel kann er fühlen, riechen, atmen, und bei Bedarf auch trompeten. Er benötigt täglich mindestens 80 kg Nahrung, und zieht durch den Rüssel 6-10 Liter Wasser mit einem Sog ein, so dass er sogar bis zu 200 Liter Wasser auf einmal trinkt.

 

Die Esel (Roko und Bero) waren einst Tiere von armen Leuten, die hauptsächlich dem Ackerbau dienten und zum Tragen von Lasten, und machmal zum Pflügen benutzt wurden. In unserem Land werden sie immer rarer und stellen bereits eine gefährdete Art dar. Im Safaripark sind sowohl istrische als auch dalmatinische Esel anzutreffen, die eine spezifische Attraktion darstellen.

 

 

Ethnopark

Der Ethnopark befindet sich im Rahmen des Safariparks, und präsentiert landestypische Tiere eines istrischen Bauernhofs: das Istrische Rind (Boškarin), das Istrische Schaf (Istrisches „Pramenka“), Esel und Ziegen.
Er ist dafür vorgesehen, diesen einheimischen Tieren Istriens hier einen Platz zum Leben zu verschaffen und sie bekannt zu machen, so dass er auch Einrichtungen enthält, die den Lebensbedingungen dieser Haustiere angemessen sind. Es handelt sich um istrische offene Unterstände (eine überdachte Fläche mit Futterstelle).

 

DAS ISTRISCHE RIND (BOŠKARIN)

Briunij 4Ist das istrische Rind ein “Urrind”? Über die Herkunft des Boškarins gibt es zahlreiche Überlegungen. Einige neigen dazu, ihn in die Gattung des Niederungsviehs zu stecken, das mit den römischen Legionen in den ersten Jahrhunderten nach Christi nach Istrien kam. Bekannt ist ebenfalls, dass die von Attila im Jahr 452 geführten Horden, das Niederungsvieh in unsere Gegend brachten. Andere wiederum behaupten, aufgrund von über 10.000 Jahre alten Überresten von Wildrindern aus den istrischen Höhlen, dass das istrische Rind ein direkter Nachkomme des wilden Auerochsen sein könnte. Das Istrische Rind hat einen starken Körperbau und eine robuste Gestalt. Es gehört zur Gattung der primigenen Rinder. Seine Farbe ist hellgrau, mit dunkelgrauen Pigmenten und dunkleren Farbtönen, die sich meistens am Hals, den Vorderbeinen, Bauch und Teilen des Gesichts befinden.

Der Kopf ist langgezogen, mit lebhaften und lieblichen Augen. Die Ohrmuscheln sind mit dunklen Haaren bewachsen, sowie der untere und innere Teil des Schwanzes.

Ein besonderes Erkennungszeichen dieser Gattung ist der mit Pigmenten versehene Gaumen und die dunkelgraue Zunge. Der echte istrische Ochse hat eine schwarze Stirn. Die Hörner sind an der Wurzel grau oder gelblich grau, während die Spitze des Horns gewöhnlich schwarz ist.

Das Kalb wird in einer rötlich-braunen Farbe geboren, doch im Alter von drei Monaten schlägt die Farbe ins Graue um. Das istrische Rind ist eine spätreife Gattung, dessen Wachstum nach 6 Jahren beendet ist. Diese Gattung ist dem karstige Terrain sowie dem hiesigen Klima und den fehlenden Weiden gut angepasst. Es hält viel aus, ist ruhig, gehorsam und ausdauernd bei der Arbeit, so dass es von den Istriern gerne beim Pflügen des Bodens und beim Tragen von Lasten benutzt wurde. Nicht selten tat es bis zu 20 Jahre seinen Dienst.

Nach den Kriterien der Welternährungsorganisation (FAO) ist das istrische Rind vom Aussterben bedroht.

 

 

DAS ISTRISCHE SCHAF

Das istrische Schaf entstand aufgrund des mediterranen Schafes, das in der Vergangenheit von den Istriern eingeführt wurde. Wahrscheinlich war bei der Entstehung dieser Gattung auch das Schaf der istrischen Rasse „Pramenka“ beteiligt. Es gibt einen großstämmigeren Typ des istrischen Schafs (Südistrien), und einen kleineren Typ (Gebiet um Labin und Ostistrien).

Trotz der unterschiedlichen Theorien bezüglich des Entstehens dieser Rasse, steht fest, dass sich auf diesem geografisch isolierten Gebiet ein ausgesprochen großwüchsiges Milchschaf entwickelt hat.

Das Schaf von aristokratischem Aussehen und griechischem Profil
Das istrische Schaf unterscheidet sich bereits auf den ersten Blick von unseren anderen Rassen. Es handelt sich um die Rasse eines großwüchsigeren Milchschafs, bzw. um ein größeres und längeres Schaf mit verlängerten Extremitäten. Die Grundfarbe ist weiß, jedoch dicht gesprenkelt mit größeren und kleineren schwarzen Klecksen und Flecken. Auch am Kopf treten häufig Flecken auf, die größtenteils schwarz sind, aber auch hell- und dunkelgelb oder braun sein können.

Das istrische Schaf wird hauptsächlich für die Milchproduktion benötigt. In dem Zeitraum, in dem es Milch abwirft (210 Tage) werden zwischen 135 und 145 Liter produziert. Einzelne Schafe geben sogar bis zu 200 Liter, was eine sehr gute Voraussetzung ist, die Milchproduktion noch zu erhöhen. Aufgrund dieser Milchproduktion können pro Schaf zwischen 15 und 20 kg Käse hergestellt werden. Auf der Ćićarija wird ein harter Schafskäse hergestellt – der „ćićarski“ Käse. Dieser Käse wird traditionell in einem Käsekessel hergestellt, und die dickgelegte Milch wird mit einer Käseharfe („paklenar“) zerkleinert, und nachdem die Gallerte aus dem Kessel entfernt wurde, wird sie zum Trocknen auf sogenannte „lesnice“ gelegt. Hier reift der Käse etwa 20 Tage und ist dann zum Verzehr geeignet.

 

 

Saline

In einer tiefen südlichen Bucht der Insel Veliki Brijun befindet sich hinter der Landzunge Gromače das Vogelreservat Saline. Es erstreckt  sich auf einer Fläche von 7 ha, auf der sich Sumpfgewächse und drei Teiche befinden. Im Rahmen des größten Teichs, dessen Umrisse und Geheimnisse durch Schilf verdeckt werden, gibt es eine kleine Insel mit einem Strohhäuschen, in dem sich Josip Broz Tito oft zurückzuziehen pflegte, um dem Vogelgezwitscher zu lauschen.

Dieses Vogelreservat entstand auf den Überresten einer mittelalterlichen Meersaline zur Salzherstellung, die ursprünglich eine antike Saline war, deren Spuren auch heute noch an der Meeresküste sichtbar sind. Die Bedeutung und Wichtigkeit dieser Saline geht aus alten Schriften hervor, in denen es heißt, dass der Ertrag aus dem Verkauf des Salzes von Brioni eine “außerordentliche Einnahmequelle der Venezianischen Republik ist”, oder aber, wenn Sie eine Saline eröffnen wollen, dann müssen Sie “die Saline der Inzulae Brionorum besuchen, die seit Jahrhunderten exzellent arbeitet”. Im Jahr 1960 wurde das Gebiet der Saline aufgrund Bodenverbesserungsarbeiten aufgeschüttet und es bildeten sich zwei Teiche, zu denen sich im Jahr 1973 ein dritter gesellte. Von da an erhielt  der See und die Umgebung ihre endgültige funktionelle Landschaftsform, und dieses Gebiet wurde zu einem Platz für heimische und Zugvögel, bzw. zu einem ornithologischen Park.

Heute bietet der ornithologische Park Brioni ein phantastisches Bild und eine Idylle des Vogelgesangs, aber auch ein Zusammenleben für die unterschiedlichsten Vogelarten, die auf den Teichen schwimmen oder sich in der mediterranen Macchia und den Sumpfgewächsen verdeckt halten. Dieses auch für Istrien seltene und außergewöhnliche Gebiet kann man, außer während der Brutzeit (April und Mai), bei einem Spaziergang um den kleinen Teich, oder aus der Vogelperperspektive von einigen alleinstehenden oder in Baumkronen errichteten Hochständen genießen. Außer der Bekanntschaft mit den lebhaften Geschöpfen, ermöglicht der ornithologische Park Brioni es nur wenigen Glücklichen, sich dem Vogelgesang in der Strohhüte hinzugeben.

 

 

Kakadu Koki

 

Koki: der große Gelbhaubenkakadu (cacatua galerita)

Koki ist eine Legende auf Brioni, auch bekannt als Titos Papagei. Er ist eines der seltenen Exemplare von Gelbhaubenkakadus, die sogar bis zu 100 Jahre alt werden. Er gehört zur Familie der größten Papageienart, die sich durch eine sehr schwerfällige Haltung auszeichnen, einen ziemlich starken und kräftigen, bis zu 50 cm langen Körper, einem starken, festen Schnabel und Haubenfedern auf dem Kopf. Es handelt sich um eine sehr intelligente, gesellige und anmutige Vogelart, die sich unheimlich gerne badet.

Josip Broz Tito hat den Koki seiner Enkelin Aleksandra – Saši Broz zu ihrem neunten Geburtstag geschenkt. Koki lebte eine Zeit lang nicht mehr auf den Brioni, doch in den letzten drei Jahrzehnten ist er, neben dem Elefanten Sony und der Elefantin Lanka, der attraktivste Bewohner der Inselgruppe. Wegen seines Beitrags als Touristenattraktion von Brioni, hat Koki auch seine «Sommerresidenz» erhalten, so dass er im Sommer  nicht im Fazanengehege lebt, sondern in unmittelbarer Nähe des Hotels «Neptun – Istra».

Dieser zweiundfünfzigjährige Pfiffikus mit weißem Gefieder und ein paar gelben Federn, ist die Verkörperung eines guten Mitarbeiters der Touristikbranche, ein Wesen, das versteht zu animieren, zu verführen und die Aufmerksamkeit für unbegrenzte Zeit auf sich zu ziehen. Er «erzählt», stolziert herum, und manchmal möchte er sogar «Hände schütteln», außerdem kennt dieser Papagei bestimmt viele Geheimnisse der Brioni… Mit ihm zusammen, der, wenn er gut gelaunt ist, auch redet (Hallo Alter, wie geht´s?, Wie heißt du?, Koki, Hallo, Tito…), haben sich fast alle bekannten Inselbesucher fotografieren lassen (z.B. die  Prinzessin Carolina von Monacco, der Schauspieler John Malkovich, etc.).

 

Bilder

Hafeneinfahrt Nationalpark Brijuni  Nationalpark Brijuni

Nationalpark Brijuni Ausblick  Nationalpark Brijuni Villa

Nationalpark Brijuni Kroatien  Nationalpark Brijuni Rehe

Nationalpark Brijuni Zebra  Nationalpark Brijuni Kühe

Nationalpark Brijuni Landschaft  Nationalpark Brijuni Kaktusfeigen

Nationalpark Brijuni Byzantinisches Kastell

 

 

Anreise

 

Fazana ist der eigentliche Verbindungshafen zu den Inseln. Von hier aus sind individuelle Touren im Angebot. Den Nationalpark kann man allerdings auch von anderen Orten aus besuchen. Ab Pula und Rovinj werden etwas teurere Schiffreisen angeboten.

Für Segler oder Bootsfahrer

Das Ankern ist nur im Haupthafen Veli Brijun oder der Bucht Sv. Nikola auf Mali Brijun gestattet. Die Nautiker müssen sich zudem an der Rezeption des Hotel Neptun anmelden.

 

Video

 

 

 

 

Map

Nationalpark Kornaten

Der Kornati-Nationalpark (kroat. Nacionalni park Kornati), auch Nationalpark Kornaten genannt, umfasst einen Teil der Inselgruppe der Kornaten (kroat. Kornatski otoci bzw. schlicht Kornati), eines Archipels in der kroatischen Adria.

KornatenDie Kornaten stellen die dichteste Inselgruppe im Mittelmeer dar und wurden 1980 als Nationalpark unter strikten Naturschutz gestellt. Die Gesamtfläche dieses Nationalparks beträgt 220 Quadratkilometer.

Das Gebiet ist Karstlandschaft. Zum Nationalpark gehört auch das die Inseln umgebende (unterseeische) Meeresgebiet.

Insgesamt besteht der Nationalpark aus 89 Inseln, Inselchen und Felsen. Die größte heißt Kornat. Die Vegetation auf den Inseln ist größtenteils spärlich. Die Inseln bestehen aus Kalkstein, sind entweder wenig bewachsen (Macchia) oder kahl.

Es gibt weder Wasserläufe noch Quellen. Die Nationalparkverwaltung befindet sich in der Ortschaft Murter auf der gleichnamigen Insel unweit des Archipels. Die Bewohner der Insel Murter werden seit jeher als eng verbunden mit dieser Inselgruppe erachtet, weshalb ihnen auch heutzutage die Verwaltung über das Archipel obliegt. Für Segler ist der Kornati Cup im Frühjahr interessant.

 

Informationen über die National park Kornaten

 

Geschichte zum Nationalpark Kornaten

Neolithikum
Bereits während des Neolithikums lebten Menschen auf den Kornaten. Darauf weisen Funde von steinernen Äxten auf dem Feld Zeljkovac, unterhalb des Berges Pedinka auf der Insel Kornat.

Illyrer und Goten
Die ersten bestätigten Kolonisationen der Inseln datieren aus der Zeit der Illyrer und Goten. Darauf weisen kleine viereckige Wohnhäuser, die einzeln oder in Gruppen stehen (Überreste gibt es beispielsweise unter dem Berg Pedinka, über dem Feld Zeljkovac). Des Weiteren gibt es kleine Siedlungen (Šćikat, Stražišće, Tureta, Grba) und Anhäufungen, die auf eine größere Einwohnerzahl zu dieser Zeit hinweisen (diese befinden sich auf fast allen Anhöhen auf den Inseln Kornat und Žut).

 

Das Römische Reich
Auch das Römische Reich hat seine Spuren auf den Inseln der Kornaten hinterlassen. So können heute die Überreste einer Villae rusticae in Proversi sowie Fischbecken auf Svrsati bewundert werden. Weitere Spuren des Römischen Reiches sind hauptsächlich unter Wasser zu finden, wie die Salzanlage in Sipnatam oder die Hafenanlagen in Vela Proversa.

 

Das byzantinische Reich
Nach Meinung vieler hat die Herrschaft der Byzantiner oder Goten den markantesten Bau, der sich auf den Kornaten befindet, hinterlassen: Die Festung Tureta auf der Insel Kornat. Der Bau kann der späten Antike oder dem frühen Mittelalter zugeordnet werden und stammt vermutlich aus dem 6. Jahrhundert, also noch vor der Besiedlung der Adria durch die Kroaten. Es wird vermutet, dass die Festung für militärische Zwecke gebaut wurde, um die Schifffahrt in der damals gefährlichen Adria zu sichern.
Ebenso befindet sich eine Altchristliche Basilika (auch aus der Zeit des Byzantinischen Reiches) unterhalb der Festung Tureta. Heute können der größte Teil der Apsis und Teile der Grundmauern besichtigt werden. Aufgrund der Größe der Kirche (30 x 13 m) vermutet man, dass während dieser Zeit eine ansehnliche Anzahl von Bewohnern auf der Insel gelebt haben muss.
In unmittelbarer Nähe zur Kirche findet man Spuren eines Gebäudes. Hier sind sich die Wissenschaftler nicht einig, ob es sich um ein Templerkloster oder ein Kloster der Benediktiner handelt.

 

Völkerwanderungen
Mit der Ankunft der Kroaten im heutigen Dalmatien war die römische Bevölkerung gezwungen vom Festland auf die Inseln zu fliehen. Jedoch war dies auch nur von kurzer Dauer, da auch das Meer kein weiteres Hindernis mehr für die Kroaten darstellte. So kam es, dass die Kornaten bis zum 13. Jh. nahezu unbewohnt blieben.

 

Mittelalter
Ab dem 13. Jh. wurden die Kornaten wieder besiedelt. So können verschiedene Bauten aus dem Mittelalter besichtigt werden. Eine dieser Bauten ist die Kirche „Gospa od Tarca“ (dt. Madonna von Tarac, oft auch als Königin der Meere bezeichnet) in der Bucht von Tarac, die wahrscheinlich auf den Überresten einer altchristlichen Basilika gebaut worden ist. Eine genaue Datierung dieser Kirche ist nicht möglich, so schwanken die Datierungen vom 12./.13. Jh., 14. Jh. bis zum 15./16. Jh. Ebenfalls aus dem Mittelalter stammen die Überreste eines Salzlagers sowie die im Meer untergegangenen Überreste einer Salzgewinnungsanlage (vermutlich zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts) in der Bucht von Lavsa.

 

Republik Venedig
Die Kornaten waren insbesondere im 16. Jh. für den Fischfang bekannt. So hat die Republik Venedig auf der kleinen Insel Vela Panitula ein Kastell erbaut, welches hauptsächlich zur Eintreibung von Steuern auf den Fischfang bei den Kornaten gedient hat. In unmittelbarer Nähe zum Kastell, auf der Insel Piškera (Jadra) entstand ein Fischerdorf. Die beiden Inseln waren mit einer Brücke verbunden. Ebenfalls wurde eine Kirche mit gotischen Elementen in dem Fischerdorf errichtet, diese wurde im Jahre 1560 eingeweiht. Mit dem Fall der Republik Venedig Ende des 18. Jh. wurden das Kastell, wie auch das Fischerdorf verlassen. So sind heute kaum noch Spuren des Dorfes vorhanden, das gleiche gilt auch für das Kastell. Allerdings wurde die Kirche restauriert. Sie wird auch heute noch regelmäßig besucht.

 

Inseln Kornaten

 

Nr. Insel Fläche Höhe Geografische Lage
1. Kornat 32.463.820 m² 237 m 43° 48′ 6″ N, 15° 20′ 0″ O
2. Piškera 2.668.046 m² 126 m 43° 46′ 0″ N, 15° 20′ 20″ O
3. Levrnaka 1.833.883 m² 117 m 43° 49′ 26″ N, 15° 14′ 45″ O
4. Lavsa 1.756.113 m² 111 m 43° 45′ 0″ N, 15° 22′ 15″ O
5. Kurba Vela 1.736.793 m² 117 m 43° 41′ 55″ N, 15° 29′ 40″ O
6. Smokvica Vela 1.054.430 m² 94 m 43° 43′ 40″ N, 15° 28′ 40″ O
7. Škulj 881.017 m² 145 m 43° 43′ 20″ N, 15° 27′ 20″ O
8. Silo Velo 676.758 m² 63 m 43° 51′ 10″ N, 15° 13′ 45″ O
9. Lunga 617.814 m² 81 m 43° 43′ 45″ N, 15° 25′ 15″ O
10. Mana 395.627 m² 77 m 43° 48′ 0″ N, 15° 16′ 20″ O
11. Aba Vela 383.042 m² 43° 52′ 0″ N, 15° 12′ 50″ O
12. Oključ 358.291 m² 69 m 43° 41′ 40″ N, 15° 28′ 30″ O
13. Kastela 342.384 m² 53 m 43° 44′ 20″ N, 15° 23′ 25″ O
14. Kameni Žakan 320.008 m² 30 m 43° 43′ 10″ N, 15° 26′ 20″ O
15. Ravni Žakan 301.058 m² 38 m 43° 43′ 40″ N, 15° 26′ 5″ O
16. Gustac 284.502 m² 45 m 43° 46′ 35″ N, 15° 20′ 55″ O
17. Gustac 284.450 m² 78 m 43° 44′ 50″ N, 15° 23′ 0″ O
18. Borovnik 273.219 m² 56 m 43° 48′ 40″ N, 15° 15′ 15″ O
19. Svršata Vela 270.089 m² 31 m 43° 51′ 40″ N, 15° 16′ 35″ O
20. Gominjak 253.298 m² 63 m 43° 43′ 20″ N, 15° 24′ 40″ O
21. Rašip Veli 246.069 m² 62 m 43° 46′ 40″ N, 15° 18′ 15″ O
22. Rašip Mali 154.559 m² 56 m 43° 47′ 20″ N, 15° 17′ 25″ O
23. Panitula Vela 147.762 m² 36 m 43° 45′ 30″ N, 15° 20′ 40″ O
24. Garmenjak Veli 131.858 m² 56 m 43° 42′ 15″ N, 15° 27′ 40″ O
25. Koritnjak 116.600 m² 49 m 43° 46′ 55″ N, 15° 20′ 15″ O
26. Klobučar 110.003 m² 82 m 43° 44′ 22″ N, 15° 22′ 58″ O
27. Lucmarinjak 100.503 m² 45 m 43° 41′ 0″ N, 15° 29′ 5″ O
28. Mrtovnjak 97.928 m² 41 m 43° 42′ 26″ N, 15° 32′ 8″ O
29. Obrucan Veli 96.552 m² 66 m 43° 50′ 2″ N, 15° 13′ 38″ O
30. Bisaga 92.237 m² 22 m 43° 48′ 33″ N, 15° 16′ 57″ O
31. Prišnjak Veli 91.812 m² 35 m 43° 44′ 14″ N, 15° 24′ 7″ O
32. Vodenjak 80.964 m² 44 m 43° 43′ 43″ N, 15° 23′ 54″ O
33. Smokvenjak 79.108 m² 41 m 43° 50′ 57″ N, 15° 14′ 19″ O
34. Skrižanj Vela 71.701 m² 20 m 43° 41′ 56″ N, 15° 31′ 27″ O
35. Maslinjak 65.363 m² 39 m 43° 47′ 57″ N, 15° 17′ 43″ O
36. Jančar 59.309 m² 20 m 43° 43′ 10″ N, 15° 25′ 50″ O
37. Sušica 58.431 m² 21 m 43° 49′ 42″ N, 15° 15′ 6″ O
38. Grego (Garmenjak Mali) 50.204 m² 20 m 43° 42′ 25″ N, 15° 27′ 50″ O
39. Balun 49.553 m² 29 m 43° 48′ 22″ N, 15° 15′ 16″ O
40. Mrtovac 48.875 m² 36 m 43° 49′ 32″ N, 15° 13′ 48″ O
41. Prdusa Vela 48.779 m² 24 m 43° 42′ 50″ N, 15° 27′ 10″ O
42. Samograd 44.894 m² 33 m 43° 41′ 16″ N, 15° 33′ 27″ O
43. Ravna Sika 40.210 m² 30 m 43° 44′ 45″ N, 15° 25′ 32″ O
44. Plešćina 39.846 m² 43° 48′ 28″ N, 15° 16′ 13″ O
45. Panitula Mala 30.699 m² 43° 45′ 15″ N, 15° 21′ 15″ O
46. Strižnjak 26.778 m² 43° 49′ 8″ N, 15° 16′ 52″ O
47. Prdusa Mala 25.333 m² 25 m 43° 42′ 30″ N, 15° 27′ 10″ O
48. Purara 24.423 m² 43° 41′ 45″ N, 15° 26′ 15″ O
49. Tovarnjak 23.841 m² 12 m 43° 50′ 18″ N, 15° 14′ 26″ O
50. Šilo Malo 20.691 m² 43° 50′ 44″ N, 15° 14′ 11″ O
51. Dragunarica Vela 17.344 m² 43° 51′ 39″ N, 15° 13′ 18″ O
52. Svršata Mala 15.159 m² 43° 51′ 30″ N, 15° 17′ 13″ O
53. Veseljuh 14.888 m² 43° 45′ 50″ N, 15° 21′ 55″ O
54. Puh 13.625 m² 43° 40′ 34″ N, 15° 29′ 45″ O
55. Vrtlič 13.625 m² 43° 41′ 34″ N, 15° 32′ 47″ O
56. Krpeljina 13.449 m² 43° 45′ 16″ N, 15° 24′ 22″ O
57. Skrižanj Mali 12.694 m² 43° 42′ 4″ N, 15° 31′ 12″ O
58. Babina Guzica 11.176 m² 43° 42′ 35″ N, 15° 29′ 54″ O
59. Rašipić 10.872 m² 43° 47′ 0″ N, 15° 18′ 0″ O
60. Golić 10.275 m² 43° 48′ 47″ N, 15° 16′ 33″ O
61. Arapovac 9.918 m² 43° 47′ 42″ N, 15° 17′ 59″ O
62. Kameni Puh 9.290 m² 43° 40′ 35″ N, 15° 31′ 9″ O
63. Smokvica Mala 9.285 m² 43° 43′ 25″ N, 15° 29′ 16″ O
64. Žakanac 7.343 m² 43° 43′ 15″ N, 15° 25′ 40″ O
65. Puh Gornji 7.343 m² 43° 40′ 27″ N, 15° 29′ 58″ O
66. Vodeni Puh 6.766 m² 43° 40′ 39″ N, 15° 30′ 40″ O
67. Zornik 6.635 m² 43° 51′ 10″ N, 15° 14′ 16″ O
68. Prišnjak Mali 6.464 m² 43° 44′ 10″ N, 15° 24′ 22″ O
69. Bisaga 6.084 m² 43° 44′ 43″ N, 15° 25′ 18″ O
70. Babuljaši Veli 5.710 m² 43° 47′ 56″ N, 15° 17′ 4″ O
71. Blitvica 5.329 m² 43° 46′ 19″ N, 15° 21′ 20″ O
72. Obručan Mali 4.618 m² 43° 50′ 8″ N, 15° 13′ 14″ O
73. Babuljaši Mali 3.585 m² 43° 48′ 2″ N, 15° 17′ 18″ O
74. Bisagica 2.594 m² 43° 48′ 11″ N, 15° 17′ 26″ O
75. Hr Kaselica 2.469 m² 43° 44′ 12″ N, 15° 23′ 42″ O
76. Desetinjak 2.324 m² 43° 42′ 22″ N, 15° 27′ 44″ O
77. Hr Klint 2.288 m² 43° 41′ 35″ N, 15° 26′ 40″ O
78. Hridi Škanji (Škanj V.) 2.015 m² 43° 45′ 18″ N, 15° 20′ 59″ O
79. Desetinjak D. 1.260 m² 43° 42′ 32″ N, 15° 27′ 33″ O
80. Desetinjak G. 1.210 m² 43° 42′ 37″ N, 15° 27′ 45″ O
81. Hr Volić 950 m² 43° 42′ 0″ N, 15° 25′ 50″ O
82. Hridi Kamičić 844 m² 43° 47′ 35″ N, 15° 16′ 57″ O
83. Hridi Škanji (Škanj M.) 683 m² 43° 45′ 19″ N, 15° 21′ 4″ O
84. Hr Prišnjak 77 m² 43° 50′ 10″ N, 15° 14′ 11″ O
85. Hridi Kamičić 72 m² 43° 47′ 32″ N, 15° 16′ 57″ O
86. Dragunara Mala 50 m² 43° 51′ 42″ N, 15° 13′ 6″ O
87. Hr Kamičić 41 m² 43° 46′ 6″ N, 15° 21′ 5″ O
88. Hrid Grislac 26 m² 43° 46′ 29″ N, 15° 21′ 17″ O
89. Hr Kalafatin 4 m² 43° 46′ 38″ N, 15° 21′ 37″ O

 

 

Nationalpark Kornaten – Geologie

Die Bezeichnung der Kornati-Inseln ist auf die besonderen geologische Begebenheiten in dieser Meeresregion zurückzuführen. Die Untergrund-Beschaffenheit unterscheidet sich nicht besonders von jener des naheliegenden Festlandes, d.h. der Untergrund der Kornaten besteht aus sehr porösem Kalkgestein. Anders als alle anderen Adriainseln weisen die Kornaten zum offenen Meer hin steil abfallende Steilwände (Kliffs) auf. Diese Steilküsten werden von der lokalen Bevölkerung als so-genannte „Kronen“ (kroat. krune, ital. corone) bezeichnet, was insbesondere bei seitlicher Betrachtung auffällt. An einzelnen Stellen reicht die Steilküste bis zu 90 m unterhalb des Meeresspiegels (etwa bei den Inseln Piškera und Rasip). Die höchsten, steil in das Meer abfallenden Felsen gibt es auf der Insel Klobučar (82 m ü.M).

 

Bilder Kornaten

Hafen Kornaten  Kornaten Felslandschaft

Insel Kornaten  Kornaten Inseln

Nationalpark Kornaten  Küste Kornaten

Kornaten in Kroatien  Kornaten Kroatien Nationalpark

Kornaten Kroatien  Kornaten Nationalpark

Meer vor Kornaten Kroatien

 

 

Video Kornaten

 

Nationalpark Kornaten – Kroatien

 

 

Nationalpark Kornaten

 

 

Nationalpark Kornaten Map

 

Nationalpark Krka Panorama Anreise

In den Urlaubsorten bieten zahlreiche Reiseagenturen einen organisierten Ausflug in den Nationalpark an. Alle Besucher des Nationalparks müssen eine Gebühr von 30 Kuna entrichten. In der Nebensaison reduziert sich der Preis auf 20 Kuna. Aufgrund der vielen Kontrollen ist eine Eintrittskarte in jedem Fall notwendig. Organisierte Tagesausflüge kosten ca. 210 Kuna. Diese Tagesausflüge bieten in der Regel Überfahrt, Menü und Landgänge mit Bademöglichkeiten. Diese Ausflüge kann man in folgenden Orten buchen: Dugi Otok, Murter, Veli Iz, Ugljan, [[Insel Pasman|Pasman](Vodice) sowie von Zadar und Biograd na moru. Die Inseldurchfahrt zwischen den Inseln Kornat und Smokvica bezeichnet man als offizielle Nationalparkzufahrt. Der Nationalpark Kornaten ist Autofrei.

In der zentralen Verwaltung des Nationalparkes in Murter auf der Insel Murter und auf der Insel Zut kann man Eintrittskarten für den Nationalpark der Kornaten erwerben.

Auf den Inseln befindet sich auch noch ein Tourismusbüro. Es liegt auf der Insel Ravni Zakan.